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Poetik des Abbruchs. Literarische Figurationen von Negativität im 17. und 18. Jahrhundert (Pascal - Greiffenberg - Pyra)


Poetik des Abbruchs. Literarische Figurationen von Negativität im 17. und 18. Jahrhundert (Pascal - Greiffenberg - Pyra). Edited by: Berndt, Frauke; Robert, Jörg (2016). Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann.

Abstract

Negativität ist kein Motiv, keine Methode, kein Muster, keine Form. Negativität ist ein Modus der Erfahrung: der Erfahrung der Unerfahrbarkeit von transzendenten und immanenten Sinngarantien. Diese Erfahrungsstruktur führt zum religiösen Wissen der Vormoderne. Dort schließt die Literatur des 17. und frühen 18. Jahrhunderts die Lücke, die zwischen der negativen Theologie in Antike und Mittelalter und modernen Konzepten, wie sie zwischen Hegels Philosophie und Adornos negativer Dialektik entworfen worden sind. Indem Negativität als literarische Figuration die Darstellung zum Problem macht, verleiht sie ihr gleichzeitig einen eigenen Zuschnitt. Dank seiner figurativen Kraft, kann der literarische Text das in Szene setzen, was nicht ist, ohne Negativität definieren oder konzeptualisieren zu müssen. Drei Schauplätze des Abbruchs führen zu drei Autor/innen: Anhand von Blaise Pascals Pensées (1670) und den Lettres Provinciales (1656/57) werden materiale Abbrüche verhandelt, anhand von Catharina Regina von Greiffenbergs Geistlichen Sonetten, Liedern und Gedichten (1662) rhetorische Abbrüche und anhand von Immanuel Jakob Pyras Versepos Der Tempel der wahren Dichtkunst (1737/1745) narrative Abbrüche.
Der Autor Daniel Kazmaier, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, Studium der Germanistik und Romanistik in Tübingen und Lyon, Promotion an der Eberhard Karls Universität Tübingen zur literarischen Negativität im 17. und 18. Jahrhundert.

Abstract

Negativität ist kein Motiv, keine Methode, kein Muster, keine Form. Negativität ist ein Modus der Erfahrung: der Erfahrung der Unerfahrbarkeit von transzendenten und immanenten Sinngarantien. Diese Erfahrungsstruktur führt zum religiösen Wissen der Vormoderne. Dort schließt die Literatur des 17. und frühen 18. Jahrhunderts die Lücke, die zwischen der negativen Theologie in Antike und Mittelalter und modernen Konzepten, wie sie zwischen Hegels Philosophie und Adornos negativer Dialektik entworfen worden sind. Indem Negativität als literarische Figuration die Darstellung zum Problem macht, verleiht sie ihr gleichzeitig einen eigenen Zuschnitt. Dank seiner figurativen Kraft, kann der literarische Text das in Szene setzen, was nicht ist, ohne Negativität definieren oder konzeptualisieren zu müssen. Drei Schauplätze des Abbruchs führen zu drei Autor/innen: Anhand von Blaise Pascals Pensées (1670) und den Lettres Provinciales (1656/57) werden materiale Abbrüche verhandelt, anhand von Catharina Regina von Greiffenbergs Geistlichen Sonetten, Liedern und Gedichten (1662) rhetorische Abbrüche und anhand von Immanuel Jakob Pyras Versepos Der Tempel der wahren Dichtkunst (1737/1745) narrative Abbrüche.
Der Autor Daniel Kazmaier, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes, Studium der Germanistik und Romanistik in Tübingen und Lyon, Promotion an der Eberhard Karls Universität Tübingen zur literarischen Negativität im 17. und 18. Jahrhundert.

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Item Type:Edited Scientific Work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of German Studies
Dewey Decimal Classification:430 German & related languages
Language:German
Date:2016
Deposited On:25 Aug 2016 14:40
Last Modified:25 Aug 2016 14:41
Publisher:Verlag Königshausen & Neumann
Series Name:Poetik und Episteme
Volume:1
Number of Pages:412
ISBN:978-3-8260-5688-8
Additional Information:Wissenschaftlicher Beirat: Rüdiger Campe (Yale University, New Haven) Elisabeth Décultor (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Stephan Kammer (Ludwig-Maximilians-Universität, München)
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