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Methoden der Feststellung von psychischen Tatsachen im Strafrecht


Haas, Henriette; Sutter, Linda (2013). Methoden der Feststellung von psychischen Tatsachen im Strafrecht. Aktuelle Juristische Praxis:1589-1599.

Abstract

Psychische und soziale Tatsachen erschliessen sich aus spontan produzierten Äusserungen von Befragten. Sie werden beim normalen Durchlesen von Akten oft übersehen. Mit den fünf Regeln des systematischen Beobachtens wird eine Tiefenbeschreibung und eine Verdichtung des Inhalts der relevanten Beweismittel durchgeführt, um Beziehungen, Rollen, Denken, Wissen und Wollen einer Person zu erheben. Dabei werden nach PEIRCE nicht bloss Indizien analyisiert, sondern auch Symbole und Ikonen.
Regel I: Schemata & Modelle hinzuziehen (z.B. Geschäftsbrief)
Regel II: Alle Zeichen in Form & Inhalt beobachten (z.B. Layout, Grammatik, Strichführung)
Regel III: Objekt in strukturelle Komponenten unterteilen (zB. alle Akteure inkl. Pronomina)
Regel IV: Widersprüche & Ungereimtheiten erfassen
Regel V: Fehlendes, das man erwarten würde (cf. Modelle)
Schliesslich kann die statistische Beweiskraft von Indizien für psycho-soziale Tatsachen manchmal anhand der Bayes’schen Regel abgeschätzt werden, genau gleich wie diejenige von Ergebnissen der naturwissenschaftlichen Kriminalistik.

Psychische und soziale Tatsachen erschliessen sich aus spontan produzierten Äusserungen von Befragten. Sie werden beim normalen Durchlesen von Akten oft übersehen. Mit den fünf Regeln des systematischen Beobachtens wird eine Tiefenbeschreibung und eine Verdichtung des Inhalts der relevanten Beweismittel durchgeführt, um Beziehungen, Rollen, Denken, Wissen und Wollen einer Person zu erheben. Dabei werden nach PEIRCE nicht bloss Indizien analyisiert, sondern auch Symbole und Ikonen.
Regel I: Schemata & Modelle hinzuziehen (z.B. Geschäftsbrief)
Regel II: Alle Zeichen in Form & Inhalt beobachten (z.B. Layout, Grammatik, Strichführung)
Regel III: Objekt in strukturelle Komponenten unterteilen (zB. alle Akteure inkl. Pronomina)
Regel IV: Widersprüche & Ungereimtheiten erfassen
Regel V: Fehlendes, das man erwarten würde (cf. Modelle)
Schliesslich kann die statistische Beweiskraft von Indizien für psycho-soziale Tatsachen manchmal anhand der Bayes’schen Regel abgeschätzt werden, genau gleich wie diejenige von Ergebnissen der naturwissenschaftlichen Kriminalistik.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:Psychische Tatsachen, Recht, Beweisführung, Forensik, psychosocial facts, law, proof, analyis
Language:German
Date:November 2013
Deposited On:11 Feb 2014 15:37
Last Modified:05 Apr 2016 17:32
Publisher:Dike Verlag
ISSN:1660-3362
Official URL:http://www.dike.ch/about-AJP
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/zbz/action/display.do?fn=display&vid=ZAD&doc=ebi01_prod000996501 (Library Catalogue)
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-90887

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