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Pollenallergien und Immuntherapie


Schmid-Grendelmeier, P (2012). Pollenallergien und Immuntherapie. Therapeutische Umschau, 69(4):239-248.

Abstract

Pollen sind die häufigsten Auslöser von Atemwegsallergien und betreffen annährend 20 % der Bevölkerung. Dabei sind hierzulande vor allem Baumpollen, Gräserpollen sowie einzelne Kräuterpollen als Allergene relevant. Die Abklärung basiert auf einer eingehenden Anamnese, Hauttests und/oder Bestimmung von spezifischem IgE gegen die entsprechenden Allergene. Durch die differenzierte Bestimmung von IgE gegen molekulare Einzelallergene eröffnen sich neue Perspektiven in der In-Vitro-Allergiediagnostik, die wesentlich zu einem besseren Verständnis etwa von Kreuzreaktivitätsphänomen wie auch der spezifische Immuntherapie beitragen. Die Behandlung der Pollenallergie basiert auf der größtmöglichen Allergenkarenz, der zunehmend wirksameren und nebenwirkungsärmeren medikamentösen Therapie sowie der allergen-spezifischen Immuntherapie (SIT) als einziger kausaler Therapie mit Ansprechraten bei bis zu 80 % der Patienten. Die SIT mit Pollenextrakten ist besonders bei mittlerer bis schwerer allergischer Rhinitis und leichteren bis mittlerem Schweregrad des allergischen Asthma sinnvoll. Auch bei Allergien auf Hausstaubmilben kann die SIT eine effiziente Behandlung darstellen. Für Allergien auf Tierepithelien und Schimmelpilzsporen ist die Datenlage dürftig; hier ist die SIT nur in Ausnahmefällen indiziert. Mit der subkutaner IT für ganzjährige Anwendungen wie auch Kurzzeitschemata mit Allergoiden und der sublingualen IT stehen verschiedene erprobte und gut dokumentierte Applikationsarten zur Verfügung. Der Erfolg einer SIT schließlich hängt ab von der richtigen Selektion des Patienten, der Wahl des Extraktes und geeigneten Therapieschemas und auch wesentlich von der Führung und Compliance des Patienten.

Abstract

Pollen sind die häufigsten Auslöser von Atemwegsallergien und betreffen annährend 20 % der Bevölkerung. Dabei sind hierzulande vor allem Baumpollen, Gräserpollen sowie einzelne Kräuterpollen als Allergene relevant. Die Abklärung basiert auf einer eingehenden Anamnese, Hauttests und/oder Bestimmung von spezifischem IgE gegen die entsprechenden Allergene. Durch die differenzierte Bestimmung von IgE gegen molekulare Einzelallergene eröffnen sich neue Perspektiven in der In-Vitro-Allergiediagnostik, die wesentlich zu einem besseren Verständnis etwa von Kreuzreaktivitätsphänomen wie auch der spezifische Immuntherapie beitragen. Die Behandlung der Pollenallergie basiert auf der größtmöglichen Allergenkarenz, der zunehmend wirksameren und nebenwirkungsärmeren medikamentösen Therapie sowie der allergen-spezifischen Immuntherapie (SIT) als einziger kausaler Therapie mit Ansprechraten bei bis zu 80 % der Patienten. Die SIT mit Pollenextrakten ist besonders bei mittlerer bis schwerer allergischer Rhinitis und leichteren bis mittlerem Schweregrad des allergischen Asthma sinnvoll. Auch bei Allergien auf Hausstaubmilben kann die SIT eine effiziente Behandlung darstellen. Für Allergien auf Tierepithelien und Schimmelpilzsporen ist die Datenlage dürftig; hier ist die SIT nur in Ausnahmefällen indiziert. Mit der subkutaner IT für ganzjährige Anwendungen wie auch Kurzzeitschemata mit Allergoiden und der sublingualen IT stehen verschiedene erprobte und gut dokumentierte Applikationsarten zur Verfügung. Der Erfolg einer SIT schließlich hängt ab von der richtigen Selektion des Patienten, der Wahl des Extraktes und geeigneten Therapieschemas und auch wesentlich von der Führung und Compliance des Patienten.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Dermatology Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2012
Deposited On:13 Jul 2012 07:41
Last Modified:05 Apr 2016 15:53
Publisher:Hans Huber
ISSN:0040-5930
Publisher DOI:https://doi.org/10.1024/0040-5930/a000280
PubMed ID:22477663

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