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Medien - Anstifter zur gewaltsamen Lösung von Familienkonflikten?


Böcking, S (2008). Medien - Anstifter zur gewaltsamen Lösung von Familienkonflikten? FamPra.ch, 9(4):787-815.

Abstract

Mediale Darstellungen von Gewalt und davon ausgehende Wirkungen auf Mediennutzer werden auch im Zeitalter von Computerspielen und des Web 2.0 nach wie vor intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert. Immer wieder sind in Zeitungen und Zeitschriften, im Radio und im Fernsehen sowie im Internet Meldungen zu finden, die die Nachahmung von in Medien dargestellten Gewalttaten zum Inhalt haben. Nachgeahmt werden dabei offenbar nicht nur Gewalttaten aus fiktionalen Filmen oder Computerspielen, sondern auch real stattgefundene Gewalttaten. Dies legen zumindest Extrembeispiele wie der Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium Erfurt im April 2002 oder die Serie von sieben Selbstmorden unter Jugendlichen in einer Kleinstadt in Wales im Winter 2007/08 nahe. So hat der Amokläufer von Erfurt nach den Erkenntnissen der Gutenberg-Kommission des Landes Thüringen seit seinem 14. Lebensjahr in überdurchschnittlichem Ausmass Computerspiele und Videofilme mit zum grossen Teil gewaltverherrlichenden Inhalten konsumiert, unter anderem die indizierten Ego-Shooter-Computerspiele «Return to Castle Wolfenstein» und «Hitman» sowie zahlreiche Videofilme wie «Fight Club», «Predator» und «Desperado», die gewalthaltige und gewaltverherrlichende Darstellungen wiederholt in Zeitlupe oder Grossaufnahme zeigen. Die Tat der Attentäter von Littleton, die im April 1999 an der Columbine High School unter Mitschülern und Lehrern ein Massaker anrichteten, und ihre Umsetzung soll er gut gefunden haben und davon fasziniert gewesen sein. Die Suizidreihe in Wales wiederum ist nach Medienberichten durch im Internet errichtete

Abstract

Mediale Darstellungen von Gewalt und davon ausgehende Wirkungen auf Mediennutzer werden auch im Zeitalter von Computerspielen und des Web 2.0 nach wie vor intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert. Immer wieder sind in Zeitungen und Zeitschriften, im Radio und im Fernsehen sowie im Internet Meldungen zu finden, die die Nachahmung von in Medien dargestellten Gewalttaten zum Inhalt haben. Nachgeahmt werden dabei offenbar nicht nur Gewalttaten aus fiktionalen Filmen oder Computerspielen, sondern auch real stattgefundene Gewalttaten. Dies legen zumindest Extrembeispiele wie der Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium Erfurt im April 2002 oder die Serie von sieben Selbstmorden unter Jugendlichen in einer Kleinstadt in Wales im Winter 2007/08 nahe. So hat der Amokläufer von Erfurt nach den Erkenntnissen der Gutenberg-Kommission des Landes Thüringen seit seinem 14. Lebensjahr in überdurchschnittlichem Ausmass Computerspiele und Videofilme mit zum grossen Teil gewaltverherrlichenden Inhalten konsumiert, unter anderem die indizierten Ego-Shooter-Computerspiele «Return to Castle Wolfenstein» und «Hitman» sowie zahlreiche Videofilme wie «Fight Club», «Predator» und «Desperado», die gewalthaltige und gewaltverherrlichende Darstellungen wiederholt in Zeitlupe oder Grossaufnahme zeigen. Die Tat der Attentäter von Littleton, die im April 1999 an der Columbine High School unter Mitschülern und Lehrern ein Massaker anrichteten, und ihre Umsetzung soll er gut gefunden haben und davon fasziniert gewesen sein. Die Suizidreihe in Wales wiederum ist nach Medienberichten durch im Internet errichtete

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Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Mass Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:4 November 2008
Deposited On:10 Feb 2009 14:21
Last Modified:05 Apr 2016 12:59
Publisher:Stämpfli
ISSN:1424-1811

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