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Term-Mapping zur komparativen Analyse öffentlicher Debatten: Eine Anwendung der Smallest Space Analysis für Inhaltsanalysen


Wettstein, Martin (2012). Term-Mapping zur komparativen Analyse öffentlicher Debatten: Eine Anwendung der Smallest Space Analysis für Inhaltsanalysen. In: Stark, Birgit; Magin, Melanie; Jandura, Olaf; Maurer, Marcus. Methodische Herausforderungen komparativer Forschungsansätze. Köln: von Halem, 138-157.

Abstract

Die Vorbereitung von Inhaltsanalysen, Befragungen und Experimenten, bei denen ein bestimmter thematischer Fouks gewählt wird, bedürfen einer Auseinandersetzung mit dem Inhalt des gewählten Themas in der öffentlichen Diskussion, um relevante Themenbereiche, Akteure und Entwicklungen zu erkennen und bei der Erstellung des Instruments oder Stimulus’ berücksichtigen zu können. Im Falle von Wahlen oder Abstimmungen, welche zeitlich und thematisch stark begrenzt sind, eignet sich hierzu eine Inhaltsanalyse der Pressemitteilungen beteiligter Akteure. Bei latenten Debatten über Themen wie Arbeitslosigkeit, Immigration, Globalisierung oder Umweltschutz ist es jedoch schwer, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen, da sich die Debatten über mehrere Monate oder Jahre hinziehen, eine Vielzahl von Akteuren beteiligt sind, und verschiedene Unterthemen von politischen Akteuren, Medien und der Bevölkerung diskutiert werden.
Eine Inhaltsanalyse, die eine solche Debatte abdeckt, muss sich in diesem Fall mit der gesamten Berichterstattung eines Landes über einen Zeitraum von mehreren Monaten auseinandersetzen. Um diesen Umfang an Texten effizient zu analysieren, bieten sich automatische Analyseverfahren an (Geis 2001: 320; Krippendorff 2004: 258-259), welche jedoch ebenfalls ein Grundwissen über den Gegenstand erfordern. In vielen Fällen ist eine manuelle Vorarbeit durch den Forscher wie die Definition von Analyseeinheiten und Kategorien nötig (Früh 2007: 287; Kuckartz 2007: 24). Zudem werden Sprechressourcen wie Lexika oder Thesauri benötigt, was die automatische Inhaltsanalyse von der Verfügbarkeit dieser Ressourcen in der gewünschten Sprache abhängig macht (Früh 2007: 287).
Das hier vorgestellte Verfahren des Term-Mapping bietet eine Möglichkeit, sich mit geringem Aufwand eine Übersicht über eine latente Debatte in den Medien zu verschaffen, die keiner Vorkenntnis der Themen und Akteure bedarf und unabhängig von der Sprache der Berichterstattung eingesetzt werden kann. Es eignet sich damit vor allem für die Vorbereitung von Befragungen oder Inhaltsanalysen, welche parallel in verschiedenen Ländern oder Sprachregionen durchgeführt werden, sowie für explorative Vergleiche einzelner Debatten in unterschiedlichen Zeiträumen, Ländern oder Regionen.

Die Vorbereitung von Inhaltsanalysen, Befragungen und Experimenten, bei denen ein bestimmter thematischer Fouks gewählt wird, bedürfen einer Auseinandersetzung mit dem Inhalt des gewählten Themas in der öffentlichen Diskussion, um relevante Themenbereiche, Akteure und Entwicklungen zu erkennen und bei der Erstellung des Instruments oder Stimulus’ berücksichtigen zu können. Im Falle von Wahlen oder Abstimmungen, welche zeitlich und thematisch stark begrenzt sind, eignet sich hierzu eine Inhaltsanalyse der Pressemitteilungen beteiligter Akteure. Bei latenten Debatten über Themen wie Arbeitslosigkeit, Immigration, Globalisierung oder Umweltschutz ist es jedoch schwer, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen, da sich die Debatten über mehrere Monate oder Jahre hinziehen, eine Vielzahl von Akteuren beteiligt sind, und verschiedene Unterthemen von politischen Akteuren, Medien und der Bevölkerung diskutiert werden.
Eine Inhaltsanalyse, die eine solche Debatte abdeckt, muss sich in diesem Fall mit der gesamten Berichterstattung eines Landes über einen Zeitraum von mehreren Monaten auseinandersetzen. Um diesen Umfang an Texten effizient zu analysieren, bieten sich automatische Analyseverfahren an (Geis 2001: 320; Krippendorff 2004: 258-259), welche jedoch ebenfalls ein Grundwissen über den Gegenstand erfordern. In vielen Fällen ist eine manuelle Vorarbeit durch den Forscher wie die Definition von Analyseeinheiten und Kategorien nötig (Früh 2007: 287; Kuckartz 2007: 24). Zudem werden Sprechressourcen wie Lexika oder Thesauri benötigt, was die automatische Inhaltsanalyse von der Verfügbarkeit dieser Ressourcen in der gewünschten Sprache abhängig macht (Früh 2007: 287).
Das hier vorgestellte Verfahren des Term-Mapping bietet eine Möglichkeit, sich mit geringem Aufwand eine Übersicht über eine latente Debatte in den Medien zu verschaffen, die keiner Vorkenntnis der Themen und Akteure bedarf und unabhängig von der Sprache der Berichterstattung eingesetzt werden kann. Es eignet sich damit vor allem für die Vorbereitung von Befragungen oder Inhaltsanalysen, welche parallel in verschiedenen Ländern oder Sprachregionen durchgeführt werden, sowie für explorative Vergleiche einzelner Debatten in unterschiedlichen Zeiträumen, Ländern oder Regionen.

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Additional indexing

Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Mass Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:2012
Deposited On:07 Dec 2012 12:46
Last Modified:05 Apr 2016 16:07
Publisher:von Halem
Series Name:Methoden und Forschungslogik der Kommunikationswissenschaft
ISBN:978-3-86962-048-0
Related URLs:http://opac.nebis.ch/F/?local_base=EBI01&con_lng=GER&func=find-b&find_code=090&request=002019056

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