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Umbrosa lux: Obscuritas in der lateinischen Epistolographie der Spätantike


Schwitter, Raphael. Umbrosa lux: Obscuritas in der lateinischen Epistolographie der Spätantike. 2015, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die Spätantike ist eine Epoche vielgestaltiger Umbrüche und Neuansätze. Diese lassen sich in der Literatur in gleicher Weise ablesen, wie sie Auskunft darüber gibt. Raphael Schwitter richtet ein Schlaglicht auf die Briefliteratur dieser Zeit und nimmt erstmals die von der älteren Forschung als Dekadenzphänomen gewertete Verdunkelung des sprachlichen Ausdrucks (obscuritas) als intendiertes epochenspezifisches Stilphänomen in den Blick. Er geht – auch im Vergleich mit anderen Gattungen – den soziokulturellen Ursachen, den politischen Motiven und den literaturästhetischen Paradigmen nach, die Autoren wie Sidonius Apollinaris (430/31–480/90 n. Chr.), Alcimus Ecdicius Avitus (Bf. von Vienne 494–518 n. Chr.) oder Magnus Felix Ennodius (473/74–521 n. Chr.) den Bruch mit den Stilprinzipien der klassischen Briefliteratur und den rhetorischen Lehrvorstellungen suchen liessen. Ausserdem nimmt der Autor mit der Grammatik, der Rhetorik und der Bibelhermeneutik die drei Diskursbereiche in den Blick, in denen dunkle Sprache traditionell relevant war. Dabei werden für die wissenschaftliche Erforschung der antiken und spätantiken Epistolographie methodologisch neue Wege beschritten.

Abstract

Die Spätantike ist eine Epoche vielgestaltiger Umbrüche und Neuansätze. Diese lassen sich in der Literatur in gleicher Weise ablesen, wie sie Auskunft darüber gibt. Raphael Schwitter richtet ein Schlaglicht auf die Briefliteratur dieser Zeit und nimmt erstmals die von der älteren Forschung als Dekadenzphänomen gewertete Verdunkelung des sprachlichen Ausdrucks (obscuritas) als intendiertes epochenspezifisches Stilphänomen in den Blick. Er geht – auch im Vergleich mit anderen Gattungen – den soziokulturellen Ursachen, den politischen Motiven und den literaturästhetischen Paradigmen nach, die Autoren wie Sidonius Apollinaris (430/31–480/90 n. Chr.), Alcimus Ecdicius Avitus (Bf. von Vienne 494–518 n. Chr.) oder Magnus Felix Ennodius (473/74–521 n. Chr.) den Bruch mit den Stilprinzipien der klassischen Briefliteratur und den rhetorischen Lehrvorstellungen suchen liessen. Ausserdem nimmt der Autor mit der Grammatik, der Rhetorik und der Bibelhermeneutik die drei Diskursbereiche in den Blick, in denen dunkle Sprache traditionell relevant war. Dabei werden für die wissenschaftliche Erforschung der antiken und spätantiken Epistolographie methodologisch neue Wege beschritten.

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Item Type:Dissertation
Referees:Eigler Ulrich, Cardelle de Hartmann Carmen
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Greek and Latin Philology
Dewey Decimal Classification:470 Latin & Italic languages
480 Classical & modern Greek languages
Language:German
Date:2015
Deposited On:15 Dec 2015 11:25
Last Modified:14 Feb 2018 10:09
Number of Pages:350
ISBN:978-3-515-10989-5
OA Status:Closed
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/ZAD:default_scope:ebi01_prod010427671 (Library Catalogue)

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