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Sinusitis und okuläre Motilitätseinschränkungen


Sturm, V; Kordic, H; Stürmer, J; Landau, K (2008). Sinusitis und okuläre Motilitätseinschränkungen. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde, 225(5):401-407.

Abstract

Hintergrund: Die sekundäre entzündliche Mitbeteiligung orbitaler Strukturen im Verlauf einer akuten oder chronischen Sinusitis ist häufig. Die Assoziation ist allein schon angesichts der anatomischen Nachbarschaft verführerisch, das pneumatisierte System der Nasennebenhöhlen grenzt zu 60 - 80 % an die knöcherne Orbita. Typische sinugene Motilitätseinschränkungen resultieren aus der Affektion einzelner Muskeln oder Beteiligung mehrerer Muskeln und/oder Hirnnerven infolge lokaler Entzündungsprozesse und Bindegewebsmitreaktionen. Die Folge ist zumeist eine mehr oder minder komplexe Restriktion der Bulbusbeweglichkeit. Patienten und Methoden: In diese Fallserie wurden zwischen Januar 2006 und August 2007 neun konsekutive Patienten mit einer sekundären Orbitabeteiligung sinugenen Ursprungs prospektiv eingeschlossen. Ergebnisse: Bei fünf der Patienten trat keine Motilitätseinschränkung auf; die übrigen vier jedoch zeigten eine Beeinträchtigung der Motilität. Die Kasuistiken dieser vier Patienten werden präsentiert, um die Bandbreite möglicher Motilitätsstörungen im Zusammenhang mit Sinusitiden aufzuzeigen. Schlussfolgerungen: Okuläre Motilitätsstörungen sinugenen Ursprungs reihen sich ein in die orbitalen Komplikationen, die bis zur orbitalen Sepsis und zur Sinus-cavernosus-Thrombose führen können. Einerseits kann eine Sinusitis nahezu das gesamte Spektrum okulärer Motilitätseinschränkungen verursachen, andererseits gefährliche zerebrale Aneurysmen maskieren. Die „naheliegenden”, daher auch verlockenden Zusammenhänge dürfen nicht von dem Grundsatz - Häufiges ist häufig und Seltenes ist selten - ablenken!

Hintergrund: Die sekundäre entzündliche Mitbeteiligung orbitaler Strukturen im Verlauf einer akuten oder chronischen Sinusitis ist häufig. Die Assoziation ist allein schon angesichts der anatomischen Nachbarschaft verführerisch, das pneumatisierte System der Nasennebenhöhlen grenzt zu 60 - 80 % an die knöcherne Orbita. Typische sinugene Motilitätseinschränkungen resultieren aus der Affektion einzelner Muskeln oder Beteiligung mehrerer Muskeln und/oder Hirnnerven infolge lokaler Entzündungsprozesse und Bindegewebsmitreaktionen. Die Folge ist zumeist eine mehr oder minder komplexe Restriktion der Bulbusbeweglichkeit. Patienten und Methoden: In diese Fallserie wurden zwischen Januar 2006 und August 2007 neun konsekutive Patienten mit einer sekundären Orbitabeteiligung sinugenen Ursprungs prospektiv eingeschlossen. Ergebnisse: Bei fünf der Patienten trat keine Motilitätseinschränkung auf; die übrigen vier jedoch zeigten eine Beeinträchtigung der Motilität. Die Kasuistiken dieser vier Patienten werden präsentiert, um die Bandbreite möglicher Motilitätsstörungen im Zusammenhang mit Sinusitiden aufzuzeigen. Schlussfolgerungen: Okuläre Motilitätsstörungen sinugenen Ursprungs reihen sich ein in die orbitalen Komplikationen, die bis zur orbitalen Sepsis und zur Sinus-cavernosus-Thrombose führen können. Einerseits kann eine Sinusitis nahezu das gesamte Spektrum okulärer Motilitätseinschränkungen verursachen, andererseits gefährliche zerebrale Aneurysmen maskieren. Die „naheliegenden”, daher auch verlockenden Zusammenhänge dürfen nicht von dem Grundsatz - Häufiges ist häufig und Seltenes ist selten - ablenken!

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Other titles:Sinusitis and ocular motility disorders
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Ophthalmology Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:16 Dec 2008 07:38
Last Modified:05 Apr 2016 12:43
Publisher:Thieme
ISSN:0023-2165
Publisher DOI:10.1055/s-2008-1027269
PubMed ID:18454381
Permanent URL: http://doi.org/10.5167/uzh-8254

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