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Wie gut erklären "enge" oder "weite" Rational-Choice-Version Verhaltensveränderungen? Ergebnisse einer experimentellen Interventionssstudie


Bamberg, Sebastian; Davidov, Eldad; Schmidt, Peter (2008). Wie gut erklären "enge" oder "weite" Rational-Choice-Version Verhaltensveränderungen? Ergebnisse einer experimentellen Interventionssstudie. In: Diekmann, Andreas; Eichner, Klaus; Schmidt, Peter; Voss, Thomas. Rational Choice: theoretische Analysen und empirische Resultate. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwissenschaften, 143-169.

Abstract

Wie läßt sich Verhaltensverändung empirisch erklären? Reicht es aus sich auf die Veränderung objektiver Restriktionen zu konzentrieren, wie von der engen Rational Choice Version angenommen? Ist es im gegensatz dazu erfolgversprechender die Veränderungen subjektiver Präferenzen und wahrgenommene Restriktionen zu untersuchen, wie von der weiten Rational Choice Variate angenommen? Im Rahmen einer experimentellen Evaluationsstudie untersucht unser Beitrag diese Frage empirisch. Dazu wird die Verhaltenswirksamkeit einer Intervention analysiert, die sich auf die Beseitigung von subjektiver Informations- und Motivationsdefizite bei Menschen konzentriert, die neu in eine Großstadt ziehen. Da durch diese Intervention keine objektiven Restriktionen verändert werden, sollte sie aus der Perspektive der engen RCT-Version wirkungslos sein. Die Ergebnisse unserer Evaluationsstudie stützen diese Annahme nicht: Nach dem Umzug zeigt sich in der Interventionsgruppe ein drastischer Anstieg der ÖV-Nutzung, während sich in der Kontrollgruppe die ÖV-Nutzung nicht signifikant verändert. Weitere Analysen zeigen, dass sich die offensichtliche Verhaltenswirksamkeit der Intervention besser durch Rückgriff auf subjektive motivationale Prozesse erklären läßt, wie von der weiten RCT-Version postuliert.

Wie läßt sich Verhaltensverändung empirisch erklären? Reicht es aus sich auf die Veränderung objektiver Restriktionen zu konzentrieren, wie von der engen Rational Choice Version angenommen? Ist es im gegensatz dazu erfolgversprechender die Veränderungen subjektiver Präferenzen und wahrgenommene Restriktionen zu untersuchen, wie von der weiten Rational Choice Variate angenommen? Im Rahmen einer experimentellen Evaluationsstudie untersucht unser Beitrag diese Frage empirisch. Dazu wird die Verhaltenswirksamkeit einer Intervention analysiert, die sich auf die Beseitigung von subjektiver Informations- und Motivationsdefizite bei Menschen konzentriert, die neu in eine Großstadt ziehen. Da durch diese Intervention keine objektiven Restriktionen verändert werden, sollte sie aus der Perspektive der engen RCT-Version wirkungslos sein. Die Ergebnisse unserer Evaluationsstudie stützen diese Annahme nicht: Nach dem Umzug zeigt sich in der Interventionsgruppe ein drastischer Anstieg der ÖV-Nutzung, während sich in der Kontrollgruppe die ÖV-Nutzung nicht signifikant verändert. Weitere Analysen zeigen, dass sich die offensichtliche Verhaltenswirksamkeit der Intervention besser durch Rückgriff auf subjektive motivationale Prozesse erklären läßt, wie von der weiten RCT-Version postuliert.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:2008
Deposited On:29 Apr 2014 12:58
Last Modified:05 Apr 2016 17:49
Publisher:VS Verl. für Sozialwissenschaften
ISBN:978-3-531-15545-6
Official URL:http://www.springer.com/springer+vs/soziologie/book/978-3-531-15545-6
Related URLs:http://www.recherche-portal.ch/zbz/action/display.do?fn=display&vid=ZAD&doc=ebi01_prod009853270 (Library Catalogue)
Permanent URL: https://doi.org/10.5167/uzh-95235

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