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Takotsubo Kardiomyopathie: Eine wichtige Differentialdiagnose des Akuten Koronarsyndroms


Enseleit, F; Sudano, I; Ghadri, J R; Templin, C (2012). Takotsubo Kardiomyopathie: Eine wichtige Differentialdiagnose des Akuten Koronarsyndroms. Cardiovascular Medicine, 15(11):310-316.

Abstract

Die Takotsubo Kardiomyopathie (TK) ist eine wichtige Differenzialdiagnose des Akuten Koronarsyndroms. Bislang gibt es keine ausreichenden diagnostischen Möglichkeiten, ausser der Herzkatheteruntersuchung um eine TK von einem akuten Myokardinfarkt zu unterscheiden. Die TK zeigt charakteristische Wandbewegungsstörungen, die über das Versorgungsgebiet einer einzelnen Koronararterie hinausgehen. In den letzten Jahren wurde neben dem apikalen „ballooning“ weitere Kontraktionsmuster identifiziert, die ebenfalls zur TK zählen. Hierzu gehören die midventrikuläre, basale und fokale TK. Oft geht der Manifestation einer TK ein emotionales oder physisches Ereignis voraus, wobei in den letzten Jahren eine Zunahme von physischen Triggerfaktoren beobachtet wurde. Frauen scheinen von dieser Erkrankung häufiger betroffen zu sein, was möglicherweise darauf hindeutet, dass Östrogene eine wichtige Rolle bei dieser Erkrankung spielen. Gegenwärtig ist der zugrunde liegende Mechanismus der TK immer noch nicht geklärt, wobei ätiologisch sowohl eine verstärkte sympathoadrenerge Aktivität, Katecholaminüberladung, transiente Koronarspasmen, als auch Störungen der Mikrozirkulation und zelluläre Calciumüberladung als mögliche Ursachen diskutiert werden. Letztlich bleibt jedoch die Pathogenese der TK weiter unklar. Die Therapiestrategie nach heutigem Kenntnisstand erfolgt weiterhin empirisch und auf Beobachtungen einzelner Fallberichte da randomisierte Studien fehlen. Weitere Studien und Untersuchungen sind unerlässlich um dieses komplizierte Krankheitsbild besser zu verstehen.

Die Takotsubo Kardiomyopathie (TK) ist eine wichtige Differenzialdiagnose des Akuten Koronarsyndroms. Bislang gibt es keine ausreichenden diagnostischen Möglichkeiten, ausser der Herzkatheteruntersuchung um eine TK von einem akuten Myokardinfarkt zu unterscheiden. Die TK zeigt charakteristische Wandbewegungsstörungen, die über das Versorgungsgebiet einer einzelnen Koronararterie hinausgehen. In den letzten Jahren wurde neben dem apikalen „ballooning“ weitere Kontraktionsmuster identifiziert, die ebenfalls zur TK zählen. Hierzu gehören die midventrikuläre, basale und fokale TK. Oft geht der Manifestation einer TK ein emotionales oder physisches Ereignis voraus, wobei in den letzten Jahren eine Zunahme von physischen Triggerfaktoren beobachtet wurde. Frauen scheinen von dieser Erkrankung häufiger betroffen zu sein, was möglicherweise darauf hindeutet, dass Östrogene eine wichtige Rolle bei dieser Erkrankung spielen. Gegenwärtig ist der zugrunde liegende Mechanismus der TK immer noch nicht geklärt, wobei ätiologisch sowohl eine verstärkte sympathoadrenerge Aktivität, Katecholaminüberladung, transiente Koronarspasmen, als auch Störungen der Mikrozirkulation und zelluläre Calciumüberladung als mögliche Ursachen diskutiert werden. Letztlich bleibt jedoch die Pathogenese der TK weiter unklar. Die Therapiestrategie nach heutigem Kenntnisstand erfolgt weiterhin empirisch und auf Beobachtungen einzelner Fallberichte da randomisierte Studien fehlen. Weitere Studien und Untersuchungen sind unerlässlich um dieses komplizierte Krankheitsbild besser zu verstehen.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Cardiology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:English
Date:2012
Deposited On:14 Dec 2012 08:16
Last Modified:05 Apr 2016 16:11
Publisher:EMH Swiss Medical Publishers
ISSN:1423-5528
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://www.cardiovascmed.ch/docs/2012/11/de/2012-11-00114.pdf
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-68456

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