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Angststörungen und Phobien


Walitza, Susanne; Melfsen, Siebke; Warnke, Andreas (2016). Angststörungen und Phobien. In: Gerlach, Manfred; Mehler-Wex, Claudia; Walitza, Susanne; Warnke, Andreas; Wewetzer, Christoph. Neuro-/Psychopharmaka im Kindes- und Jugendalter. Berlin: Springer Berlin Heidelberg, 403-413.

Abstract

Unter Angststörungen und Phobien wird ein breites Spektrum von Erkrankungen verstanden, bei dem eine übermäßige Angst und Vermeidungsverhalten eine bedeutsame Rolle spielt. Die Intensität der therapeutischen Behandlung richtet sich vor allem nach dem Grad der psychosozialen Beeinträchtigung. Eine Pharmakotherapie ist dann indiziert, wenn Beratung und psychotherapeutische Verfahren allein nicht ausreichend wirksam sind oder auch wenn aufgrund der großen Angst die psychotherapeutische Behandlung, z. B. eine Exposition, nicht durchführbar ist. Auch kann die mangelnde Verfügbarkeit von Psychotherapie einen medikamentösen Behandlungsbeginn erfordern. Eine Pharmakotherapie soll immer im Rahmen einer multimodalen Behandlung eingesetzt werden. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmerhemmer (SSRIs) sind im Kindes- und Jugendalter die erste Wahl. Im Gegensatz zum Erwachsenenalter ist die Evidenz für andere Wirkstoffgruppen deutlich geringer. Benzodiazepine sind nur dann indiziert, wenn eine sofortige Angstreduktion erforderlich ist. Wegen des Risikos einer Abhängigkeit ist ihre Verschreibung nur für die Kurzzeittherapie geeignet. Eine Unterscheidung der verschiedenen Angststörungen und Phobien ist klinisch sinnvoll. In Bezug auf die medikamentöse Therapie ergeben sich aber keine wesentlichen Unterschiede, da die Evidenz zu therapeutischer Wirksamkeit für alle Angststörungen und Phobien am besten für SSRIs nachgewiesen werden konnte und für die anderen Wirkstoffgruppen eine vergleichbare Evidenz dazu fehlt.

Abstract

Unter Angststörungen und Phobien wird ein breites Spektrum von Erkrankungen verstanden, bei dem eine übermäßige Angst und Vermeidungsverhalten eine bedeutsame Rolle spielt. Die Intensität der therapeutischen Behandlung richtet sich vor allem nach dem Grad der psychosozialen Beeinträchtigung. Eine Pharmakotherapie ist dann indiziert, wenn Beratung und psychotherapeutische Verfahren allein nicht ausreichend wirksam sind oder auch wenn aufgrund der großen Angst die psychotherapeutische Behandlung, z. B. eine Exposition, nicht durchführbar ist. Auch kann die mangelnde Verfügbarkeit von Psychotherapie einen medikamentösen Behandlungsbeginn erfordern. Eine Pharmakotherapie soll immer im Rahmen einer multimodalen Behandlung eingesetzt werden. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmerhemmer (SSRIs) sind im Kindes- und Jugendalter die erste Wahl. Im Gegensatz zum Erwachsenenalter ist die Evidenz für andere Wirkstoffgruppen deutlich geringer. Benzodiazepine sind nur dann indiziert, wenn eine sofortige Angstreduktion erforderlich ist. Wegen des Risikos einer Abhängigkeit ist ihre Verschreibung nur für die Kurzzeittherapie geeignet. Eine Unterscheidung der verschiedenen Angststörungen und Phobien ist klinisch sinnvoll. In Bezug auf die medikamentöse Therapie ergeben sich aber keine wesentlichen Unterschiede, da die Evidenz zu therapeutischer Wirksamkeit für alle Angststörungen und Phobien am besten für SSRIs nachgewiesen werden konnte und für die anderen Wirkstoffgruppen eine vergleichbare Evidenz dazu fehlt.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Psychiatric University Hospital Zurich > Center for Child and Adolescent Psychiatry
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2016
Deposited On:17 Nov 2016 09:03
Last Modified:17 Nov 2016 09:04
Publisher:Springer Berlin Heidelberg
Number:3. Auflage
ISBN:978-3-662-48623-8
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-662-48624-5_11

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