UZH-Logo

Eine empirische Untersuchung Risikoselektion in der Grundversicherung


Baumgartner, C; Busato, A (2012). Eine empirische Untersuchung Risikoselektion in der Grundversicherung. Schweizerische Ärztezeitung, 93(13):510-513.

Abstract

Die als «Jagd nach guten Risiken» bezeichnete Risikoselektion wird in der Tagespresse derzeit wieder häufiger thematisiert. Zur aktuellen Popularität des Themas dürfte ein bekannter Internet-Vergleichsdienst beigetragen haben, der Presseangaben zufolge unlängst die Weiterleitung bestimmter Offertenanfragen an einige (hierfür zahlende) Versicherer verhinderte. Dieses Gebaren ist Ausdruck des Anreizes, in Versicherungssystemen mit Einheitsprämien jeweils Gesunde anzuwerben und Kranke abzuweisen. Während zur Theorie der Risikoselektion in der Krankenversicherung etliche Publikationen xistieren, standen bislang keine statistisch verwertbaren Daten zu Art und Ausmass allfälliger Risikoselektion in der Schweiz zur Verfügung. Ziel der hier vorgestellten Arbeit war es daher, entsprechende Daten zu erheben und auszuwerten. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei einerseits das Versichererverhalten gegenüber unterschiedlichen Versichertenpopulationen, (z. B. Antwortzeiten gegenüber guten versus schlechten Risiken) andererseits auch die Frage nach Verhaltensunterschieden zwischen Versicherergruppen (Antwortquoten von Multikassenkonzernen versus unabhängigen Krankenkassen).Die Auswertung realer Offertenanfragen und zugehöriger Antworten zeigt etliche statistisch signifikante Unterschiede sowohl zwischen guten und schlechten Risiken als auch zwischen Versicherergruppen. Es empfiehlt sich, die diesen Umstand bei einer allfälligen Umsetzung der umstrittenen Managed-Care-Vorlage zu berücksichtigen.

Die als «Jagd nach guten Risiken» bezeichnete Risikoselektion wird in der Tagespresse derzeit wieder häufiger thematisiert. Zur aktuellen Popularität des Themas dürfte ein bekannter Internet-Vergleichsdienst beigetragen haben, der Presseangaben zufolge unlängst die Weiterleitung bestimmter Offertenanfragen an einige (hierfür zahlende) Versicherer verhinderte. Dieses Gebaren ist Ausdruck des Anreizes, in Versicherungssystemen mit Einheitsprämien jeweils Gesunde anzuwerben und Kranke abzuweisen. Während zur Theorie der Risikoselektion in der Krankenversicherung etliche Publikationen xistieren, standen bislang keine statistisch verwertbaren Daten zu Art und Ausmass allfälliger Risikoselektion in der Schweiz zur Verfügung. Ziel der hier vorgestellten Arbeit war es daher, entsprechende Daten zu erheben und auszuwerten. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei einerseits das Versichererverhalten gegenüber unterschiedlichen Versichertenpopulationen, (z. B. Antwortzeiten gegenüber guten versus schlechten Risiken) andererseits auch die Frage nach Verhaltensunterschieden zwischen Versicherergruppen (Antwortquoten von Multikassenkonzernen versus unabhängigen Krankenkassen).Die Auswertung realer Offertenanfragen und zugehöriger Antworten zeigt etliche statistisch signifikante Unterschiede sowohl zwischen guten und schlechten Risiken als auch zwischen Versicherergruppen. Es empfiehlt sich, die diesen Umstand bei einer allfälligen Umsetzung der umstrittenen Managed-Care-Vorlage zu berücksichtigen.

Downloads

145 downloads since deposited on 17 Aug 2012
36 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2012
Deposited On:17 Aug 2012 08:24
Last Modified:05 Apr 2016 15:56
Publisher:EMH Swiss Medical Publishers
ISSN:0036-7486
Official URL:http://www.saez.ch/docs/SAEZ/2012/13/de/SAEZ-00365.pdf
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-64275

Download

[img]
Preview
Content: Published Version
Filetype: PDF
Size: 135kB

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations