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Einsatz von Fluoriden in der Prävention von dentalen Erosionen


Wiegand, Annette; Attin, Thomas (2010). Einsatz von Fluoriden in der Prävention von dentalen Erosionen. Oralprophylaxe und Kinderzahnheilkunde, 32:28-32.

Abstract

Dentale Erosionen werden durch den chronischen Kontakt mit extrinsischen oder intrinsischen Säuren mit niedrigem pH-Wert oder hoher Säurekapazität hervorgerufen. Der erosive Zahnhartsubstanzverlust ist ein Oberflächenphänomen, bei dem eine partiell demineralisierte und wenig abrasionsstabile Schicht auf der Zahnoberfläche zurückbleibt. Histologisch unterscheiden sich Erosionen somit charakteristisch von kariösen Läsionen, so dass der Einsatz von Fluoriden weniger auf eine Remineralisation der schmalen demineralisierten Oberflächenschicht zielt als vielmehr auf die Bildung einer Schutzschicht gegen den Säureangriff. Die Wirkung von konventionellen Fluoriden, wie Aminfluorid und Natriumfluorid, ist auf die Bildung von CaF2-Präzipitaten zurückzuführen, die einerseits eine mechanische Schutzschicht gegenüber dem Säureangriff darstellen und andererseits ein Mineralreservoir bilden, welches Protonen abfangen und puffern kann. Die Stabilität und Dicke der CaF2-Schutzschicht steigt mit zunehmender Konzentration und Applikationsdauer der Fluorid-Präparate, so dass eine sog. „Intensivfluoridierung“ die Entstehung von Erosionen wahrscheinlich am wirksamsten reduziert. Neuere Untersuchungen fokussieren auf Fluoridverbindungen mit polyvalenten Metallionen (z. B. Zinnfluorid oder Titantetrafluorid), die auf der Zahnoberfläche eine metallhaltige und wahrscheinlich sehr säurestabile Oberflächenschicht bilden. In weiteren Studien muss überprüft werden, ob diese Fluoridverbindungen auch unter klinischen Bedingungen wirksamer sind als konventionelle Fluoridpräparate.

Abstract

Dentale Erosionen werden durch den chronischen Kontakt mit extrinsischen oder intrinsischen Säuren mit niedrigem pH-Wert oder hoher Säurekapazität hervorgerufen. Der erosive Zahnhartsubstanzverlust ist ein Oberflächenphänomen, bei dem eine partiell demineralisierte und wenig abrasionsstabile Schicht auf der Zahnoberfläche zurückbleibt. Histologisch unterscheiden sich Erosionen somit charakteristisch von kariösen Läsionen, so dass der Einsatz von Fluoriden weniger auf eine Remineralisation der schmalen demineralisierten Oberflächenschicht zielt als vielmehr auf die Bildung einer Schutzschicht gegen den Säureangriff. Die Wirkung von konventionellen Fluoriden, wie Aminfluorid und Natriumfluorid, ist auf die Bildung von CaF2-Präzipitaten zurückzuführen, die einerseits eine mechanische Schutzschicht gegenüber dem Säureangriff darstellen und andererseits ein Mineralreservoir bilden, welches Protonen abfangen und puffern kann. Die Stabilität und Dicke der CaF2-Schutzschicht steigt mit zunehmender Konzentration und Applikationsdauer der Fluorid-Präparate, so dass eine sog. „Intensivfluoridierung“ die Entstehung von Erosionen wahrscheinlich am wirksamsten reduziert. Neuere Untersuchungen fokussieren auf Fluoridverbindungen mit polyvalenten Metallionen (z. B. Zinnfluorid oder Titantetrafluorid), die auf der Zahnoberfläche eine metallhaltige und wahrscheinlich sehr säurestabile Oberflächenschicht bilden. In weiteren Studien muss überprüft werden, ob diese Fluoridverbindungen auch unter klinischen Bedingungen wirksamer sind als konventionelle Fluoridpräparate.

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Other titles:Efficacy of fluorides to prevent dental erosion
Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Center for Dental Medicine > Clinic for Preventive Dentistry, Periodontology and Cariology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:English, German
Date:2010
Deposited On:29 Oct 2014 14:17
Last Modified:05 Apr 2016 18:27
Publisher:Deutscher Ärzte-Verlag
ISSN:1614-2217
Publisher DOI:https://doi.org/10.3238/OPKZH.2010.0028

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