UZH-Logo

Maintenance Infos

Scheitern : In der Sicht auf Psychopathologie und Therapie


Scharfetter, Christian (2012). Scheitern : In der Sicht auf Psychopathologie und Therapie. Verlag Wissenschaft & Praxis: Dr. Brauner GMBH.

Abstract

Vom Scheitern betroffen ist immer ein Mensch, sind Menschen als intentional ein Ziel Anstrebende oder als Autoren einer Handlung, eines Projektes, eines Werkes. Scheitern im Spektrum von Misslingen eines Unternehmens von peripherer Wichtigkeit bis zum Zusammenbruch des personalen Selbstseins in schweren psychischen Störungen ist eine stets gegenwärtige Möglichkeit im Gang des Lebens. Als Auslöser können sich subjektunabhängige Ereignisse mit selbstdeterminierten Unglücksfällen in verschiedenem Ausmass kombinieren. Die Persönlichkeiten sind nach ihrer Stabilität, Resilienz, Flexibilität, Resistenz oder Vulnerabilität, Labilität, Rigidität, nach ihrem Selbstbild, besonders der Selbstwerteinschätzung unter-schiedlich betroffen. Schuldigkeit, Erniedrigung, Entwürdigung, Scham vor anderen oder vor sich selbst kann als existentiell erschütterndes, gar zum Scheitern führendes Erleben treffen.

Akute Erschütterungen des Selbstsystems manifestieren sich klinisch sehr variabel, je nach Persönlichkeit und kulturellem Hintergrund. Chronische Kränkungen können zu Dauerveränderungen von Persönlichkeitscharakteristika führen. Die Psycho-traumatologie hat sich als Spezialgebiet für Menschen im Scheitern entwickelt. Bei den Schizophrenien sehen wir das Zusammenbrechen, das Scheitern des Ich/Selbst-Systems, bei den dissoziativen Störungen das Versagen der synthetischen Integration, bei den Affektpsychosen das Versagen der Emotions- und Antriebsregulation. Therapien können scheitern durch Bedingungen, die am Patienten liegen, oder durch Versagen aufseiten des Therapeuten.

Vom Scheitern betroffen ist immer ein Mensch, sind Menschen als intentional ein Ziel Anstrebende oder als Autoren einer Handlung, eines Projektes, eines Werkes. Scheitern im Spektrum von Misslingen eines Unternehmens von peripherer Wichtigkeit bis zum Zusammenbruch des personalen Selbstseins in schweren psychischen Störungen ist eine stets gegenwärtige Möglichkeit im Gang des Lebens. Als Auslöser können sich subjektunabhängige Ereignisse mit selbstdeterminierten Unglücksfällen in verschiedenem Ausmass kombinieren. Die Persönlichkeiten sind nach ihrer Stabilität, Resilienz, Flexibilität, Resistenz oder Vulnerabilität, Labilität, Rigidität, nach ihrem Selbstbild, besonders der Selbstwerteinschätzung unter-schiedlich betroffen. Schuldigkeit, Erniedrigung, Entwürdigung, Scham vor anderen oder vor sich selbst kann als existentiell erschütterndes, gar zum Scheitern führendes Erleben treffen.

Akute Erschütterungen des Selbstsystems manifestieren sich klinisch sehr variabel, je nach Persönlichkeit und kulturellem Hintergrund. Chronische Kränkungen können zu Dauerveränderungen von Persönlichkeitscharakteristika führen. Die Psycho-traumatologie hat sich als Spezialgebiet für Menschen im Scheitern entwickelt. Bei den Schizophrenien sehen wir das Zusammenbrechen, das Scheitern des Ich/Selbst-Systems, bei den dissoziativen Störungen das Versagen der synthetischen Integration, bei den Affektpsychosen das Versagen der Emotions- und Antriebsregulation. Therapien können scheitern durch Bedingungen, die am Patienten liegen, oder durch Versagen aufseiten des Therapeuten.

Altmetrics

Additional indexing

Item Type:Monograph
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Institute of Response Genetics
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Date:2012
Deposited On:12 Mar 2013 17:12
Last Modified:05 Apr 2016 16:38
Publisher:Dr. Brauner GMBH
Number of Pages:159
ISBN:978-3-89673-602-4

Download

Full text not available from this repository.

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations