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Die Entwicklung des Singens: Eine kritische Diskussion der Beschreibungs- und Erklärungsansätze


Stadler Elmer, Stefanie (1996). Die Entwicklung des Singens: Eine kritische Diskussion der Beschreibungs- und Erklärungsansätze. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 28(3):189-209.

Abstract

Aus der theoretischen Perspektive eines strukturgenetischen Konstruktivismus in der Tradition von Piaget wird eine Literaturuebersicht zur Singentwicklung gegeben. Nach einer Begriffsbestimmung von "Singen" werden sozial unterschiedlich genormte Kontexte fuer Singen unterschieden. Sodann dient diese Einteilung der ueberblicksmaessigen Darstellung von vorhandenen Studien. Diese Studien werden daraufhin analysiert, welche Aspekte fuer die musikalische Ontogenese als wichtig erachtet werden und welche expliziten oder impliziten theoretischen Vorstellungen damit einhergehen. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen: Intervallerwerbsabfolge-Theorie, sprachdominante Sequenztheorie und Melodiekonturtheorie. Aufgrund der Analyse und kritischen Diskussion des Forschungsstandes wird empfohlen, die musikalische Ontogenese nicht laenger bloss als Ansammlung von musikalischen Merkmalen zu konzipieren, welche durch das Musiksystem selbst und durch endogene Faktoren bedingt sein soll. Vielmehr wird vorgeschlagen, Musik verstaerkt als psychologischen Gegenstand im Sinne eines soziokulturell entstandenen Symbolsystems zu betrachten, das der Vermittlung von Bedeutungen, Emotionen und Stimmungen dient. Zudem wird ein Fortschritt darin gesehen, die gesellschaftliche Tradierung dieses kulturspezifischen Ausdrucksmittels und dabei den Erwerb durch das einzelne Individuum als ko-konstruktiven Prozess zu verstehen, in welchem musikalische Strukturen durch die aktive Partizipation an musikalisch bedeutungsvollen sozialen Interaktionen gebildet werden.

Aus der theoretischen Perspektive eines strukturgenetischen Konstruktivismus in der Tradition von Piaget wird eine Literaturuebersicht zur Singentwicklung gegeben. Nach einer Begriffsbestimmung von "Singen" werden sozial unterschiedlich genormte Kontexte fuer Singen unterschieden. Sodann dient diese Einteilung der ueberblicksmaessigen Darstellung von vorhandenen Studien. Diese Studien werden daraufhin analysiert, welche Aspekte fuer die musikalische Ontogenese als wichtig erachtet werden und welche expliziten oder impliziten theoretischen Vorstellungen damit einhergehen. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen: Intervallerwerbsabfolge-Theorie, sprachdominante Sequenztheorie und Melodiekonturtheorie. Aufgrund der Analyse und kritischen Diskussion des Forschungsstandes wird empfohlen, die musikalische Ontogenese nicht laenger bloss als Ansammlung von musikalischen Merkmalen zu konzipieren, welche durch das Musiksystem selbst und durch endogene Faktoren bedingt sein soll. Vielmehr wird vorgeschlagen, Musik verstaerkt als psychologischen Gegenstand im Sinne eines soziokulturell entstandenen Symbolsystems zu betrachten, das der Vermittlung von Bedeutungen, Emotionen und Stimmungen dient. Zudem wird ein Fortschritt darin gesehen, die gesellschaftliche Tradierung dieses kulturspezifischen Ausdrucksmittels und dabei den Erwerb durch das einzelne Individuum als ko-konstruktiven Prozess zu verstehen, in welchem musikalische Strukturen durch die aktive Partizipation an musikalisch bedeutungsvollen sozialen Interaktionen gebildet werden.

Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:1996
Deposited On:09 Apr 2014 16:43
Last Modified:05 Apr 2016 17:49
Publisher:Hogrefe & Huber
ISSN:0049-8637

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