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Ökonomisches Wählen bei subnationalen Wahlen in der BRD. Zum Einfluss von Wahrnehmungen der allgemeinen Wirtschaftslage für das Abschneiden der Bundesregierungsparteien bei Landtagswahlen


Vatter, A; Krumpal, I (2008). Ökonomisches Wählen bei subnationalen Wahlen in der BRD. Zum Einfluss von Wahrnehmungen der allgemeinen Wirtschaftslage für das Abschneiden der Bundesregierungsparteien bei Landtagswahlen. Zeitschrift für Parlamentsfragen, 39(1):93-111.

Abstract

Für viele demokratische Nationen stellen zahlreiche quantitative Studien auf dem Gebiet der empirischen Wahlforschung einen robusten Zusammenhang zwischen ökonomischen Faktoren und politischen Wahlergebnissen fest. Demnach erleiden die in der Regierungsverantwortung stehenden Parteien bei einer objektiven Verschlechterung zentraler makroökonomischer Indikatoren deutliche Stimmenverluste bei subnationalen Wahlen, wobei das theoretische Konzept des rationalen Wählers, der die Regierung für die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes verantwortlich macht, als Grundlage genutzt wird. Bis heute werden entsprechende Untersuchungen zumeist anhand von Aggregatdaten durchgeführt. Der vorliegende Beitrag geht einen Schritt weiter und mikrofundiert die These des ökonomischen Wählens bei Landtagswahlen mit einer systematischen Analyse von Survey-Daten. Das Hauptergebnis lautet: Je pessimistischer ein Wähler die zukünftige ökonomische Entwicklung in der Bundesrepublik einschätzt, desto eher wird er bei einer Landtagswahl gegen die Bundesregierungsparteien stimmen.

Für viele demokratische Nationen stellen zahlreiche quantitative Studien auf dem Gebiet der empirischen Wahlforschung einen robusten Zusammenhang zwischen ökonomischen Faktoren und politischen Wahlergebnissen fest. Demnach erleiden die in der Regierungsverantwortung stehenden Parteien bei einer objektiven Verschlechterung zentraler makroökonomischer Indikatoren deutliche Stimmenverluste bei subnationalen Wahlen, wobei das theoretische Konzept des rationalen Wählers, der die Regierung für die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes verantwortlich macht, als Grundlage genutzt wird. Bis heute werden entsprechende Untersuchungen zumeist anhand von Aggregatdaten durchgeführt. Der vorliegende Beitrag geht einen Schritt weiter und mikrofundiert die These des ökonomischen Wählens bei Landtagswahlen mit einer systematischen Analyse von Survey-Daten. Das Hauptergebnis lautet: Je pessimistischer ein Wähler die zukünftige ökonomische Entwicklung in der Bundesrepublik einschätzt, desto eher wird er bei einer Landtagswahl gegen die Bundesregierungsparteien stimmen.

Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Political Science
Dewey Decimal Classification:320 Political science
Language:German
Date:2008
Deposited On:22 Dec 2008 16:18
Last Modified:05 Apr 2016 12:38
Publisher:Deutsche Vereinigung für Parlamentsfragen
ISSN:0340-1758
Related URLs:http://www.zparl.de/ (Publisher)

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