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Literarische Schöpfung im Mittelalter


Kiening, Christian (2015). Literarische Schöpfung im Mittelalter. Göttingen: Wallstein Verlag.

Abstract

Ein faszinierender Blick auf den literarischen Umgang mit Schöpfungsfragen im Mittelalter.
Stand die Idee menschlichen Schöpfertums im Mittelalter tatsächlich, wie Hans Blumenberg meinte, unter dem Verdikt einer Theologie, die streng zwischen göttlicher Schöpfermacht und menschlicher Nachahmungsfähigkeit unterschied? Oder gab es Spielräume für kreationistische Eigendynamiken? Christian Kiening geht diesen Fragen im Blick auf spezifisch prägnante Konstellationen nach. Herausgegriffen werden Texte des 12. bis 15. Jahrhunderts, die sich auf die Erschaffung der Welt beziehen und die Idee der creatio poietisch oder aisthetisch umsetzen – zum Beispiel, indem das Verhältnis zwischen dem Schöpfungsakt bzw. -bericht und dem Werk in den Fokus rückt. An kosmologisch-theologischen Traktaten, historiographisch-chronikalischen Werken und liedhaft-spekulativen Formexperimenten wird sichtbar, wie das Schöpfungsthema zum Antriebsmoment poetisch-intellektuellen Tuns wird: Sich abarbeitend an einem scheinbar übermächtigen Vorbild setzen sich die Autoren mit der scheinbaren Ohnmacht des Menschen angesichts des Göttlichen auseinander und erzeugen daraus Gefüge eigener Mächtigkeit. Das wirft ein Licht auch auf die vermeintliche Entdeckung autonomen literarischen Schöpfertums in der frühen Neuzeit.

Abstract

Ein faszinierender Blick auf den literarischen Umgang mit Schöpfungsfragen im Mittelalter.
Stand die Idee menschlichen Schöpfertums im Mittelalter tatsächlich, wie Hans Blumenberg meinte, unter dem Verdikt einer Theologie, die streng zwischen göttlicher Schöpfermacht und menschlicher Nachahmungsfähigkeit unterschied? Oder gab es Spielräume für kreationistische Eigendynamiken? Christian Kiening geht diesen Fragen im Blick auf spezifisch prägnante Konstellationen nach. Herausgegriffen werden Texte des 12. bis 15. Jahrhunderts, die sich auf die Erschaffung der Welt beziehen und die Idee der creatio poietisch oder aisthetisch umsetzen – zum Beispiel, indem das Verhältnis zwischen dem Schöpfungsakt bzw. -bericht und dem Werk in den Fokus rückt. An kosmologisch-theologischen Traktaten, historiographisch-chronikalischen Werken und liedhaft-spekulativen Formexperimenten wird sichtbar, wie das Schöpfungsthema zum Antriebsmoment poetisch-intellektuellen Tuns wird: Sich abarbeitend an einem scheinbar übermächtigen Vorbild setzen sich die Autoren mit der scheinbaren Ohnmacht des Menschen angesichts des Göttlichen auseinander und erzeugen daraus Gefüge eigener Mächtigkeit. Das wirft ein Licht auch auf die vermeintliche Entdeckung autonomen literarischen Schöpfertums in der frühen Neuzeit.

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Item Type:Monograph
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of German Studies
Dewey Decimal Classification:430 German & related languages
Language:German
Date:2015
Deposited On:08 Jan 2016 15:11
Last Modified:14 Feb 2018 10:30
Publisher:Wallstein Verlag
Number of Pages:224
ISBN:978-3-8353-1786-4
OA Status:Closed
Related URLs:http://www.wallstein-verlag.de/9783835317864-christian-kiening-literarische-schoepfung-im-mittelalter.html (Publisher)

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