UZH-Logo

Maintenance Infos

Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen - Persistierende Folgen im Erwachsenenalter


Spohr, H L; Steinhausen, H C (2008). Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen - Persistierende Folgen im Erwachsenenalter. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 10(41):693-698.

Abstract

Einleitung: Die verschiedenen Formen der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen als Folge eines Alkoholmissbrauchs durch die Mutter während der Schwangerschaft werden dargestellt. Nach den Ergebnissen internationaler Studien muss in Deutschland mit jährlich 3 000 bis 4 000 betroffenen Neugeborenen gerechnet werden. Sie werden in der ärztlichen Praxis noch ungenügend erkannt.
Methode: Selektive Literaturübersicht und Darstellung eigener Langzeitstudien.
Ergebnisse: Leitsymptome der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen (FASD), deren ausgeprägteste Form das Fetale Alkohol-Syndrom (FAS) darstellt, sind Kleinwuchs, Mikrozephalus, kraniofaziale Dysmorphie, in schweren Fällen auch Herzfehler, Skelett- und Urogenitalfehlbildungen, unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome einer Entwicklungsbeeinträchtigung einschließlich geistiger Behinderung sowie eine positive Anamnese für einen Alkoholmissbrauch durch die Mutter während der Schwangerschaft. Langzeituntersuchungen bis in das frühe Erwachsenenalter zeigen, dass diese Störungen unabhängig vom phänomenologischen Schweregrad der FASD mehrheitlich mit Einschränkungen einer selbstständigen Lebensführung verbunden bleiben.
Diskussion: Die Pathogenese der FASD ist noch nicht genügend klar und eine kausale Therapie gibt es nicht. Wichtig sind deshalb neben Prävention und Aufklärung eine frühe Diagnose, die Einrichtung von Pflegschaften oder Adoptionen, sowie intensive psychosoziale Behandlung und Beratung bei der Schulwahl und Ausbildung und stützende Begleitung im Erwachsenenalter.

Abstract

Einleitung: Die verschiedenen Formen der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen als Folge eines Alkoholmissbrauchs durch die Mutter während der Schwangerschaft werden dargestellt. Nach den Ergebnissen internationaler Studien muss in Deutschland mit jährlich 3 000 bis 4 000 betroffenen Neugeborenen gerechnet werden. Sie werden in der ärztlichen Praxis noch ungenügend erkannt.
Methode: Selektive Literaturübersicht und Darstellung eigener Langzeitstudien.
Ergebnisse: Leitsymptome der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen (FASD), deren ausgeprägteste Form das Fetale Alkohol-Syndrom (FAS) darstellt, sind Kleinwuchs, Mikrozephalus, kraniofaziale Dysmorphie, in schweren Fällen auch Herzfehler, Skelett- und Urogenitalfehlbildungen, unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome einer Entwicklungsbeeinträchtigung einschließlich geistiger Behinderung sowie eine positive Anamnese für einen Alkoholmissbrauch durch die Mutter während der Schwangerschaft. Langzeituntersuchungen bis in das frühe Erwachsenenalter zeigen, dass diese Störungen unabhängig vom phänomenologischen Schweregrad der FASD mehrheitlich mit Einschränkungen einer selbstständigen Lebensführung verbunden bleiben.
Diskussion: Die Pathogenese der FASD ist noch nicht genügend klar und eine kausale Therapie gibt es nicht. Wichtig sind deshalb neben Prävention und Aufklärung eine frühe Diagnose, die Einrichtung von Pflegschaften oder Adoptionen, sowie intensive psychosoziale Behandlung und Beratung bei der Schulwahl und Ausbildung und stützende Begleitung im Erwachsenenalter.

Citations

12 citations in Web of Science®
20 citations in Scopus®
Google Scholar™

Altmetrics

Downloads

864 downloads since deposited on 08 Jan 2009
70 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Other titles:Fetal alcohol spectrum disorders and their persisting sequelae in adult life
Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Center for Child and Adolescent Psychiatry
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:08 Jan 2009 18:05
Last Modified:05 Apr 2016 12:38
Publisher:Deutscher Ärzte-Verlag
ISSN:0012-1207
Additional Information:Englische Parallelausgabe erschienen in: Dtsch. Arztebl. Int. 2008; 105(41): 693-698. - ISSN: 1866-0452
Publisher DOI:https://doi.org/10.3238/arztebl.2008.0693
Official URL:http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=61784

Download

[img]
Preview
Filetype: PDF
Size: 271kB
View at publisher
[img]
Preview
Filetype: PDF
Size: 139kB

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations