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Die epigraphische Kultur der römischen Kolonie Augusta Raurica: Ein "epigraphic habit" keltischer Prägung


Hartmann, Benjamin (2013). Die epigraphische Kultur der römischen Kolonie Augusta Raurica: Ein "epigraphic habit" keltischer Prägung. Jahresberichte aus Augst und Kaiseraugst, 34:117-136.

Abstract

Die Analyse der epigraphischen Kultur der römischen Koloniestadt Augusta Raurica ist geprägt von der prekären Überlieferungslage der inschriftlichen Monumente. Erhalten haben sich primär diejenigen Inschriften, welche noch in der Spätantike ins Castrum Rauracense oder im Mittelalter und vor allem in der Frühen Neuzeit nach Basel verschleppt und an den jeweiligen Orten als Spolien verbaut wurden. Das inschriftliche Korpus von Augusta Raurica ist deshalb arg verstümmelt. Auch eine qualitativ-inhaltliche Auswertung der erhaltenen epigraphischen Zeugnisse zeigt, dass das Korpus keinesfalls als repräsentativ für die ursprünglichen, antiken Zustände gelten kann. Methodische Überlegungen spielen deshalb für eine Analyse der überlieferten epigraphischen Zeugnisse eine entscheidende Rolle. Mithilfe des sogenannten «epigraphic habit», der Feststellung sich wandelnder inschriftlicher Moden und Vorlieben, kann die im Zuge der Analyse attestierte, starke Überrepräsentation von Personen keltischer Herkunft in der Augster Epigraphik als mediales Phänomen erfasst, analysiert und erklärt werden.

Die Analyse der epigraphischen Kultur der römischen Koloniestadt Augusta Raurica ist geprägt von der prekären Überlieferungslage der inschriftlichen Monumente. Erhalten haben sich primär diejenigen Inschriften, welche noch in der Spätantike ins Castrum Rauracense oder im Mittelalter und vor allem in der Frühen Neuzeit nach Basel verschleppt und an den jeweiligen Orten als Spolien verbaut wurden. Das inschriftliche Korpus von Augusta Raurica ist deshalb arg verstümmelt. Auch eine qualitativ-inhaltliche Auswertung der erhaltenen epigraphischen Zeugnisse zeigt, dass das Korpus keinesfalls als repräsentativ für die ursprünglichen, antiken Zustände gelten kann. Methodische Überlegungen spielen deshalb für eine Analyse der überlieferten epigraphischen Zeugnisse eine entscheidende Rolle. Mithilfe des sogenannten «epigraphic habit», der Feststellung sich wandelnder inschriftlicher Moden und Vorlieben, kann die im Zuge der Analyse attestierte, starke Überrepräsentation von Personen keltischer Herkunft in der Augster Epigraphik als mediales Phänomen erfasst, analysiert und erklärt werden.

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Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of History
Dewey Decimal Classification:900 History
Language:German
Date:2013
Deposited On:16 Dec 2013 12:22
Last Modified:05 Apr 2016 17:15
Publisher:Schwabe und Co. AG
ISSN:1018-5259
Additional Information:ISBN 978-3-7151-3034-7
Related URLs:http://www.schwabe.ch/schwabe-verlag/buecher/buchdetails/jahresberichte-aus-augst-und-kaiseraugst/jahresberichte-aus-augst-und-kaiseraugst-5414/?tt_products[begin_at]=16&cHash=f1018ca7d6d46dadcf9e2fd912f56eb9
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-86431

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