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Versorgung Zwangserkrankter mit kognitiver Verhaltenstherapie als Behandlungsmethode erster Wahl


Voderholzer, Ulrich; Schlegl, Sandra; Diedrich, Alice; Külz, Anne Katrin; Thiel, Nicola; Hertenstein, Elisabeth; Schwartz, Caroline; Rufer, Michael; Herbst, Nirmal; Nissen, Christoph; Hillebrand, Thomas; Osen, Bernhard; Stengler, Katarina; Jelinek, Lena; Moritz, Steffen (2015). Versorgung Zwangserkrankter mit kognitiver Verhaltenstherapie als Behandlungsmethode erster Wahl. Verhaltenstherapie, 25(3):183-190.

Abstract

Hintergrund: Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsverhinderung stellt die Behandlungsmethode erster Wahl für Patienten mit Zwangsstörung dar. Ziel der vorliegenden Studie war die Bestimmung des Anteils an Patienten mit einer Zwangsstörung, die in Deutschland eine KVT mit Exposition und Reaktionsverhinderung erhalten.
Methode: Hierzu wurden die Daten aus einer Befragung zur Behandlungsvorgeschichte einer Stichprobe von 369 Patienten mit einer Zwangsstörung nach ICD-10 analysiert. Ergebnisse: Insgesamt berichteten 60% der Patienten, in ihrer Behandlungsvorgeschichte mindestens einmal eine KVT mit Expositionsübungen erhalten zu haben. Bei 37% war dies die erste Behandlung. 46% gaben an, mindestens einmal eine KVT mit therapeutenbegleiteten Expositionsübungen erhalten zu haben. Durchschnittlich vergingen 6 Jahre zwischen Beginn der Zwangsstörung und Beginn der ersten Behandlung.
Schlussfolgerungen: Zwei Fünftel der Patienten unserer Stichprobe berichteten, dass sie noch nie eine KVT mit Exposition und Reaktionsverhinderung erhalten hatten, obwohl es sich dabei um die Methode erster Wahl bei Zwangsstörungen handelt. Wir diskutieren potenzielle Hürden aufseiten der Patienten, Ärzte und Therapeuten sowie Maßnahmen, die zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen könnten.

Abstract

Hintergrund: Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Exposition und Reaktionsverhinderung stellt die Behandlungsmethode erster Wahl für Patienten mit Zwangsstörung dar. Ziel der vorliegenden Studie war die Bestimmung des Anteils an Patienten mit einer Zwangsstörung, die in Deutschland eine KVT mit Exposition und Reaktionsverhinderung erhalten.
Methode: Hierzu wurden die Daten aus einer Befragung zur Behandlungsvorgeschichte einer Stichprobe von 369 Patienten mit einer Zwangsstörung nach ICD-10 analysiert. Ergebnisse: Insgesamt berichteten 60% der Patienten, in ihrer Behandlungsvorgeschichte mindestens einmal eine KVT mit Expositionsübungen erhalten zu haben. Bei 37% war dies die erste Behandlung. 46% gaben an, mindestens einmal eine KVT mit therapeutenbegleiteten Expositionsübungen erhalten zu haben. Durchschnittlich vergingen 6 Jahre zwischen Beginn der Zwangsstörung und Beginn der ersten Behandlung.
Schlussfolgerungen: Zwei Fünftel der Patienten unserer Stichprobe berichteten, dass sie noch nie eine KVT mit Exposition und Reaktionsverhinderung erhalten hatten, obwohl es sich dabei um die Methode erster Wahl bei Zwangsstörungen handelt. Wir diskutieren potenzielle Hürden aufseiten der Patienten, Ärzte und Therapeuten sowie Maßnahmen, die zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen könnten.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Uncontrolled Keywords:Obsessive-compulsive disorder; Supply and distribution; Germany; Exposure therapy; Cognitive behavioural therapy
Language:English
Date:2015
Deposited On:14 Oct 2015 08:26
Last Modified:08 Dec 2017 14:15
Publisher:Karger
ISSN:1016-6262
Publisher DOI:https://doi.org/10.1159/000438717

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