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Latein als Brückenfach – Zur Korrelation von Latein mit allen anderen gymnasialen Fächern


Hartmann, Lucius (2012). Latein als Brückenfach – Zur Korrelation von Latein mit allen anderen gymnasialen Fächern. Bulletin des Schweizerischen Altphilologenverbandes, (79):18-26.

Abstract

Latein nimmt im Fächerkanon des Untergymnasiums eine Schlüsselrolle als „Fach der Mitte“ oder Brückenfach ein. Einerseits ist es das typische Sprachfach (höchste Korrelation zu allen anderen Sprachfächern), andererseits ist es das Sprachfach, mit dem die Mathematik und die Naturwissenschaften (jedes Fach für sich und auch alle zusammen) am stärksten korrelieren, wobei der Unterschied zu den anderen Sprachfächern besonders bei der Mathematik augenfällig ist. Gleiches gilt für die Korrelation von Latein mit den Geistes- und Sozialwissenschaften und mit den musischen Fächern.
Das Fach Latein verkörpert daher durch seine Mittelstellung zwischen den grossen Fachgruppen par excellence die allgemeinbildende Komponente des Gymnasiums. Will man an dieser Komponente festhalten – und dagegen spricht sich momentan niemand aus –, ist auf der Grundlage dieser Untersuchung ein Verzicht auf Latein oder eine weitere Schwächung dieses Fachs absolut fragwürdig – gerade auch im Untergymnasium, wo es nicht nur, aber auch darum geht zu überprüfen, ob für eine bestimmte Schülerin, für einen bestimmten Schüler die gymnasiale Ausbildung in ihrer ganzen Breite wirklich geeignet ist. In einer Zeit, in der auch die Hochschulen immer stärker auf Interdisziplinarität Wert legen und interdisziplinäres Arbeiten an den Gymnasien gezielt gefördert werden soll, ist es doch wohl absurd, ausgerechnet das Fach zu marginalisieren, welches seinen Platz per se offensichtlich inter disciplinas hat.

Latein nimmt im Fächerkanon des Untergymnasiums eine Schlüsselrolle als „Fach der Mitte“ oder Brückenfach ein. Einerseits ist es das typische Sprachfach (höchste Korrelation zu allen anderen Sprachfächern), andererseits ist es das Sprachfach, mit dem die Mathematik und die Naturwissenschaften (jedes Fach für sich und auch alle zusammen) am stärksten korrelieren, wobei der Unterschied zu den anderen Sprachfächern besonders bei der Mathematik augenfällig ist. Gleiches gilt für die Korrelation von Latein mit den Geistes- und Sozialwissenschaften und mit den musischen Fächern.
Das Fach Latein verkörpert daher durch seine Mittelstellung zwischen den grossen Fachgruppen par excellence die allgemeinbildende Komponente des Gymnasiums. Will man an dieser Komponente festhalten – und dagegen spricht sich momentan niemand aus –, ist auf der Grundlage dieser Untersuchung ein Verzicht auf Latein oder eine weitere Schwächung dieses Fachs absolut fragwürdig – gerade auch im Untergymnasium, wo es nicht nur, aber auch darum geht zu überprüfen, ob für eine bestimmte Schülerin, für einen bestimmten Schüler die gymnasiale Ausbildung in ihrer ganzen Breite wirklich geeignet ist. In einer Zeit, in der auch die Hochschulen immer stärker auf Interdisziplinarität Wert legen und interdisziplinäres Arbeiten an den Gymnasien gezielt gefördert werden soll, ist es doch wohl absurd, ausgerechnet das Fach zu marginalisieren, welches seinen Platz per se offensichtlich inter disciplinas hat.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Greek and Latin Philology
Dewey Decimal Classification:470 Latin & Italic languages
480 Classical & modern Greek languages
Language:German
Date:2012
Deposited On:06 Sep 2012 08:34
Last Modified:02 May 2016 19:27
Publisher:Schweizerischer Altphilologenverband
Official URL:http://www.philologia.ch/Bulletin/Bulletin12012.php#korrelation
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-64396

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