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Wirkung von Erythropoietin auf das Gehör von adulten transgenen Erythropoietin-überexprimierenden Mäusen


Belfrage, C. Wirkung von Erythropoietin auf das Gehör von adulten transgenen Erythropoietin-überexprimierenden Mäusen. 2013, University of Zurich, Faculty of Medicine.

Abstract

Das Ziel dieser Masterarbeit war die Etablierung der Verhaltensaudiometrie- einer Methode zur Gehörsbestimmung bei Mäusen- um die Wirkung einer konstanten neuronalen Erythropoietin (Epo)-Überexpression auf das Hörvermögen von Mäusen zu untersuchen.
Es wurden 6 wildtyp Kontrollmäuse und 7 transgene Mäuse (TG21) des C57BL6 Stamms im Alter von 80-142 Tage verwendet. Die TG21 Mäuse hatten eine neuronale Epo-Überexpression mit einem 4-fach erhöhten Epo-Spiegel im Gehirn, bei jedoch normalem Epo-Spiegel im Plasma. Mittels der Verhaltensaudiometrie wurden die Hörschwellen für die Frequenzen 1.4, 2, 3, 4, 8, 16, 32, 50, 64 und 80 kHz nach dem Standardverfahren der konditionierten Unterdrückung von Heffner et al. (2006) eruiert. Die Mäuse wurden darauf konditioniert, mit dem Trinken aus einem Wasserspender zu stoppen sobald ein Ton zu hören war um den nachfolgenden Stromschlag zu vermeiden. Die Versuche wurden in einer schalldichten Box mit einem geräuschtransparenten Testkäfig im Innern und daran befestigtem Wasserspender durchgeführt.
Die Auswertung der Resultate ergab im Mittel über alle Frequenzen keine signifikanten Unterschiede in den Hörschwellen beider Gruppen. Einzige Ausnahme waren die Frequenzen 16 kHz und 50 kHz. Bei diesen Frequenzen waren die Hörschwellen der TG21 Mäuse signifikant besser. Im Vergleich zu den publizierten Werten von Koay et al. (2002) zeigten unsere Mäuse vergleichbare Hörkurven. Die Hörschwellen unserer Mäuse waren jedoch bei allen Frequenzen schlechter.
Als Schluss folgern wir, dass bei den adulten TG21 Mäusen die erhöhte Epo-Konzentration im Gehirn keine Auswirkung auf das Hörvermögen im Vergleich zu den wild type Mäusen hat. Die Unterschiede bei 16 kHz und 50 kHz interpretieren wir als zufällig durch eine Verbesserung der Vorgehensweise bei der Handhabung der Mäuse und der Prüferfähigkeiten und –fertigkeiten. Die Methode der Verhaltensaudiometrie nach Heffner et al. (2006) konnte mit dieser Arbeit etabliert werden.
Diese Masterarbeit stellt einen ersten Teil eines Projekts dar, welches die Wirkung von Epo auf den altersbedingten Hörverlust bei Mäusen untersucht. Dies wird im Rahmen einer weiterführenden Dissertation durchgeführt werden.

Das Ziel dieser Masterarbeit war die Etablierung der Verhaltensaudiometrie- einer Methode zur Gehörsbestimmung bei Mäusen- um die Wirkung einer konstanten neuronalen Erythropoietin (Epo)-Überexpression auf das Hörvermögen von Mäusen zu untersuchen.
Es wurden 6 wildtyp Kontrollmäuse und 7 transgene Mäuse (TG21) des C57BL6 Stamms im Alter von 80-142 Tage verwendet. Die TG21 Mäuse hatten eine neuronale Epo-Überexpression mit einem 4-fach erhöhten Epo-Spiegel im Gehirn, bei jedoch normalem Epo-Spiegel im Plasma. Mittels der Verhaltensaudiometrie wurden die Hörschwellen für die Frequenzen 1.4, 2, 3, 4, 8, 16, 32, 50, 64 und 80 kHz nach dem Standardverfahren der konditionierten Unterdrückung von Heffner et al. (2006) eruiert. Die Mäuse wurden darauf konditioniert, mit dem Trinken aus einem Wasserspender zu stoppen sobald ein Ton zu hören war um den nachfolgenden Stromschlag zu vermeiden. Die Versuche wurden in einer schalldichten Box mit einem geräuschtransparenten Testkäfig im Innern und daran befestigtem Wasserspender durchgeführt.
Die Auswertung der Resultate ergab im Mittel über alle Frequenzen keine signifikanten Unterschiede in den Hörschwellen beider Gruppen. Einzige Ausnahme waren die Frequenzen 16 kHz und 50 kHz. Bei diesen Frequenzen waren die Hörschwellen der TG21 Mäuse signifikant besser. Im Vergleich zu den publizierten Werten von Koay et al. (2002) zeigten unsere Mäuse vergleichbare Hörkurven. Die Hörschwellen unserer Mäuse waren jedoch bei allen Frequenzen schlechter.
Als Schluss folgern wir, dass bei den adulten TG21 Mäusen die erhöhte Epo-Konzentration im Gehirn keine Auswirkung auf das Hörvermögen im Vergleich zu den wild type Mäusen hat. Die Unterschiede bei 16 kHz und 50 kHz interpretieren wir als zufällig durch eine Verbesserung der Vorgehensweise bei der Handhabung der Mäuse und der Prüferfähigkeiten und –fertigkeiten. Die Methode der Verhaltensaudiometrie nach Heffner et al. (2006) konnte mit dieser Arbeit etabliert werden.
Diese Masterarbeit stellt einen ersten Teil eines Projekts dar, welches die Wirkung von Epo auf den altersbedingten Hörverlust bei Mäusen untersucht. Dies wird im Rahmen einer weiterführenden Dissertation durchgeführt werden.

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Item Type:Dissertation
Referees:Monge-Naldi A
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Otorhinolaryngology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2013
Deposited On:23 May 2013 08:30
Last Modified:05 Apr 2016 16:47
Number of Pages:42
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-78142

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