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Die Übergangsphase von der Primarschule ins Gymnasium aus Elternsicht: eine qualitative Studie zur elterlichen Bildungsbeteiligung


Vasarik Staub, Katriina (2015). Die Übergangsphase von der Primarschule ins Gymnasium aus Elternsicht: eine qualitative Studie zur elterlichen Bildungsbeteiligung. Wiesbaden: Springer VS.

Abstract

Stehen Kinder vor dem Übertritt ins Gymnasium, wird die Schule zu einer Belastung für die Eltern. Die vorliegende Studie untersucht die Perspektive auf die Bildungsbeteiligung dieser Eltern, deren Kinder in der Übergangsphase zwischen der Primarschule und dem Gymnasium sind. Aus der jüngeren Forschung geht hervor, dass Eltern die Bildungsverläufe von Kindern bedeutend prägen. In diesem Kontext liefern zahlreiche Studien Daten dazu, wie der familiale Hintergrund die fachlichen
und sozialen Kompetenzen, Schulleistungen und Schulübergänge der Jugendlichen beeinflusst. Es ist auch bekannt, dass Schülerinnen und Schüler aus Familien mit mehr Ressourcen des Öfteren zu höheren Bildungsabschlüssen gelangen. Gründe dafür sind unter anderem der Wunsch nach Erhalt des sozialen Status sowie eine bessere Unterstützung und Vorbereitung auf Schulübergänge. Im Licht dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse ist aber zu fragen, wie die Eltern selbst ihre Bildungsbeteiligung wahrnehmen und welche
Erfahrungen sie mit dem Schulübergang machen. Die vorliegende Studie soll zur Schliessung dieser Lücke beitragen.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die subjektiven Ansichten und Einstellungen der Eltern in der Phase des Übergangs aus der Primarschule in die gymnasial vorbereitenden Schulen der Sekundarstufe I zu untersuchen.
Die für die Studie durchgeführten 28 problemzentrierten
Interviews ergaben eine Breite von Themen, welche die befragten Mütter und Väter der 11- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler beschäftigt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Beteiligung der Eltern an der Bildung ihrer Kinder in der Übergangsphase mit einer hohen Belastung einhergeht. Die befragten Eltern fühlen sich verantwortlich, ihre Kinder selbst zu bilden und ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen bewusst zu entwickeln. Sie beschreiben einen eigenen Leistungsdruck und eine viel weiter gehende Beteiligung an der Bildung ihrer Kinder, als dies aus früheren Studien bekannt ist.
Alle befragten Eltern wünschen ihren Kindern eine erfolgreiche Zukunft mit möglichst vielen offenen Wegen zur Berufswahl oder zum Studium. Dass dies aber mit hohen Leistungsanforderungen verbunden ist, spüren die Eltern bereits zu einem Zeitpunkt, in dem es noch ein oder zwei Jahre bis zum erwünschten Übertritt ins Gymnasium dauert.

Abstract

Stehen Kinder vor dem Übertritt ins Gymnasium, wird die Schule zu einer Belastung für die Eltern. Die vorliegende Studie untersucht die Perspektive auf die Bildungsbeteiligung dieser Eltern, deren Kinder in der Übergangsphase zwischen der Primarschule und dem Gymnasium sind. Aus der jüngeren Forschung geht hervor, dass Eltern die Bildungsverläufe von Kindern bedeutend prägen. In diesem Kontext liefern zahlreiche Studien Daten dazu, wie der familiale Hintergrund die fachlichen
und sozialen Kompetenzen, Schulleistungen und Schulübergänge der Jugendlichen beeinflusst. Es ist auch bekannt, dass Schülerinnen und Schüler aus Familien mit mehr Ressourcen des Öfteren zu höheren Bildungsabschlüssen gelangen. Gründe dafür sind unter anderem der Wunsch nach Erhalt des sozialen Status sowie eine bessere Unterstützung und Vorbereitung auf Schulübergänge. Im Licht dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse ist aber zu fragen, wie die Eltern selbst ihre Bildungsbeteiligung wahrnehmen und welche
Erfahrungen sie mit dem Schulübergang machen. Die vorliegende Studie soll zur Schliessung dieser Lücke beitragen.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die subjektiven Ansichten und Einstellungen der Eltern in der Phase des Übergangs aus der Primarschule in die gymnasial vorbereitenden Schulen der Sekundarstufe I zu untersuchen.
Die für die Studie durchgeführten 28 problemzentrierten
Interviews ergaben eine Breite von Themen, welche die befragten Mütter und Väter der 11- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler beschäftigt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Beteiligung der Eltern an der Bildung ihrer Kinder in der Übergangsphase mit einer hohen Belastung einhergeht. Die befragten Eltern fühlen sich verantwortlich, ihre Kinder selbst zu bilden und ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen bewusst zu entwickeln. Sie beschreiben einen eigenen Leistungsdruck und eine viel weiter gehende Beteiligung an der Bildung ihrer Kinder, als dies aus früheren Studien bekannt ist.
Alle befragten Eltern wünschen ihren Kindern eine erfolgreiche Zukunft mit möglichst vielen offenen Wegen zur Berufswahl oder zum Studium. Dass dies aber mit hohen Leistungsanforderungen verbunden ist, spüren die Eltern bereits zu einem Zeitpunkt, in dem es noch ein oder zwei Jahre bis zum erwünschten Übertritt ins Gymnasium dauert.

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Item Type:Monograph
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2015
Deposited On:11 Jan 2015 14:39
Last Modified:05 Apr 2016 18:48
Publisher:Springer VS
Number of Pages:256
ISBN:978-3-658-06493-8
Additional Information:Diss. Univ. Zürich, 2013. - Ref.: Jürgen Oelkers ; Korref.: Catrin Heite
Official URL:http://www.springer.com/springer+vs/soziologie/bildungssoziologie/book/978-3-658-06493-8
Related URLs:http://www.springer.com/de/ (Publisher)

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