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Post-Katrina. Die Verarbeitung der Überflutung von New Orleans in der TV-Serie Treme (HBO 2010–2013)


Frizzoni, Brigitte (2016). Post-Katrina. Die Verarbeitung der Überflutung von New Orleans in der TV-Serie Treme (HBO 2010–2013). In: Rieken, Bernd. Erzählen über Katastrophen : Beiträge aus Deutscher Philologie, Erzählforschung und Psychotherapiewissenschaft. Münster, New York: Waxmann Verlag GmbH, 163-176.

Abstract

Rund 80 Prozent des Stadtgebiets von New Orleans wurden überflutet, als am 29. August 2005 der Hurrikan ‚Katrina’ das Deichsystem an zwei Stellen zerstörte. In der Weltpresse zirkulierten schon wenig später Horrorgeschichten – über Einwohner, die bei sengender Hitze tagelang auf Brücken ausharrten, auf ihre Evakuierung wartend; über hilflos im Sportstadion ‚Louisiana Superdome’ Zusammengepferchte, unter denen sich (vermeintlich) bald Gewalt ausbreitete; über Spekulanten, die schamlos Profit aus dem Elend der Bevölkerung zogen, indem sie Grundstücke zu Spottpreisen aufkauften. „Die dünne Kruste der Zivilisation“ – so kommentierte der Historiker Timothy Garton Ash die Geschehnisse – breche in Katastrophensituationen in in null Komma nichts ein.
Während die mediale Berichterstattung 2005 im Modus der Betroffenheit, Empörung und Anklage gehalten war, schildert die TV-Serie ‚Treme’ (2010-2013) die Folgen der Zerstörung und das Bemühen der Betroffenen, den Alltag zu bewältigen und ihre Stadt sukzessive zurückzuerobern. Mit welchen narrativ-filmischen Mitteln und mit welcher Akzentuierung dies geschieht, ist Gegenstand des Beitrags.

Abstract

Rund 80 Prozent des Stadtgebiets von New Orleans wurden überflutet, als am 29. August 2005 der Hurrikan ‚Katrina’ das Deichsystem an zwei Stellen zerstörte. In der Weltpresse zirkulierten schon wenig später Horrorgeschichten – über Einwohner, die bei sengender Hitze tagelang auf Brücken ausharrten, auf ihre Evakuierung wartend; über hilflos im Sportstadion ‚Louisiana Superdome’ Zusammengepferchte, unter denen sich (vermeintlich) bald Gewalt ausbreitete; über Spekulanten, die schamlos Profit aus dem Elend der Bevölkerung zogen, indem sie Grundstücke zu Spottpreisen aufkauften. „Die dünne Kruste der Zivilisation“ – so kommentierte der Historiker Timothy Garton Ash die Geschehnisse – breche in Katastrophensituationen in in null Komma nichts ein.
Während die mediale Berichterstattung 2005 im Modus der Betroffenheit, Empörung und Anklage gehalten war, schildert die TV-Serie ‚Treme’ (2010-2013) die Folgen der Zerstörung und das Bemühen der Betroffenen, den Alltag zu bewältigen und ihre Stadt sukzessive zurückzuerobern. Mit welchen narrativ-filmischen Mitteln und mit welcher Akzentuierung dies geschieht, ist Gegenstand des Beitrags.

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Social Anthropology and Cultural Studies
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
390 Customs, etiquette & folklore
790 Sports, games & entertainment
Uncontrolled Keywords:Katastrophen, Katrina, New Orleans, TV-Serie, Treme, HBO
Language:German
Date:2016
Deposited On:21 Dec 2016 15:49
Last Modified:22 Nov 2017 14:49
Publisher:Waxmann Verlag GmbH
Series Name:Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur
Number:16
ISSN:2192-2233
ISBN:978-3-8309-3489-9
Related URLs:https://www.waxmann.com/waxmann-buecher/?tx_p2waxmann_pi2[buchnr]=3489&tx_p2waxmann_pi2[action]=show (Publisher)
Other Identification Number:ISSN 2192-2233

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