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Evidenzbasierte Therapie degenerativer Gelenkerkrankungen: Teil 2: Medikamentöse Therapien


Rosemann, T (2008). Evidenzbasierte Therapie degenerativer Gelenkerkrankungen: Teil 2: Medikamentöse Therapien. Zeitschrift für Allgemeinmedizin bis 2008, 84:28-35.

Abstract

Medikament der ersten Wahl in der Therapie der Arthrose ist Paracetamol, da es das beste Nutzen/Risikoprofil besitzt. Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) sind etwas stärker analgetisch wirksam und besitzen zudem eine antiphlogistische Komponente, ihr Einsatz sollte jedoch zeitlich immer eng begrenzt sein und im Wesentlichen der akut-entzündlichen Arthritis vorbehalten bleiben. Mittel der Wahl ist hierbei Diclofenac. Gemäß der derzeitigen Datenlage sollte bei Patienten mit einem erhöhten Gastrointestinalen Risiko eine Kombinationstherapie aus einem traditionellen NSAR und einem Protonenpumpenhemmer erfolgen. Alternativ können Coxibe zum Einsatz kommen, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Coxibe und traditionelle NSAR - außer dem ASS und eventuell dem Naproxen - sind mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert. Daher sollten diese Substanzen bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren nicht oder nur nach strengster Indikationsstellung zum Einsatz kommen. Opiode haben bei kritischer Indikationsstellung ihre berechtige Stellung in der Arthrosetherapie. Sie sollten Bestandteil eines Schmerzregimes sein, das ein Schmerztagebuch und regelmäßige Reevaluationen beinhaltet. Wichtig ist, dem Patienten das Ziel der medikamentösen Therapie, die Aufrechterhaltung der für die Gelenkfunktion bedeutsamen körperlichen Aktivität deutlich zu machen. Aufgrund der häufigen Selbstmedikation und der Inanspruchnahme von alternativmedizinischen Heilverfahren sollten auch diese Elemente im Therapiekonzept berücksichtigt werden. Ebenso wie eine begleitende Depression, die wie bei vielen chronischen Erkrankungen auch unter Arthrosepatienten gehäuft auftritt.

Abstract

Medikament der ersten Wahl in der Therapie der Arthrose ist Paracetamol, da es das beste Nutzen/Risikoprofil besitzt. Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) sind etwas stärker analgetisch wirksam und besitzen zudem eine antiphlogistische Komponente, ihr Einsatz sollte jedoch zeitlich immer eng begrenzt sein und im Wesentlichen der akut-entzündlichen Arthritis vorbehalten bleiben. Mittel der Wahl ist hierbei Diclofenac. Gemäß der derzeitigen Datenlage sollte bei Patienten mit einem erhöhten Gastrointestinalen Risiko eine Kombinationstherapie aus einem traditionellen NSAR und einem Protonenpumpenhemmer erfolgen. Alternativ können Coxibe zum Einsatz kommen, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Coxibe und traditionelle NSAR - außer dem ASS und eventuell dem Naproxen - sind mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert. Daher sollten diese Substanzen bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren nicht oder nur nach strengster Indikationsstellung zum Einsatz kommen. Opiode haben bei kritischer Indikationsstellung ihre berechtige Stellung in der Arthrosetherapie. Sie sollten Bestandteil eines Schmerzregimes sein, das ein Schmerztagebuch und regelmäßige Reevaluationen beinhaltet. Wichtig ist, dem Patienten das Ziel der medikamentösen Therapie, die Aufrechterhaltung der für die Gelenkfunktion bedeutsamen körperlichen Aktivität deutlich zu machen. Aufgrund der häufigen Selbstmedikation und der Inanspruchnahme von alternativmedizinischen Heilverfahren sollten auch diese Elemente im Therapiekonzept berücksichtigt werden. Ebenso wie eine begleitende Depression, die wie bei vielen chronischen Erkrankungen auch unter Arthrosepatienten gehäuft auftritt.

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Other titles:Evidence based therapy of degenerative joint diseases – medical treatment options
Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Institute of General Practice
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:12 Feb 2009 10:18
Last Modified:06 Dec 2017 17:58
Publisher:Georg Thieme Verlag
ISSN:1433-6251
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/s-2007-1004534

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