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Die Inszenierung unserer reproduktiven Zukunft – Dokumentarfilmische Narrative im bioethischen Diskurs


Eichinger, Tobias (2015). Die Inszenierung unserer reproduktiven Zukunft – Dokumentarfilmische Narrative im bioethischen Diskurs. Ethik in der Medizin, 27(1):59-68.

Abstract

Obwohl Film nicht nur eine große Popularität und mediale Vertrautheit genießt, sondern auch als eine der bedeutendsten kulturprägenden Kunstformen der Gegenwart sowie als Mittel kollektiver Selbstverständigung und Ausdruck gesellschaftlicher Reflexion gelten kann, finden filmische Auseinandersetzungen mit aktuellen bioethischen Problemkonstellationen bislang kaum Beachtung im akademischen Diskurs. Dies gilt nicht nur für die vielschichtige Symbolbildung von Spielfilmen, sondern auch für das narrative Potenzial von Dokumentarfilmen. Dabei können dokumentarische Erzählformen wichtige Bedeutungsebenen ethischer Fragestellungen erschließen, indem sie Einblick in die individuellen Lebenslagen der Betroffenen und ihre jeweiligen Perspektiven gewähren. Wie kaum ein anderes Medium ist der Dokumentarfilm geeignet, dabei die persönliche Dimension medizinischer Entscheidungen jenseits theoretischer Argumentationen erfahrbar zu machen. Dieser diskursive Mehrwert, den die Einbeziehung von Dokumentarfilmen in die bioethische Debatte haben kann, wird in diesem Beitrag zunächst als Theorie formuliert und anschließend an zwei Filmbeispielen erläutert, welche die Thematik der Leihmutterschaft aufgreifen und somit eine aktuelle Fragestellung der Reproduktionsmedizin ins Bild setzen.

Abstract

Obwohl Film nicht nur eine große Popularität und mediale Vertrautheit genießt, sondern auch als eine der bedeutendsten kulturprägenden Kunstformen der Gegenwart sowie als Mittel kollektiver Selbstverständigung und Ausdruck gesellschaftlicher Reflexion gelten kann, finden filmische Auseinandersetzungen mit aktuellen bioethischen Problemkonstellationen bislang kaum Beachtung im akademischen Diskurs. Dies gilt nicht nur für die vielschichtige Symbolbildung von Spielfilmen, sondern auch für das narrative Potenzial von Dokumentarfilmen. Dabei können dokumentarische Erzählformen wichtige Bedeutungsebenen ethischer Fragestellungen erschließen, indem sie Einblick in die individuellen Lebenslagen der Betroffenen und ihre jeweiligen Perspektiven gewähren. Wie kaum ein anderes Medium ist der Dokumentarfilm geeignet, dabei die persönliche Dimension medizinischer Entscheidungen jenseits theoretischer Argumentationen erfahrbar zu machen. Dieser diskursive Mehrwert, den die Einbeziehung von Dokumentarfilmen in die bioethische Debatte haben kann, wird in diesem Beitrag zunächst als Theorie formuliert und anschließend an zwei Filmbeispielen erläutert, welche die Thematik der Leihmutterschaft aufgreifen und somit eine aktuelle Fragestellung der Reproduktionsmedizin ins Bild setzen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Institute of Biomedical Ethics and History of Medicine
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2015
Deposited On:06 Jan 2016 14:13
Last Modified:05 Apr 2016 19:49
Publisher:Springer
ISSN:0935-7335
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00481-014-0330-8

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