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Schreibpraktiken und Schriftwissen in südgermanischen Runeninschriften. Zur Funktionalität epigraphischer Schriftverwendung


Waldispühl, Michelle (2013). Schreibpraktiken und Schriftwissen in südgermanischen Runeninschriften. Zur Funktionalität epigraphischer Schriftverwendung. Zürich: Chronos.

Abstract

Südgermanische Runeninschriften befinden sich auf mobilen Gegenständen wie Fibeln oder Waffen und datieren vorwiegend aus dem 6. Jahrhundert. Unter den Inschriften gibt es auffällig viele ohne sprachliche Botschaft: die Runenschrift wurde lediglich imitiert. Welche Botschaft sollte mit ihnen vermittelt werden? Wie sind sie im damaligen Schriftverständnis zu verorten?
Die vorliegende Studie beleuchtet die Funktionalität runenepigraphischer Schrift im Kontext sozialen Handelns, insbesondere im Zusammenhang mit den Trägerobjekten, unter Berücksichtigung der Techniken der Schriftanbringung, der visuellen Ausprägung von Schrift und interaktiv-­kommunikativer Bedingungen.
Es zeigt sich, dass das sprachliche wie auch das visuelle Potential von «Schrift» in der südgermanischen Runen­kultur selten isoliert vom Trägerobjekt funktioniert, weshalb Inschriften ohne sprachliche Botschaft in Teilen genauso aussagekräftig sein konnten wie solche mit.
Diese mit umfassendem Bildteil versehene Arbeit bietet zusätzlich eine Systematisierung der runologischen Methodik zur schreibtechnischen, graphematischen und kontex­tuellen Untersuchung der Inschriften.

Südgermanische Runeninschriften befinden sich auf mobilen Gegenständen wie Fibeln oder Waffen und datieren vorwiegend aus dem 6. Jahrhundert. Unter den Inschriften gibt es auffällig viele ohne sprachliche Botschaft: die Runenschrift wurde lediglich imitiert. Welche Botschaft sollte mit ihnen vermittelt werden? Wie sind sie im damaligen Schriftverständnis zu verorten?
Die vorliegende Studie beleuchtet die Funktionalität runenepigraphischer Schrift im Kontext sozialen Handelns, insbesondere im Zusammenhang mit den Trägerobjekten, unter Berücksichtigung der Techniken der Schriftanbringung, der visuellen Ausprägung von Schrift und interaktiv-­kommunikativer Bedingungen.
Es zeigt sich, dass das sprachliche wie auch das visuelle Potential von «Schrift» in der südgermanischen Runen­kultur selten isoliert vom Trägerobjekt funktioniert, weshalb Inschriften ohne sprachliche Botschaft in Teilen genauso aussagekräftig sein konnten wie solche mit.
Diese mit umfassendem Bildteil versehene Arbeit bietet zusätzlich eine Systematisierung der runologischen Methodik zur schreibtechnischen, graphematischen und kontex­tuellen Untersuchung der Inschriften.

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Item Type:Monograph
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of German Studies
Dewey Decimal Classification:430 German & related languages
Language:German
Date:2013
Deposited On:30 Apr 2014 14:33
Last Modified:05 Apr 2016 17:50
Publisher:Chronos
Series Name:Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen
Volume:26
Number of Pages:408
ISBN:978-3-0340-1026-9

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