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Tic-Störungen im Kindes- und Jugendalter


Tagwerker Gloor, Frederika (2015). Tic-Störungen im Kindes- und Jugendalter. Psych up2date, 9(03):161-176.

Abstract

Tic-Störungen zählen mit einer Prävalenz von 4 – 12 %, je nach Chronifizierungsgrad zu einer der häufigsten kinder- und jugendpsychiatrischen Störungen. Als stark neurologisch geprägte Störung sind sie durch motorische und vokale Tics charakterisiert, die unwillkürlich und nicht zweckgerichtet auftreten. Die Störung beginnt im Kindesalter und hat einen chronischen Verlauf. In vielen Fällen verläuft die Störung milde bis mäßig mit einer Remission der meisten Symptome bis zum Erwachsenenalter. Mittelgradige und schwere Tic-Störungen können bei Betroffenen und ihren Bezugspersonen zu Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen führen. Komorbiditäten wie ADHS oder Zwänge sind die Regel und verstärken die Beeinträchtigungen maßgeblich. Sie sollten auch vorrangig behandelt werden. Bei Tic-Störungen wird von einer multifaktoriellen Genese ausgegangen, wobei der Genetik eine entscheidende ursächliche Rolle zukommt. Die Behandlung ist je nach Schweregrad zu wählen und kann kombiniert werden. Bewährt haben sich Psychoedukation, Verhaltenstherapie (HRT) und Pharmakotherapie. Dopamin-Antagonisten sind bei einer Medikation die 1. Wahl.

Abstract

Tic-Störungen zählen mit einer Prävalenz von 4 – 12 %, je nach Chronifizierungsgrad zu einer der häufigsten kinder- und jugendpsychiatrischen Störungen. Als stark neurologisch geprägte Störung sind sie durch motorische und vokale Tics charakterisiert, die unwillkürlich und nicht zweckgerichtet auftreten. Die Störung beginnt im Kindesalter und hat einen chronischen Verlauf. In vielen Fällen verläuft die Störung milde bis mäßig mit einer Remission der meisten Symptome bis zum Erwachsenenalter. Mittelgradige und schwere Tic-Störungen können bei Betroffenen und ihren Bezugspersonen zu Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen führen. Komorbiditäten wie ADHS oder Zwänge sind die Regel und verstärken die Beeinträchtigungen maßgeblich. Sie sollten auch vorrangig behandelt werden. Bei Tic-Störungen wird von einer multifaktoriellen Genese ausgegangen, wobei der Genetik eine entscheidende ursächliche Rolle zukommt. Die Behandlung ist je nach Schweregrad zu wählen und kann kombiniert werden. Bewährt haben sich Psychoedukation, Verhaltenstherapie (HRT) und Pharmakotherapie. Dopamin-Antagonisten sind bei einer Medikation die 1. Wahl.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Psychiatric University Hospital Zurich > Center for Child and Adolescent Psychiatry
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2015
Deposited On:05 Feb 2016 09:26
Last Modified:05 Apr 2016 19:58
Publisher:Georg Thieme Verlag
ISSN:2194-8895
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/s-0041-100491

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Language: German
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