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Wertzustimmung und Wertbedeutung. Fortschritte und Desiderata sozialwissenschaftlicher Survey-Wertforschung


Albert, Ernest (2014). Wertzustimmung und Wertbedeutung. Fortschritte und Desiderata sozialwissenschaftlicher Survey-Wertforschung. In: Dietz, Bernhard; Neumaier, Christopher; Rödder, Andreas. Gab es den Wertewandel?: Neue Forschungen zum gesellschaftlich-kulturellen Wandel seit den 1960er Jahren. München: Oldenbourg Verlag, 69-94.

Abstract

Der Beitrag fasst wichtige kritische Positionen gegenüber der Survey-Wertforschung zusammen und berichtet ausgewählte Methodenfortschritte, mit denen ab den 1980er Jahren auf diese Kritiken reagiert wurde. Er empfiehlt, die zunehmende Berücksichtigung von Problemen der Wertbedeutung (respektive der strukturellen Beziehung von Werten zueinander) – anstelle der blossen Berücksichtigung von Wertzustimmungen (respektive Wertwichtigkeiten) – als Hauptfortschritt des Forschungsfeldes zu betrachten.
Auf zwei Hauptprobleme der Wertbedeutung wird näher eingegangen, weil sich mit ihnen wichtige Desiderata der gegenwärtigen Surveyforschung verbinden: Die strikt erforderliche Formulierungskonstanz in Fragebatterien und den klärungsbedürftigen Zusammenhang von Wertzustimmung und Wertbedeutung. An das Problem der erforderlichen Formulierungskonstanz werden vor allem praktische Empfehlungen für Wertwandelsforscher geknüpft. Zum Zusammenhang von Wertzustimmung und Wertbedeutung werden zwei Hypothesen formuliert und begründet. Die erste Hypothese lautet, dass bei starkem Zustimmungswandel zu einem Wert mit grösserer Wahrscheinlichkeit auch ein messbarer Bedeutungswandel des Wertes gegeben ist, als bei schwachem oder fehlendem Zustimmungswandel. Die zweite Hypothese lautet, dass Werte im Zustimmungsaufschwung eher eine Bedeutungserweiterung erfahren und Werte im Zustimmungsabschwung eher eine Bedeutungsverengung.

Der Beitrag fasst wichtige kritische Positionen gegenüber der Survey-Wertforschung zusammen und berichtet ausgewählte Methodenfortschritte, mit denen ab den 1980er Jahren auf diese Kritiken reagiert wurde. Er empfiehlt, die zunehmende Berücksichtigung von Problemen der Wertbedeutung (respektive der strukturellen Beziehung von Werten zueinander) – anstelle der blossen Berücksichtigung von Wertzustimmungen (respektive Wertwichtigkeiten) – als Hauptfortschritt des Forschungsfeldes zu betrachten.
Auf zwei Hauptprobleme der Wertbedeutung wird näher eingegangen, weil sich mit ihnen wichtige Desiderata der gegenwärtigen Surveyforschung verbinden: Die strikt erforderliche Formulierungskonstanz in Fragebatterien und den klärungsbedürftigen Zusammenhang von Wertzustimmung und Wertbedeutung. An das Problem der erforderlichen Formulierungskonstanz werden vor allem praktische Empfehlungen für Wertwandelsforscher geknüpft. Zum Zusammenhang von Wertzustimmung und Wertbedeutung werden zwei Hypothesen formuliert und begründet. Die erste Hypothese lautet, dass bei starkem Zustimmungswandel zu einem Wert mit grösserer Wahrscheinlichkeit auch ein messbarer Bedeutungswandel des Wertes gegeben ist, als bei schwachem oder fehlendem Zustimmungswandel. Die zweite Hypothese lautet, dass Werte im Zustimmungsaufschwung eher eine Bedeutungserweiterung erfahren und Werte im Zustimmungsabschwung eher eine Bedeutungsverengung.

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:2014
Deposited On:26 Dec 2013 10:44
Last Modified:05 Apr 2016 17:14
Publisher:Oldenbourg Verlag
ISBN:978-3-486-75386-8
Publisher DOI:https://doi.org/10.1524/9783486858389
Official URL:http://www.degruyter.com/view/books/9783486858389/9783486858389.toc/9783486858389.toc.xml

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