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Ziel- und altersgruppenorientierte orale Prävention


Hirsch, Christian; Nitschke, Ina (2016). Ziel- und altersgruppenorientierte orale Prävention. Die Quintessenz, 67(9):1096-1100.

Abstract

Zahnmedizinische Primärprävention, insbesondere zur Vermeidung von manifesten kariösen Läsionen, funktioniert. Für diese Aussage besteht eine hohe 
wissenschaftliche Evidenz. In vielen Ländern der Welt konnte in den letzten 
Jahrzehnten die durch Karies verursachte Krankheitslast dramatisch reduziert und 
damit langfristig die Lebensqualität breiter Bevölkerungsschichten verbessert 
werden. Weniger gut etabliert ist jedoch die Sekundärprävention, also die 
Früherkennung und -behandlung oraler Erkrankungen. Gerade Risikogruppen in allen Altersbereichen sowie Menschen mit Behinderungen werden mit sekundärpräventiven Maßnahmen in der Zahnarztpraxis, im kommunalen Setting oder in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen schlecht erreicht, weil Frequenz, Inanspruchnahme und Effekte unzureichend sind, was letztlich zu der beobachteten asymmetrischen 
Verteilung der Krankheitslasten und Folgekosten führt. Um diese Risikogruppen zu erreichen, muss neben der Verhaltensprävention, die auf eine nachhaltige Änderung 
des individuellen Gesundheitsverhaltens zielt, verstärkt der Ansatz der 
Verhältnisprävention entwickelt werden, also die Ausgestaltung von Strukturen mit gesundheitsförderlichen Umwelt- und Lebensbedingungen.

Abstract

Zahnmedizinische Primärprävention, insbesondere zur Vermeidung von manifesten kariösen Läsionen, funktioniert. Für diese Aussage besteht eine hohe 
wissenschaftliche Evidenz. In vielen Ländern der Welt konnte in den letzten 
Jahrzehnten die durch Karies verursachte Krankheitslast dramatisch reduziert und 
damit langfristig die Lebensqualität breiter Bevölkerungsschichten verbessert 
werden. Weniger gut etabliert ist jedoch die Sekundärprävention, also die 
Früherkennung und -behandlung oraler Erkrankungen. Gerade Risikogruppen in allen Altersbereichen sowie Menschen mit Behinderungen werden mit sekundärpräventiven Maßnahmen in der Zahnarztpraxis, im kommunalen Setting oder in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen schlecht erreicht, weil Frequenz, Inanspruchnahme und Effekte unzureichend sind, was letztlich zu der beobachteten asymmetrischen 
Verteilung der Krankheitslasten und Folgekosten führt. Um diese Risikogruppen zu erreichen, muss neben der Verhaltensprävention, die auf eine nachhaltige Änderung 
des individuellen Gesundheitsverhaltens zielt, verstärkt der Ansatz der 
Verhältnisprävention entwickelt werden, also die Ausgestaltung von Strukturen mit gesundheitsförderlichen Umwelt- und Lebensbedingungen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Center for Dental Medicine > Clinic for Masticatory Disorders
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2016
Deposited On:27 Jan 2017 13:27
Last Modified:08 Dec 2017 22:45
Publisher:Quintessence Publishing
ISSN:0033-6580
Related URLs:http://qd.quintessenz.de/index.php?doc=toc&year=2016&issue=9 (Publisher)

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