Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Of Hearts and Minds. Wie die Mediennutzung Einstellungsstrukturen beeinflusst und welche Konsequenzen dies für die persuasive Wirkung von Medieninhalten hat - Zurich Open Repository and Archive


Ryffel, Fabian A. Of Hearts and Minds. Wie die Mediennutzung Einstellungsstrukturen beeinflusst und welche Konsequenzen dies für die persuasive Wirkung von Medieninhalten hat. 2016, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die Medienberichterstattung zu gesellschaftlich relevanten Sachverhalten weist mitunter ein erhebliches emotionales Erregungspotential auf. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Konsequenzen dieses Erregungspotenzial für Einstellungen hat. Dabei wird zunächst gezeigt, dass Rezipientinnen und Rezipienten ihre Einstellungen in Abhängigkeit ihres Mediennutzungsverhaltens mehr oder weniger auf affektiven Einstellungsbestandteilen abstützen. Des Weiteren wird in der vorliegenden Arbeit gezeigt, dass bei der Medienrezeption im Zuge eines politischen Diskurses affektive und kognitive Matching-Effekte auftreten: Personen mit affektiv basierten Einstellungen sind anfälliger auf emotionale Persuasionsappelle; Personen mit kognitiv abgestützten Einstellungen sind anfälliger auf rationale Appelle. In zwei Experimentalstudien wird zudem belegt, dass diese Effekte das Resultat eines peripheren Persuasionsprozesses sind: Appelle die zur bestehenden Einstellungsstruktur passen, können flüssiger verarbeitet werden als Appelle, welche diese Passung nicht aufweisen. Diese gesteigerte Verarbeitungsgeläufigkeit wiederum schlägt sich als peripherer Hinweisreiz in Einstellungen nieder. Damit es zu gesteigerter Verarbeitungsgeläufigkeit infolge einer Passung zwischen Persuasionsappell und Einstellungsbasis kommt, müssen angefochtene, affektiv oder kognitiv basierte Einstellungen kognitiv ausreichend zugänglich sein.

Abstract

Die Medienberichterstattung zu gesellschaftlich relevanten Sachverhalten weist mitunter ein erhebliches emotionales Erregungspotential auf. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Konsequenzen dieses Erregungspotenzial für Einstellungen hat. Dabei wird zunächst gezeigt, dass Rezipientinnen und Rezipienten ihre Einstellungen in Abhängigkeit ihres Mediennutzungsverhaltens mehr oder weniger auf affektiven Einstellungsbestandteilen abstützen. Des Weiteren wird in der vorliegenden Arbeit gezeigt, dass bei der Medienrezeption im Zuge eines politischen Diskurses affektive und kognitive Matching-Effekte auftreten: Personen mit affektiv basierten Einstellungen sind anfälliger auf emotionale Persuasionsappelle; Personen mit kognitiv abgestützten Einstellungen sind anfälliger auf rationale Appelle. In zwei Experimentalstudien wird zudem belegt, dass diese Effekte das Resultat eines peripheren Persuasionsprozesses sind: Appelle die zur bestehenden Einstellungsstruktur passen, können flüssiger verarbeitet werden als Appelle, welche diese Passung nicht aufweisen. Diese gesteigerte Verarbeitungsgeläufigkeit wiederum schlägt sich als peripherer Hinweisreiz in Einstellungen nieder. Damit es zu gesteigerter Verarbeitungsgeläufigkeit infolge einer Passung zwischen Persuasionsappell und Einstellungsbasis kommt, müssen angefochtene, affektiv oder kognitiv basierte Einstellungen kognitiv ausreichend zugänglich sein.

Downloads

29 downloads since deposited on 15 Nov 2016
29 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Dissertation
Referees:Wirth W, Schemer C
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Mass Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:22 June 2016
Deposited On:15 Nov 2016 14:01
Last Modified:15 Nov 2016 14:01

Download

Preview Icon on Download
Preview
Filetype: PDF
Size: 2MB

TrendTerms

TrendTerms displays relevant terms of the abstract of this publication and related documents on a map. The terms and their relations were extracted from ZORA using word statistics. Their timelines are taken from ZORA as well. The bubble size of a term is proportional to the number of documents where the term occurs. Red, orange, yellow and green colors are used for terms that occur in the current document; red indicates high interlinkedness of a term with other terms, orange, yellow and green decreasing interlinkedness. Blue is used for terms that have a relation with the terms in this document, but occur in other documents.
You can navigate and zoom the map. Mouse-hovering a term displays its timeline, clicking it yields the associated documents.

Author Collaborations