UZH-Logo

Maintenance Infos

Schulleiterinnen und Schulleiter in der Aargauer Volksschule : eine qualitative Studie zum beruflichen Selbst- und Führungsverständnis von Schulleitenden und zu den Gelingensbedingungen operativer Führung im Paradigmenwechsel


Stemmer Obrist, Gabriele. Schulleiterinnen und Schulleiter in der Aargauer Volksschule : eine qualitative Studie zum beruflichen Selbst- und Führungsverständnis von Schulleitenden und zu den Gelingensbedingungen operativer Führung im Paradigmenwechsel. 2012, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die Einführung von Schulleitungen im Jahr 2006 leitete in der Aargauer Volksschule den Paradigmenwechsel von der ‚egalitär-demokratischen‘ zur ‚Geleiteten Schule‘ ein. Damit war auch das schulkulturelle Selbstverständnis von ‚Autonomie‘ und ‚Egalität‘ der schulischen Akteure tangiert. Insbesondere Schulleiter/innen sind gefordert, sich reflexiv mit den während ihrer beruflichen Sozialisation als Lehrer/in erworbenen Haltungen auseinanderzusetzen und ein persönliches Führungsverständnis zu entwickeln. Als zentrale Akteure leiten und verantworten sie operativ die Entwicklung der Einzelschule, wobei aus akteurtheoretischer Perspektive lokale Kontextbedingungen, kantonale Regelungen und normative Vorgaben soziales Handeln zwar strukturieren, aber nicht determinieren. Wie Schulleitende ihre operative Führungsposition deutend ausgestalten, ist hier von Interesse.
Um Daten zu Selbst- und Fremdreferenzen zur operativen Führungsaufgabe zu erhalten, wurden 20 Interviews durchgeführt und mit der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Dabei wurden Aspekte zum beruflichen Führungsverständnis, zur Motivation für den Berufswechsel, zum Rollenwechsel sowie Differenzen zwischen Ideal-Sollvorstellungen und der konkret erlebten Führungspraxis herausgearbeitet und in Bezug gesetzt zu Erkenntnissen der Schulleitungs-, Führungs- und Geschlechterforschung.
Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Schulleitende den Wechsel in die Führungsaufgabe relativ problemlos vollziehen, sich das ‚alte Paradigma‘ in einigen Aspekten des Selbst- und Führungsverständnisses aber fortsetzt. So bleiben in den Selbst- und Fremdreferenzen Karriere- und Machtaspekte der eigenen Führungsposition weitgehend unreflektiert.  Eine Bedingung des Gelingens operativer Führung besteht im ausbalancierten Führungshandeln: So ist beispielsweise ein prägnanter Führungsanspruch durch Partizipation und Beziehungsorientierung zu kompensieren.

Die Einführung von Schulleitungen im Jahr 2006 leitete in der Aargauer Volksschule den Paradigmenwechsel von der ‚egalitär-demokratischen‘ zur ‚Geleiteten Schule‘ ein. Damit war auch das schulkulturelle Selbstverständnis von ‚Autonomie‘ und ‚Egalität‘ der schulischen Akteure tangiert. Insbesondere Schulleiter/innen sind gefordert, sich reflexiv mit den während ihrer beruflichen Sozialisation als Lehrer/in erworbenen Haltungen auseinanderzusetzen und ein persönliches Führungsverständnis zu entwickeln. Als zentrale Akteure leiten und verantworten sie operativ die Entwicklung der Einzelschule, wobei aus akteurtheoretischer Perspektive lokale Kontextbedingungen, kantonale Regelungen und normative Vorgaben soziales Handeln zwar strukturieren, aber nicht determinieren. Wie Schulleitende ihre operative Führungsposition deutend ausgestalten, ist hier von Interesse.
Um Daten zu Selbst- und Fremdreferenzen zur operativen Führungsaufgabe zu erhalten, wurden 20 Interviews durchgeführt und mit der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Dabei wurden Aspekte zum beruflichen Führungsverständnis, zur Motivation für den Berufswechsel, zum Rollenwechsel sowie Differenzen zwischen Ideal-Sollvorstellungen und der konkret erlebten Führungspraxis herausgearbeitet und in Bezug gesetzt zu Erkenntnissen der Schulleitungs-, Führungs- und Geschlechterforschung.
Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Schulleitende den Wechsel in die Führungsaufgabe relativ problemlos vollziehen, sich das ‚alte Paradigma‘ in einigen Aspekten des Selbst- und Führungsverständnisses aber fortsetzt. So bleiben in den Selbst- und Fremdreferenzen Karriere- und Machtaspekte der eigenen Führungsposition weitgehend unreflektiert.  Eine Bedingung des Gelingens operativer Führung besteht im ausbalancierten Führungshandeln: So ist beispielsweise ein prägnanter Führungsanspruch durch Partizipation und Beziehungsorientierung zu kompensieren.

Downloads

1441 downloads since deposited on 26 Jul 2012
377 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Dissertation
Referees:Fend H, Oelkers J
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2012
Deposited On:26 Jul 2012 13:14
Last Modified:05 Apr 2016 15:54
Number of Pages:423
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=NEBIS&CON_LNG=GER&func=find-b&find_code=SYS&request=007281404
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-63920

Download

[img]
Preview
Content: Published Version
Filetype: PDF
Size: 3MB

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations