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Investigative Psychologie


Haas, Henriette (2013). Investigative Psychologie. Kriminalistik, (3):195-204.

Abstract

Investigative Psychologie unterstützt die Strafverfolgung mit taktischen Ratschlägen und Analysemethoden. Dazu gehört das Fokussieren der kriminalpolizeilichen Ressourcen auf Intensivtäter. Die Verwendung störenden Verhaltens während der Strafuntersuchung zum Sammeln von weiterem Beweismaterial, z. B. die Planung verdeckter Beweiserhebung für die Zeit unmittelbar nachdem ein Beschuldigter erfährt, dass ein Verfahren gegen ihn eröffnet wurde. Die Beachtung von Stärken und Schwächen von Beschuldigten resp. unbekannter Täterschaft: nicht nur Schwächen, sondern auch Intelligenz und berufliche Fähigkeiten lassen sich nur schwer verstecken. Eine möglichst wörtliche Protokollführung entspricht der Spurensicherung im Tatort „Kopf“, welche die rechtliche Verwertung der gemachten Aussagen im Bezug auf die Elemente subjektiver Schuld (Wissen und Wollen des begangenen Unrechts) ganz entscheidend verbessert. Die kognitive Überlastung beim Lügen bewirkt vielerlei Ungereimtheiten und Fehlleistungen in den Aussagen, diese sind für geschickte Folgefragen zu nutzen. Gewisse Täter lassen sich von ihrem Geltungsdrang verleiten, andere wiederum haben eine neuropsychologische Dysfunktion in der semantischen Sprachverarbeitung. Beides hinterlässt verräterische Spuren in den Aussagen, die ihre wahren Handlungen und Absichten preisgeben, man muss die Protokolle nur gründlich analysieren, um sie zu entdecken.

Investigative Psychologie unterstützt die Strafverfolgung mit taktischen Ratschlägen und Analysemethoden. Dazu gehört das Fokussieren der kriminalpolizeilichen Ressourcen auf Intensivtäter. Die Verwendung störenden Verhaltens während der Strafuntersuchung zum Sammeln von weiterem Beweismaterial, z. B. die Planung verdeckter Beweiserhebung für die Zeit unmittelbar nachdem ein Beschuldigter erfährt, dass ein Verfahren gegen ihn eröffnet wurde. Die Beachtung von Stärken und Schwächen von Beschuldigten resp. unbekannter Täterschaft: nicht nur Schwächen, sondern auch Intelligenz und berufliche Fähigkeiten lassen sich nur schwer verstecken. Eine möglichst wörtliche Protokollführung entspricht der Spurensicherung im Tatort „Kopf“, welche die rechtliche Verwertung der gemachten Aussagen im Bezug auf die Elemente subjektiver Schuld (Wissen und Wollen des begangenen Unrechts) ganz entscheidend verbessert. Die kognitive Überlastung beim Lügen bewirkt vielerlei Ungereimtheiten und Fehlleistungen in den Aussagen, diese sind für geschickte Folgefragen zu nutzen. Gewisse Täter lassen sich von ihrem Geltungsdrang verleiten, andere wiederum haben eine neuropsychologische Dysfunktion in der semantischen Sprachverarbeitung. Beides hinterlässt verräterische Spuren in den Aussagen, die ihre wahren Handlungen und Absichten preisgeben, man muss die Protokolle nur gründlich analysieren, um sie zu entdecken.

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Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Uncontrolled Keywords:Investigative Psychologie, Kogntive Ueberlastung, Lügen, Psychopathy
Language:German
Date:2013
Deposited On:11 Feb 2014 15:30
Last Modified:05 Apr 2016 17:33
Publisher:Krimialistik Verlag Hüthig
ISSN:0023-4699
Official URL:http://www.kriminalistik.de/
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-91005

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