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Qualität der Hepatitis-C-Abklärung bei Patienten in Opioid-Substitutionstherapie im Kanton Zürich


Brunner, N; Falcato, L; Bruggmann, P; Senn, O; Seidenberg, A (2015). Qualität der Hepatitis-C-Abklärung bei Patienten in Opioid-Substitutionstherapie im Kanton Zürich. Suchtmedizin - Addiction Medicine, 17(6):259 -264.

Abstract

Chronische Hepatitis C (HCV) ist unter Drogenkonsumierenden weitverbreitet. Es wird deshalb empfohlen, sie regelmässig auf HCV zu testen und abzuklären. Wir haben die Qualität der HCV-Abklärungen in Opioid-Substitutionsbehandlungen (OST) des Kantons Zürich sowie einen möglichen Zusammenhang mit den Charakteristika der behandelnden Ärzte und der Patienten untersucht. Daten von 63 Ärzten, die OST anbieten, und 275 ihrer zufällig ausgesuchten Patienten wurden aus Gesprächen sowie den Krankenakten der Arztpraxen entnommen. Für jeden Patienten wurde die Qualität der HCV-Abklärung kalkuliert (angemessen/unangemessen) und die Angemessenheitsrate der HCV-Abklärungen (ApA-Rate) des jeweiligen Arztes errechnet. Ärzte mit einer Apa-Rate von weniger als 25 % wurden als „low performers“ eingestuft, jene mit einer ApA-Rate von mehr als 75 % als „high performers“. 137 (49.8 %) aller Patienten erhielten angemessene HCV-Abklärungen. 17 (27 %) der Ärzte wurden als „low performers“ (Apa-Rate < 25 %) und 18 (29 %) als „high performers“ (ApA-rate > 75 %) eingestuft. Ärzte in Gruppenpraxen schnitten deutlich besser ab als Ärzte in Einzelpraxen oder in ambulanten Substitutionskliniken. Patientencharakteristika liessen auf keine signifikanten Unterschiede in der Qualität der HCV-Abklärung schliessen. Hürden, die einer angemessenen HCV-Abklärung im Wege stehen, stehen oft auf der Seite der Ärzte. Es ist daher wichtig, HCV-Abklärungen für Substitutionspatienten zu verbessern, denn diese stellen die Basis für alle weiteren Massnahmen in der Bekämpfung von HCV bei Drogenkonsumierenden dar.

Abstract

Chronische Hepatitis C (HCV) ist unter Drogenkonsumierenden weitverbreitet. Es wird deshalb empfohlen, sie regelmässig auf HCV zu testen und abzuklären. Wir haben die Qualität der HCV-Abklärungen in Opioid-Substitutionsbehandlungen (OST) des Kantons Zürich sowie einen möglichen Zusammenhang mit den Charakteristika der behandelnden Ärzte und der Patienten untersucht. Daten von 63 Ärzten, die OST anbieten, und 275 ihrer zufällig ausgesuchten Patienten wurden aus Gesprächen sowie den Krankenakten der Arztpraxen entnommen. Für jeden Patienten wurde die Qualität der HCV-Abklärung kalkuliert (angemessen/unangemessen) und die Angemessenheitsrate der HCV-Abklärungen (ApA-Rate) des jeweiligen Arztes errechnet. Ärzte mit einer Apa-Rate von weniger als 25 % wurden als „low performers“ eingestuft, jene mit einer ApA-Rate von mehr als 75 % als „high performers“. 137 (49.8 %) aller Patienten erhielten angemessene HCV-Abklärungen. 17 (27 %) der Ärzte wurden als „low performers“ (Apa-Rate < 25 %) und 18 (29 %) als „high performers“ (ApA-rate > 75 %) eingestuft. Ärzte in Gruppenpraxen schnitten deutlich besser ab als Ärzte in Einzelpraxen oder in ambulanten Substitutionskliniken. Patientencharakteristika liessen auf keine signifikanten Unterschiede in der Qualität der HCV-Abklärung schliessen. Hürden, die einer angemessenen HCV-Abklärung im Wege stehen, stehen oft auf der Seite der Ärzte. Es ist daher wichtig, HCV-Abklärungen für Substitutionspatienten zu verbessern, denn diese stellen die Basis für alle weiteren Massnahmen in der Bekämpfung von HCV bei Drogenkonsumierenden dar.

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Other titles:Quality of Hepatitis C Assessment among Opioid Substitution Treatment Providers in Canton of Zurich
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2015
Deposited On:28 Dec 2015 12:01
Last Modified:08 Dec 2017 16:23
Publisher:Ecomed Verlag
ISSN:1437-5567
Official URL:http://www.ecomed-suchtmedizin.de/archiv/suchtmedizin-band-17-nr-6-2015

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