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Das Mathematikangstinterview (MAI): Erste psychometrische Gütekriterien


Kohn, Juliane; Richtmann, Verena; Rauscher, Larissa; Kucian, Karin; Käser, Tanja; Grond, Ursina; Esser, Günther; von Aster, Michael (2013). Das Mathematikangstinterview (MAI): Erste psychometrische Gütekriterien. Lernen und Lernstörungen, 2(3):177-189.

Abstract

Aktuelle Studienergebnisse verdeutlichen, dass sich Kinder bereits im frühen Grundschulalter hinsichtlich ihrer Mathematikangst unterscheiden und dass diese mit deren Mathematikleistung korreliert (Vukovic et al., 2013; Wu et al., 2012). Um eine valide Erfassung der Mathematikangst auch im deutschen Sprachraum zu ermöglichen, zielt diese Studie auf die Entwicklung und psychometrische Überprüfung eines kindgerechten und ökonomischen Verfahrens zur Erfassung der Mathematikangst im frühen Grundschulalter ab. Das Mathematikangstinterview (MAI) erfasst die Angstintensität sowie deren Auswirkung auf verschiedenen Angstebenen. Dazu werden rechenspezifische Situationen sprachlich und bildlich präsentiert und die Kinder u. a. gebeten, ihre Angst mittels Angstthermometer einzuschätzen. Die vorliegende Überprüfung der Gütekriterien erfolgte an einer Stichprobe von 136 Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren. Neben arithmetischen Operationen und Textaufgaben wurde die Selbsteinschätzung hinsichtlich der allgemeinen Ängstlichkeit, der Schul- und Leistungsangst sowie der Selbstbewertung und Einstellung zu Mathematik erfragt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Interview eine hohe Reliabilität, ermittelt über die interne Konsistenz, aufweist. Zudem spiegeln die Ergebnisse zur Validität bisherige Untersuchungsergebnisse zur Mathematikangst wider und belegen eine zufriedenstellende Kriteriumsvalidität des MAI. Die moderaten Zusammenhänge zwischen Mathematikangst und Rechenleistung sind weder durch die kognitive Leistung noch durch die erfassten Ängste zu erklären. Durch das MAI fanden sich querschnittlich frühe Unterschiede in der Ausprägung der Mathematikangst sowie moderate Zusammenhänge mit der Rechenleistung. Weiterführend sind Längsschnittstudien zur Entwicklung der Mathematikangst sowie deren Wechselwirkung mit der Rechenleistung nötig, um einen Präventions- und Interventionsbedarf abzuleiten.

Abstract

Aktuelle Studienergebnisse verdeutlichen, dass sich Kinder bereits im frühen Grundschulalter hinsichtlich ihrer Mathematikangst unterscheiden und dass diese mit deren Mathematikleistung korreliert (Vukovic et al., 2013; Wu et al., 2012). Um eine valide Erfassung der Mathematikangst auch im deutschen Sprachraum zu ermöglichen, zielt diese Studie auf die Entwicklung und psychometrische Überprüfung eines kindgerechten und ökonomischen Verfahrens zur Erfassung der Mathematikangst im frühen Grundschulalter ab. Das Mathematikangstinterview (MAI) erfasst die Angstintensität sowie deren Auswirkung auf verschiedenen Angstebenen. Dazu werden rechenspezifische Situationen sprachlich und bildlich präsentiert und die Kinder u. a. gebeten, ihre Angst mittels Angstthermometer einzuschätzen. Die vorliegende Überprüfung der Gütekriterien erfolgte an einer Stichprobe von 136 Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren. Neben arithmetischen Operationen und Textaufgaben wurde die Selbsteinschätzung hinsichtlich der allgemeinen Ängstlichkeit, der Schul- und Leistungsangst sowie der Selbstbewertung und Einstellung zu Mathematik erfragt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass das Interview eine hohe Reliabilität, ermittelt über die interne Konsistenz, aufweist. Zudem spiegeln die Ergebnisse zur Validität bisherige Untersuchungsergebnisse zur Mathematikangst wider und belegen eine zufriedenstellende Kriteriumsvalidität des MAI. Die moderaten Zusammenhänge zwischen Mathematikangst und Rechenleistung sind weder durch die kognitive Leistung noch durch die erfassten Ängste zu erklären. Durch das MAI fanden sich querschnittlich frühe Unterschiede in der Ausprägung der Mathematikangst sowie moderate Zusammenhänge mit der Rechenleistung. Weiterführend sind Längsschnittstudien zur Entwicklung der Mathematikangst sowie deren Wechselwirkung mit der Rechenleistung nötig, um einen Präventions- und Interventionsbedarf abzuleiten.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Medical Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2013
Deposited On:16 Aug 2013 06:34
Last Modified:05 Apr 2016 16:53
Publisher:Hans Huber
ISSN:2235-0977
Additional Information:Diese Artikelfassung entspricht nicht vollständig dem in der Zeitschrift veröffentlichten Artikel. Dies ist nicht die Originalversion des Artikels und kann daher nicht zur Zitierung herangezogen werden.
Publisher DOI:https://doi.org/10.1024/2235-0977/a000040

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