Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Das Ornament als ästhetisches Prinzip des kinematographischen Raumes und seine Inszenierung im europäischen Stummfilm


Echle, Evelyn. Das Ornament als ästhetisches Prinzip des kinematographischen Raumes und seine Inszenierung im europäischen Stummfilm. 2015, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die Konstruktion und Gestaltung des kinematographischen Raums erfährt im Diskurs um die Strukturierung des Raumes im Denk- und Wissenschaftssystem von Kulturen eine besonders komplexe Debatte. Zum einen ist die Schaffung räumlicher Strukturen für den Film selbst eine grundlegende Herausforderung des Mediums, zum anderen greift die Beschäftigung mit Raum im Film automatisch auf ein interdisziplinäres Feld über. Die Bewältigung des Widerspruchs zwischen Zweidimensionalität des Bildes und der Dreidimensionalität des dargestellten Raumes begleitet die Filmgeschichte von Anbeginn. Den Leitgedanken dieses Vorhabens bildet die Erforschung der Bedeutung des Ornaments – sowohl in seiner traditionellen als auch seiner modernen Ausbildung – für die Organisation des Filmbildes im europäischen Stummfilmkino. In den Filmen der 1910er und der 1920er Jahre ist das Ornament ein zentrales Element zunächst in der Ausgestaltung des kinematographischen Raumes und greift schrittweise immer stärker in die Inszenierung des für das Filmbild charakteristischen Verhältnisses von Fläche und Raum ein. Der eigentliche Schwerpunkt liegt in der systematischen Erforschung der stilistischen Bedeutung der Ornamentik für das Kino der 1920er Jahre und seines Vorläufers in den 1910er Jahren – denn das Prägende des Ornaments für die Organisation kinematographischen Raumes innerhalb der Mise-en-scène und der Mise-en-images fand in der Forschung bislang wenig Beachtung. Für die ästhetisch-ikonographische Analyse bietet sich das Ornament als Interpretations-Instrument auch gerade deshalb an, da die zeitgenössische Filmtheorie den Übergang vom traditionellen Ornament zur modernistischen Variante begleitet hat. Damit ist das grundlegende Ziel der Arbeit formuliert: Sie nimmt mit der filmhistorischen Untersuchung des Verhältnisses von Rauminszenierung und Ornament am europäischen Stummfilmkino ein bildtheoretisches Programm auf. Die Bewegung von der Mise-en-scène zur Mise-en-images untersuchend, weitet die Analyse im Sinne neuerer Bestrebungen einer intermedialen Bildwissenschaft den Blick auf den Kontext zu anderen Bildmedien jener Zeit aus.

Abstract

Die Konstruktion und Gestaltung des kinematographischen Raums erfährt im Diskurs um die Strukturierung des Raumes im Denk- und Wissenschaftssystem von Kulturen eine besonders komplexe Debatte. Zum einen ist die Schaffung räumlicher Strukturen für den Film selbst eine grundlegende Herausforderung des Mediums, zum anderen greift die Beschäftigung mit Raum im Film automatisch auf ein interdisziplinäres Feld über. Die Bewältigung des Widerspruchs zwischen Zweidimensionalität des Bildes und der Dreidimensionalität des dargestellten Raumes begleitet die Filmgeschichte von Anbeginn. Den Leitgedanken dieses Vorhabens bildet die Erforschung der Bedeutung des Ornaments – sowohl in seiner traditionellen als auch seiner modernen Ausbildung – für die Organisation des Filmbildes im europäischen Stummfilmkino. In den Filmen der 1910er und der 1920er Jahre ist das Ornament ein zentrales Element zunächst in der Ausgestaltung des kinematographischen Raumes und greift schrittweise immer stärker in die Inszenierung des für das Filmbild charakteristischen Verhältnisses von Fläche und Raum ein. Der eigentliche Schwerpunkt liegt in der systematischen Erforschung der stilistischen Bedeutung der Ornamentik für das Kino der 1920er Jahre und seines Vorläufers in den 1910er Jahren – denn das Prägende des Ornaments für die Organisation kinematographischen Raumes innerhalb der Mise-en-scène und der Mise-en-images fand in der Forschung bislang wenig Beachtung. Für die ästhetisch-ikonographische Analyse bietet sich das Ornament als Interpretations-Instrument auch gerade deshalb an, da die zeitgenössische Filmtheorie den Übergang vom traditionellen Ornament zur modernistischen Variante begleitet hat. Damit ist das grundlegende Ziel der Arbeit formuliert: Sie nimmt mit der filmhistorischen Untersuchung des Verhältnisses von Rauminszenierung und Ornament am europäischen Stummfilmkino ein bildtheoretisches Programm auf. Die Bewegung von der Mise-en-scène zur Mise-en-images untersuchend, weitet die Analyse im Sinne neuerer Bestrebungen einer intermedialen Bildwissenschaft den Blick auf den Kontext zu anderen Bildmedien jener Zeit aus.

Statistics

Downloads

19 downloads since deposited on 25 Feb 2016
12 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Dissertation
Referees:Schweinitz Jörg, Tröhler Margrit
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Cinema Studies
Dewey Decimal Classification:700 Arts
900 History
Language:German
Date:April 2015
Deposited On:25 Feb 2016 09:10
Last Modified:07 Apr 2017 03:35
Related URLs:http://www.film.uzh.ch/de/research/projects/archivediss/echle.html (Organisation)
http://www.research-projects.uzh.ch/p11922.htm (Organisation)
http://www.film.uzh.ch/de/research/projects/archivediss.html

Download

Preview Icon on Download
Preview
Language: English
Filetype: PDF (Engl. abstract dissertation)
Size: 59kB

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations