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«Unterricht auf werktätiger Grundlage» oder die Konstruktion einer doppelten Differenz: geschlechter- und leistungsdifferenter Unterricht auf der Sekundarstufe I


Criblez, Lucien; Manz, Karin (2016). «Unterricht auf werktätiger Grundlage» oder die Konstruktion einer doppelten Differenz: geschlechter- und leistungsdifferenter Unterricht auf der Sekundarstufe I. In: Groppe, Carola; Kluchert, Gerhard; Matthes, Eva. Bildung und Differenz. Historische Analysen zu einem aktuellen Problem. Wiesbaden: Springer Fachmedien, 203-227.

Abstract

Der vorliegende Beitrag zeigt an der Zürcher Schulreform von 1959, wie und weshalb sowohl die Leistungsdifferenzierung auf der Sekundarstufe I durch eine Neudefinition der Schulformen als auch die Geschlechterdifferenzierung durch neue Lehrpläne bzw. Lektionentafeln verstärkt wurden. Diese Verstärkung der doppelten Differenz war einerseits motiviert durch die Verlängerung der obligatorischen Schulzeit aufgrund steigenden Bildungsbedarfs bzw. steigender Bildungsnachfrage, andererseits durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Nützlichkeitserwartungen im Hinblick auf einen stark geschlechtersegregierten Arbeitsmarkt. Das auf reformpädagogischen Arbeitsschulideen aufbauende Konzept des „Unterrichts auf werktätiger Grundlage“ (Stieger) legitimierte dabei sowohl die Verstärkung der Leistungsdifferenzierung als auch diejenige der Geschlechterdifferenzierung.

Abstract

Der vorliegende Beitrag zeigt an der Zürcher Schulreform von 1959, wie und weshalb sowohl die Leistungsdifferenzierung auf der Sekundarstufe I durch eine Neudefinition der Schulformen als auch die Geschlechterdifferenzierung durch neue Lehrpläne bzw. Lektionentafeln verstärkt wurden. Diese Verstärkung der doppelten Differenz war einerseits motiviert durch die Verlängerung der obligatorischen Schulzeit aufgrund steigenden Bildungsbedarfs bzw. steigender Bildungsnachfrage, andererseits durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Nützlichkeitserwartungen im Hinblick auf einen stark geschlechtersegregierten Arbeitsmarkt. Das auf reformpädagogischen Arbeitsschulideen aufbauende Konzept des „Unterrichts auf werktätiger Grundlage“ (Stieger) legitimierte dabei sowohl die Verstärkung der Leistungsdifferenzierung als auch diejenige der Geschlechterdifferenzierung.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2016
Deposited On:24 Jan 2017 12:00
Last Modified:02 Feb 2018 11:44
Publisher:Springer Fachmedien
ISBN:978-3-658-10002-5
OA Status:Closed
Official URL:http://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-658-10003-2_10
Related URLs:http://link.springer.com/ (Publisher)

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