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Vertrauen


Vertrauen. Edited by: Baer, Josette; Rother, Wolfgang (2015). Basel: Schwabe.

Abstract

Vertrauen ist gut. Denn es ist die Grundbedingung menschlichen Zusammenlebens – in persönlichen, sozialen, beruflichen und geschäftlichen B eziehungen. Freundschaft und Familie, Gesellschaft und Staat, Politik, Handel u nd Wirtschaft sind essentiell auf Vertrauen angewiesen. Dagegen glaubt die Spruchweisheit aus schlechter Erfahrung enttäuschten Vertrauens zu wissen, dass Kontrolle, also Misstrauen besser sei. Ist es wirklich besser, anderen zunächst einmal zu misstrauen und selbst auf Schritt und Tritt kontrolliert zu werden? Der Staat, der die Bürger kontrolliert, ist despotisch; wo Vorgesetzte ihren Mitarbeitenden misstrauen, demotivieren sie sie; und wenn die Ehefrau ihren Mann kontrolliert, ist die Ehe längst zerbrochen. Vertrauen entlastet. Religiöse Menschen vertrauen ihrem Gott. Weil wir nicht alles wissen und nicht alles können, vertrauen wir dem Wissen und Können anderer: Wir vertrauen den Experten – Patienten vertrauen ihren Ärzten, Zugreisende dem Lokomotivführer, Bauherren den Architekten und Handwerkern. Wir vertrauen der Wissenschaft und Technik, wir vertrauen Maschinen und Computern.
Inhalt
– Wolfgang Rother: Vertrauen als Existenzial.Einige vorläufige Notizen
– Matthias Neugebauer: (Erschüttertes) Gottvertrauen? Von der Alltäglichkeit und Unalltäglichkeit eines religiösen Grundphänomens
– Dominique Kuenzle: Weiß er, wovon er spricht? Vertrauen in das Wissen anderer
– Ulrike Zeuch: «… aber die Dichter lügen zu viel.» Zum Vertrauen in die Wahrheit der Literatur
– Michael Andermatt: Letales Glück. Vertrauen in den deutschen Idealismus. Gottfried Kellers Roman Der grüne Heinrich (1. Fassung 1854/55)
– Clemens H. Cap: Kann man einem Computer vertrauen?
– Michael Hässig: Kennen Tiere Vertrauen?
– Iris Ritzmann: Vertrauen als Mittel zur Patientenbindung. Historische Blicke auf eine ärztliche Strategie
– Kyrill Schwegler und Eli Alon: Vertrauen in der Arzt-Patienten-Beziehung
– Josette Baer: Vertrauen ist nichts, Macht ist alles. Gustáv Husák – Versuch eines politischen Psychogramms
– Peter Seele und Chr. Lucas Zapf: Blinder Glaube, berechnendes Vertrauen. Funktionen metaphysischer Zushreibungen zum Markt
- André C. Wohlgemuth: Vertrauensverlust in der Wirtschaft?

Abstract

Vertrauen ist gut. Denn es ist die Grundbedingung menschlichen Zusammenlebens – in persönlichen, sozialen, beruflichen und geschäftlichen B eziehungen. Freundschaft und Familie, Gesellschaft und Staat, Politik, Handel u nd Wirtschaft sind essentiell auf Vertrauen angewiesen. Dagegen glaubt die Spruchweisheit aus schlechter Erfahrung enttäuschten Vertrauens zu wissen, dass Kontrolle, also Misstrauen besser sei. Ist es wirklich besser, anderen zunächst einmal zu misstrauen und selbst auf Schritt und Tritt kontrolliert zu werden? Der Staat, der die Bürger kontrolliert, ist despotisch; wo Vorgesetzte ihren Mitarbeitenden misstrauen, demotivieren sie sie; und wenn die Ehefrau ihren Mann kontrolliert, ist die Ehe längst zerbrochen. Vertrauen entlastet. Religiöse Menschen vertrauen ihrem Gott. Weil wir nicht alles wissen und nicht alles können, vertrauen wir dem Wissen und Können anderer: Wir vertrauen den Experten – Patienten vertrauen ihren Ärzten, Zugreisende dem Lokomotivführer, Bauherren den Architekten und Handwerkern. Wir vertrauen der Wissenschaft und Technik, wir vertrauen Maschinen und Computern.
Inhalt
– Wolfgang Rother: Vertrauen als Existenzial.Einige vorläufige Notizen
– Matthias Neugebauer: (Erschüttertes) Gottvertrauen? Von der Alltäglichkeit und Unalltäglichkeit eines religiösen Grundphänomens
– Dominique Kuenzle: Weiß er, wovon er spricht? Vertrauen in das Wissen anderer
– Ulrike Zeuch: «… aber die Dichter lügen zu viel.» Zum Vertrauen in die Wahrheit der Literatur
– Michael Andermatt: Letales Glück. Vertrauen in den deutschen Idealismus. Gottfried Kellers Roman Der grüne Heinrich (1. Fassung 1854/55)
– Clemens H. Cap: Kann man einem Computer vertrauen?
– Michael Hässig: Kennen Tiere Vertrauen?
– Iris Ritzmann: Vertrauen als Mittel zur Patientenbindung. Historische Blicke auf eine ärztliche Strategie
– Kyrill Schwegler und Eli Alon: Vertrauen in der Arzt-Patienten-Beziehung
– Josette Baer: Vertrauen ist nichts, Macht ist alles. Gustáv Husák – Versuch eines politischen Psychogramms
– Peter Seele und Chr. Lucas Zapf: Blinder Glaube, berechnendes Vertrauen. Funktionen metaphysischer Zushreibungen zum Markt
- André C. Wohlgemuth: Vertrauensverlust in der Wirtschaft?

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Item Type:Edited Scientific Work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Philosophy
Dewey Decimal Classification:100 Philosophy
Language:German
Date:2015
Deposited On:22 Oct 2015 14:56
Last Modified:05 Apr 2016 19:28
Publisher:Schwabe
ISBN:978-3-7965-3451-5

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