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Die tibetische Rezeptur Padma Lax in der ärztlichen Praxis: Eine retrospektive Fallstudie bei Obstipation mit 174 Patienten


Uehleke, B; Zahradnicek, S; Vennos, C (2013). Die tibetische Rezeptur Padma Lax in der ärztlichen Praxis: Eine retrospektive Fallstudie bei Obstipation mit 174 Patienten. Forschende Komplementärmedizin, 20(Suppl 2):8-13.

Abstract

Hintergrund: Das Tibetische Arzneimittel Padma Lax ist seit über 40 Jahren in der Schweiz bei Obstipation und Blähungen zugelassen. In dieser Studie wurden Daten zur Anwendung im Praxisumfeld und zur Wirksamkeit bei verschiedenen obstipationsbedingten Beschwerden sowie zu Sicherheit und Verträglichkeit erhoben und bewertet. Material und Methoden: In der Schweiz praktizierende Ärztinnen und Ärzte dokumentierten retrospektiv den Behandlungsverlauf bei chronischer Obstipation mittels eines eigens entwickelten Fragebogens. Neben der Stuhlfrequenz wurde unter anderem auch die Intensität von 12 spezifischen Verstopfungssymptomen erhoben. Ergebnisse: 17 teilnehmende Ärzte lieferten Daten von insgesamt 174 Patientenfällen, wobei rund 30% aus der gynäkologischen Praxis stammten. Als Obstipationsursachen wurden unter anderem Lifestyle-Faktoren und verschiedene Grunderkrankungen angegeben, z.B. neurologische oder hormonelle Störungen. Sicherheit und Verträglichkeit wurden als sehr gut beurteilt, es wurde nur 1 unerwünschtes Ereignis (eine Verschlechterung der Flatulenz) angegeben. Die Stuhlfrequenz stieg im Behandlungsverlauf deutlich, 97% erreichten eine Frequenz von >2 pro Woche. Durchschnittlich verringerten sich die Häufigkeit und die Intensität aller Symptome, mit Ausnahme des Symptoms weicher/dünner Stuhl, das sich bei ebenso vielen Patienten erhöhte wie erniedrigte. Die Gesamtintensität über alle Symptome sank von durchschnittlich 15,8 um 63% auf 5,8. Der Anteil der Patienten mit starken Beschwerden (Gesamtscore >20) sank von 20,1% auf 1,7%, was in der Folge die Gruppe mit «kaum Beschwerden» (Gesamtscore ≤5) von 1,2% auf 57% ansteigen ließ. 86% der Ärzte und der Patienten beurteilten die Wirksamkeit als gut. Schlussfolgerungen: Padma Lax wurde bei Verstopfung unterschiedlicher Ursache bei einem breiten Patientenspektrum eingesetzt. Die Einschätzung der Wirksamkeit und Verträglichkeit war gut oder sehr gut. Trotz der Limitierung durch den retrospektiven Studientyp weisen die Daten darauf hin, dass Padma Lax bei chronischer Verstopfung unterschiedlicher Ursache, insbesondere auch in der gynäkologischen Praxis, bei geriatrischen Patienten und bei Patienten mit neurogener Obstipation, eine wirksame und verträgliche Therapieoption darstellt.

Abstract

Hintergrund: Das Tibetische Arzneimittel Padma Lax ist seit über 40 Jahren in der Schweiz bei Obstipation und Blähungen zugelassen. In dieser Studie wurden Daten zur Anwendung im Praxisumfeld und zur Wirksamkeit bei verschiedenen obstipationsbedingten Beschwerden sowie zu Sicherheit und Verträglichkeit erhoben und bewertet. Material und Methoden: In der Schweiz praktizierende Ärztinnen und Ärzte dokumentierten retrospektiv den Behandlungsverlauf bei chronischer Obstipation mittels eines eigens entwickelten Fragebogens. Neben der Stuhlfrequenz wurde unter anderem auch die Intensität von 12 spezifischen Verstopfungssymptomen erhoben. Ergebnisse: 17 teilnehmende Ärzte lieferten Daten von insgesamt 174 Patientenfällen, wobei rund 30% aus der gynäkologischen Praxis stammten. Als Obstipationsursachen wurden unter anderem Lifestyle-Faktoren und verschiedene Grunderkrankungen angegeben, z.B. neurologische oder hormonelle Störungen. Sicherheit und Verträglichkeit wurden als sehr gut beurteilt, es wurde nur 1 unerwünschtes Ereignis (eine Verschlechterung der Flatulenz) angegeben. Die Stuhlfrequenz stieg im Behandlungsverlauf deutlich, 97% erreichten eine Frequenz von >2 pro Woche. Durchschnittlich verringerten sich die Häufigkeit und die Intensität aller Symptome, mit Ausnahme des Symptoms weicher/dünner Stuhl, das sich bei ebenso vielen Patienten erhöhte wie erniedrigte. Die Gesamtintensität über alle Symptome sank von durchschnittlich 15,8 um 63% auf 5,8. Der Anteil der Patienten mit starken Beschwerden (Gesamtscore >20) sank von 20,1% auf 1,7%, was in der Folge die Gruppe mit «kaum Beschwerden» (Gesamtscore ≤5) von 1,2% auf 57% ansteigen ließ. 86% der Ärzte und der Patienten beurteilten die Wirksamkeit als gut. Schlussfolgerungen: Padma Lax wurde bei Verstopfung unterschiedlicher Ursache bei einem breiten Patientenspektrum eingesetzt. Die Einschätzung der Wirksamkeit und Verträglichkeit war gut oder sehr gut. Trotz der Limitierung durch den retrospektiven Studientyp weisen die Daten darauf hin, dass Padma Lax bei chronischer Verstopfung unterschiedlicher Ursache, insbesondere auch in der gynäkologischen Praxis, bei geriatrischen Patienten und bei Patienten mit neurogener Obstipation, eine wirksame und verträgliche Therapieoption darstellt.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of Complementary Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2013
Deposited On:23 Aug 2013 14:51
Last Modified:20 Jul 2016 07:13
Publisher:Karger
ISSN:1661-4119
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Publisher DOI:https://doi.org/10.1159/000351139

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