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Veränderungen in der gruppenspezifischen Nutzung von ganztägigen Schulangeboten - Längsschnittanalysen für den Primarbereich


Marcus, Jan; Nemitz, Janina; Spieß, C Katharina (2016). Veränderungen in der gruppenspezifischen Nutzung von ganztägigen Schulangeboten - Längsschnittanalysen für den Primarbereich. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 19(2):415-442.

Abstract

Seit Beginn des Bundes-Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) im Jahr 2003 hat sich der Anteil der Grundschulkinder, die ganztägig eine Schule besuchen, mehr als vervierfacht. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag zum einen, welche demografischen und sozioökonomischen Merkmale Kinder aufweisen, die ganztägige Schulangebote nutzen. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, wie sich die Zusammensetzung dieser Grundschüler im Vergleich zu Grundschülern, die keine ganztägigen Schulangebote nutzen, mit dem Ausbau der Ganztagsschule verändert hat. Ist über die Zeit eine Konvergenz oder eine Divergenz in den gruppenspezifischen Nutzermerkmalen zu beobachten? Für diese Untersuchungen werden Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Zusatzstudie „Familien in Deutschland“ (FiD) verwendet, die Vergleiche der gruppenspezifischen Teilnahme vor und nach dem Ausbau der Ganztagsschule zulassen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich in Westdeutschland Nichtteilnehmer und Teilnehmer an ganztägigen Schulangeboten im Hinblick auf sozioökonomische Merkmale, wie das Einkommen, annähern, es also diesbezüglich zu einer Konvergenz kommt. In Ostdeutschland findet hingegen eine Konvergenz bei Merkmalen der Haushaltsstruktur statt. Generell gibt es wenig Evidenz für eine Divergenz.
Since the launch of the public investment program ‘Future Education and Care’ (IZBB) in 2003 the share of primary school aged children participating in all-day schooling in Germany has more than quadrupled. Against this backdrop, this study analyzes, the demographic and socioeconomic characteristics which are possibly related to a higher probability of attendance. Moreover, it analyzes changes in the composition of students participating in all-day schooling. Has there been rather a convergence or a divergence in the characteristics of participants and non-participants over time? Using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) and the additional survey “Families in Germany” (FiD), our results show that in West Germany all-day school participants have become more similar according to their socioeconomic characteristics (in particular income), hence supporting the convergence hypothesis. In East Germany our findings also provide evidence for convergence. In contrast to West Germany, however, convergence applies to characteristics related to the household structure. Overall, there is no indication for divergence over time.

Abstract

Seit Beginn des Bundes-Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) im Jahr 2003 hat sich der Anteil der Grundschulkinder, die ganztägig eine Schule besuchen, mehr als vervierfacht. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag zum einen, welche demografischen und sozioökonomischen Merkmale Kinder aufweisen, die ganztägige Schulangebote nutzen. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, wie sich die Zusammensetzung dieser Grundschüler im Vergleich zu Grundschülern, die keine ganztägigen Schulangebote nutzen, mit dem Ausbau der Ganztagsschule verändert hat. Ist über die Zeit eine Konvergenz oder eine Divergenz in den gruppenspezifischen Nutzermerkmalen zu beobachten? Für diese Untersuchungen werden Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Zusatzstudie „Familien in Deutschland“ (FiD) verwendet, die Vergleiche der gruppenspezifischen Teilnahme vor und nach dem Ausbau der Ganztagsschule zulassen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich in Westdeutschland Nichtteilnehmer und Teilnehmer an ganztägigen Schulangeboten im Hinblick auf sozioökonomische Merkmale, wie das Einkommen, annähern, es also diesbezüglich zu einer Konvergenz kommt. In Ostdeutschland findet hingegen eine Konvergenz bei Merkmalen der Haushaltsstruktur statt. Generell gibt es wenig Evidenz für eine Divergenz.
Since the launch of the public investment program ‘Future Education and Care’ (IZBB) in 2003 the share of primary school aged children participating in all-day schooling in Germany has more than quadrupled. Against this backdrop, this study analyzes, the demographic and socioeconomic characteristics which are possibly related to a higher probability of attendance. Moreover, it analyzes changes in the composition of students participating in all-day schooling. Has there been rather a convergence or a divergence in the characteristics of participants and non-participants over time? Using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) and the additional survey “Families in Germany” (FiD), our results show that in West Germany all-day school participants have become more similar according to their socioeconomic characteristics (in particular income), hence supporting the convergence hypothesis. In East Germany our findings also provide evidence for convergence. In contrast to West Germany, however, convergence applies to characteristics related to the household structure. Overall, there is no indication for divergence over time.

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Other titles:Changes in the group specific use of all-day schooling: longitudinal analyses for the primary education sector
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Department of Economics
Dewey Decimal Classification:330 Economics
Language:German
Date:2016
Deposited On:21 Dec 2015 09:52
Last Modified:02 Aug 2016 00:00
Publisher:Springer
ISSN:1434-663X
Additional Information:The final publication is available at Springer via http://dx.doi.org/10.1007/s11618-015-0647-1
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s11618-015-0647-1
Other Identification Number:merlin-id:12853

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