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Psycho- und soziotherapeutische Interventionen bei bipolaren affektiven Störungen: Review


Vetter, Johannes; Bohleber, Laura; Böker, Heinz (2014). Psycho- und soziotherapeutische Interventionen bei bipolaren affektiven Störungen: Review. Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie, 62(4):265-272.

Abstract

Die Wirksamkeit stimmungsstabilisierender Medikation in der phasenprophylaktischen Behandlung bei bipolaren Störungen ist belegt. Dennoch leiden Patienten vielfach unter Rezidiven und Residualsymptomen, die Medikamenten-Adhärenz ist oftmals nicht ausreichend, ein chronischer Krankheitsverlauf mit zunehmendem Verlust des psychosozialen Funktionsniveaus tritt häufig ein. In einem multimodalen Behandlungsansatz haben psycho- und soziotherapeutische Interventionen verstärkt an Bedeutung gewonnen. Als evidenzbasierte Verfahren stehen die psychoedukative Therapie, das Intensive Clinical Management (ICM), die Interpersonelle und Soziale Rhythmustherapie (IPSRT), die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), die Familienfokussierte Therapie (FFT) sowie die psychodynamisch orientierte Psychotherapie zur Verfügung. Die aktuellen S3-Leitlinien zur Behandlung bipolarer Störungen empfehlen interaktive Gruppenpsychoedukation, KVT und FFT für die Phasenprophylaxe. Zur Unterstützung der Rezidivprophylaxe manischer und depressiver Episoden ist Psychoedukation indiziert. Zur Rückfallverhinderung nach depressiven Episoden werden KVT und FFT empfohlen. Zukünftige Fragestellungen sind differentialdiagnostische Zuordnungen von Patientensubgruppen zu den unterschiedlichen Verfahren und zugrundeliegende Wirkmechanismen. Inhalte, aktuelle Entwicklungen und empirische Befunde zu den verschiedenen psycho- und soziotherapeutischen Interventionen werden in diesem Review aufgezeigt.

Abstract

Die Wirksamkeit stimmungsstabilisierender Medikation in der phasenprophylaktischen Behandlung bei bipolaren Störungen ist belegt. Dennoch leiden Patienten vielfach unter Rezidiven und Residualsymptomen, die Medikamenten-Adhärenz ist oftmals nicht ausreichend, ein chronischer Krankheitsverlauf mit zunehmendem Verlust des psychosozialen Funktionsniveaus tritt häufig ein. In einem multimodalen Behandlungsansatz haben psycho- und soziotherapeutische Interventionen verstärkt an Bedeutung gewonnen. Als evidenzbasierte Verfahren stehen die psychoedukative Therapie, das Intensive Clinical Management (ICM), die Interpersonelle und Soziale Rhythmustherapie (IPSRT), die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), die Familienfokussierte Therapie (FFT) sowie die psychodynamisch orientierte Psychotherapie zur Verfügung. Die aktuellen S3-Leitlinien zur Behandlung bipolarer Störungen empfehlen interaktive Gruppenpsychoedukation, KVT und FFT für die Phasenprophylaxe. Zur Unterstützung der Rezidivprophylaxe manischer und depressiver Episoden ist Psychoedukation indiziert. Zur Rückfallverhinderung nach depressiven Episoden werden KVT und FFT empfohlen. Zukünftige Fragestellungen sind differentialdiagnostische Zuordnungen von Patientensubgruppen zu den unterschiedlichen Verfahren und zugrundeliegende Wirkmechanismen. Inhalte, aktuelle Entwicklungen und empirische Befunde zu den verschiedenen psycho- und soziotherapeutischen Interventionen werden in diesem Review aufgezeigt.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Psychiatric University Hospital Zurich > Clinic for Psychiatry, Psychotherapy, and Psychosomatics
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2014
Deposited On:06 Mar 2015 16:47
Last Modified:05 Apr 2016 19:09
Publisher:Hans Huber
ISSN:1661-4747
Publisher DOI:https://doi.org/10.1024/1661-4747/a000206

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