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Abdominale Tuberkulose


Wolfensberger, A; Huber, M; Choschzick, M; Mueller, N J (2014). Abdominale Tuberkulose. Der Gastroenterologe, 9(4):372-377.

Abstract

Die Tuberkulose (Tbc) zählt immer noch zu den 15 häufigsten Todesursachen weltweit. Die pulmonale Tbc stellt die klassische Manifestation dar, während die abdominale Tbc etwas aus dem Blickfeld verschwunden ist. Eine Tbc kann sich im ganzen Gastrointestinaltrakt (am häufigsten in der Ileozökalregion), im Peritoneum, in den abdominalen Lymphknoten oder in jedem soliden Organ des Abdomens manifestieren. Als „Chamäleon“ kann sie u. a. eine Neoplasie oder eine entzündliche Darmerkrankung imitieren. Klinisch zeigen sich unspezifische Symptome (Fieber, Gewichtsverlust, Schmerzen) oder auch gastrointestinale Blutungen, Perforationen, Obstruktionen oder Aszites, jeweils abhängig vom Ort des Befalls. Die Diagnosesicherung erfolgt meist aus einer Gewebebiopsie oder gelegentlich mit einer Feinnadelpunktion mittels Nachweis von Mycobacterium tuberculosis in Kultur oder PCR. Die Therapie besteht in der Regel aus einer initialen Vierertherapie mit Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol, die bei Abwesenheit von Resistenzen auf eine zweimonatige Behandlung mit Isoniazid, Rifampicin und Pyrazinamid reduziert werden kann, gefolgt von 4 Monaten Isoniazid und Rifampicin. Die Patienten müssen während der Therapie wegen medikamentösen Interaktionen und Nebenwirkungen sowie der Möglichkeit eines Immunrekonstitutionssyndroms eng begleitet werden. Zwingend ist in jedem Fall der Ausschluss einer offenen pulmonalen Tbc, da sich daraus krankenhaushygienische und epidemiologische Konsequenzen ergeben.

Abstract

Die Tuberkulose (Tbc) zählt immer noch zu den 15 häufigsten Todesursachen weltweit. Die pulmonale Tbc stellt die klassische Manifestation dar, während die abdominale Tbc etwas aus dem Blickfeld verschwunden ist. Eine Tbc kann sich im ganzen Gastrointestinaltrakt (am häufigsten in der Ileozökalregion), im Peritoneum, in den abdominalen Lymphknoten oder in jedem soliden Organ des Abdomens manifestieren. Als „Chamäleon“ kann sie u. a. eine Neoplasie oder eine entzündliche Darmerkrankung imitieren. Klinisch zeigen sich unspezifische Symptome (Fieber, Gewichtsverlust, Schmerzen) oder auch gastrointestinale Blutungen, Perforationen, Obstruktionen oder Aszites, jeweils abhängig vom Ort des Befalls. Die Diagnosesicherung erfolgt meist aus einer Gewebebiopsie oder gelegentlich mit einer Feinnadelpunktion mittels Nachweis von Mycobacterium tuberculosis in Kultur oder PCR. Die Therapie besteht in der Regel aus einer initialen Vierertherapie mit Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid und Ethambutol, die bei Abwesenheit von Resistenzen auf eine zweimonatige Behandlung mit Isoniazid, Rifampicin und Pyrazinamid reduziert werden kann, gefolgt von 4 Monaten Isoniazid und Rifampicin. Die Patienten müssen während der Therapie wegen medikamentösen Interaktionen und Nebenwirkungen sowie der Möglichkeit eines Immunrekonstitutionssyndroms eng begleitet werden. Zwingend ist in jedem Fall der Ausschluss einer offenen pulmonalen Tbc, da sich daraus krankenhaushygienische und epidemiologische Konsequenzen ergeben.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Infectious Diseases
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2014
Deposited On:23 Jan 2015 13:43
Last Modified:05 Apr 2016 18:56
Publisher:Springer Medizin Verlag
ISSN:1861-9681
Additional Information:The final publication is available at Springer via http://dx.doi.org/10.1007/s11377-014-0904-5
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s11377-014-0904-5

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