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Unterschiede der Musikwahrnehmungsfähigkeit bei Cochlea-Implantat-Trägern: Kinder, Jugendliche und Erwachsene


Meisenbacher, K; Veraguth, D; Lai, W K; Dillier, N (2012). Unterschiede der Musikwahrnehmungsfähigkeit bei Cochlea-Implantat-Trägern: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In: 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie, Erlangen, 7 March 2012 - 10 March 2012, 1-4.

Abstract

Ziel: Diese Studie untersucht Aspekte der Musikwahrnehmungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Cochlea-Implantaten (CI) in Abhängigkeit von musikalischem Kontext, Frequenzbereich, Versorgungsmodalität (mono- vs. bilateral) und Alter bei der Implantation.
Methode: Drei Experimente wurden durchgeführt, bei denen jeweils eine Testsequenz im Vergleich zu einer Referenzsequenz von Tonfolgen einer synthetisierten Klarinette präsentiert wurden. Die Aufgabe der Probanden bestand darin, die Sequenzen als gleich oder ungleich zu beurteilen. Experiment 1 beinhaltete, eine aufsteigende Tonhöhenänderung (0, 1, 2, 3 oder 4 Halbtöne) im zweiten von drei aufeinander folgenden Tönen in der Testsequenz zu detektieren. Experiment 2 untersuchte die Erkennung feiner Tonhöhenänderungen mit an- und absteigenden Fünftonsequenzen, die in einem melodischen Kontext (Dur- und Moll-Dreiklänge mit entsprechenden 3- und 4-Halbtonzusammensetzungen) dargeboten wurden. Bei Experiment 3 wurden, anstelle von Fünftonsequenzen, lediglich drei Töne in aufsteigender Abfolge präsentiert.
Ergebnisse: Experiment 1 zeigte, dass die Fähigkeit von CI-Trägern, Tonhöhenänderungen zu detektieren, von der Grössenordnung der Variation abhängt. Alle CI-Träger konnten grössere Tonhöhenänderungen im Vergleich zu kleineren zuverlässiger wahrnehmen. Dennoch konnten alle Probandengruppen eine Tonhöhenänderung von einem Halbton oberhalb der Rateschwelle detektieren, wobei Kinder und Jugendliche tendenziell besser abschnitten als Erwachsene. Dies traf insbesondere für kleinere Tonhöhenänderungen sowie die tieferen Frequenzbereiche zu. Bei Experiment 2 und 3 wiesen die CITräger Defizite in allen Messbedingungen auf. Die Resultate aller Probanden lagen unterhalb der Rateschwelle. Die Ergebnisse zeigten eine zunehmende Verschlechterung mit abnehmendem Frequenzbereich. Zudem korrelierten die Messergebnisse mit den Angaben im Fragebogen zur musikalischen Erfahrung. Geringe Tonhöhenänderungen konnten, unabhängig vom musikalischen Kontext, von denjenigen CI-Trägern detektiert werden, die regelmässig ein Musikinstrument spielen.

Ziel: Diese Studie untersucht Aspekte der Musikwahrnehmungsfähigkeit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Cochlea-Implantaten (CI) in Abhängigkeit von musikalischem Kontext, Frequenzbereich, Versorgungsmodalität (mono- vs. bilateral) und Alter bei der Implantation.
Methode: Drei Experimente wurden durchgeführt, bei denen jeweils eine Testsequenz im Vergleich zu einer Referenzsequenz von Tonfolgen einer synthetisierten Klarinette präsentiert wurden. Die Aufgabe der Probanden bestand darin, die Sequenzen als gleich oder ungleich zu beurteilen. Experiment 1 beinhaltete, eine aufsteigende Tonhöhenänderung (0, 1, 2, 3 oder 4 Halbtöne) im zweiten von drei aufeinander folgenden Tönen in der Testsequenz zu detektieren. Experiment 2 untersuchte die Erkennung feiner Tonhöhenänderungen mit an- und absteigenden Fünftonsequenzen, die in einem melodischen Kontext (Dur- und Moll-Dreiklänge mit entsprechenden 3- und 4-Halbtonzusammensetzungen) dargeboten wurden. Bei Experiment 3 wurden, anstelle von Fünftonsequenzen, lediglich drei Töne in aufsteigender Abfolge präsentiert.
Ergebnisse: Experiment 1 zeigte, dass die Fähigkeit von CI-Trägern, Tonhöhenänderungen zu detektieren, von der Grössenordnung der Variation abhängt. Alle CI-Träger konnten grössere Tonhöhenänderungen im Vergleich zu kleineren zuverlässiger wahrnehmen. Dennoch konnten alle Probandengruppen eine Tonhöhenänderung von einem Halbton oberhalb der Rateschwelle detektieren, wobei Kinder und Jugendliche tendenziell besser abschnitten als Erwachsene. Dies traf insbesondere für kleinere Tonhöhenänderungen sowie die tieferen Frequenzbereiche zu. Bei Experiment 2 und 3 wiesen die CITräger Defizite in allen Messbedingungen auf. Die Resultate aller Probanden lagen unterhalb der Rateschwelle. Die Ergebnisse zeigten eine zunehmende Verschlechterung mit abnehmendem Frequenzbereich. Zudem korrelierten die Messergebnisse mit den Angaben im Fragebogen zur musikalischen Erfahrung. Geringe Tonhöhenänderungen konnten, unabhängig vom musikalischen Kontext, von denjenigen CI-Trägern detektiert werden, die regelmässig ein Musikinstrument spielen.

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Item Type:Conference or Workshop Item (Paper), not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Otorhinolaryngology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Event End Date:10 March 2012
Deposited On:13 Feb 2013 11:34
Last Modified:05 Apr 2016 16:24
Publisher:DGA e.V.
ISBN:978-3-9813141-2-0
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://www.dga-ev.com
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-71837

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