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Epilepsiechirurgie im ersten Lebensjahr


Ramantani, Georgia (2016). Epilepsiechirurgie im ersten Lebensjahr. Epileptologie, 33(2):123-129.

Abstract

Die Epilepsiechirurgie hat als wirksame Behandlungsoption bei schweren Epilepsien in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Dank der fortschreitenden Entwicklungen in der Neurochirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin stellt die Epilepsiechirurgie auch im ersten Lebensjahr eine sichere und effektive Methode dar. Spätestens bei nachgewiesener Pharmakoresistenz sollte bei Kindern mit strukturellen Epilepsien die Möglichkeit eines epilepsiechirurgischen Eingriffes erwogen und die entsprechende prächirurgische Diagnostik in einem Epilepsiezentrum mit pädiatrischer Expertise eingeleitet werden. Die Epilepsiechirurgie in den ersten Lebensjahren profitiert von der Plastizität des kindlichen Gehirns, um potenzielle neurologische Defizite auszugleichen. Die postoperative Anfallsfreiheit hängt vom Epilepsiesyndrom, den zugrunde liegenden Ursachen und der Abgrenzbarkeit des epileptogenen Areals ab. Zwei Drittel der Kinder bleiben im Langzeitverlauf nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff in den ersten Lebensjahren anfallsfrei. Mit der Anfallskontrolle sind oftmals wesentliche Verbesserungen der Entwicklungsverläufe zu beobachten. Insgesamt sollte man bei Säuglingen mit einer schweren fokalen Epilepsie frühzeitig die Chance überprüfen, durch einen operativen Eingriff Anfallsfreiheit sowie die optimale Nutzung des Entwicklungspotenzials zu erreichen.

Abstract

Die Epilepsiechirurgie hat als wirksame Behandlungsoption bei schweren Epilepsien in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Dank der fortschreitenden Entwicklungen in der Neurochirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin stellt die Epilepsiechirurgie auch im ersten Lebensjahr eine sichere und effektive Methode dar. Spätestens bei nachgewiesener Pharmakoresistenz sollte bei Kindern mit strukturellen Epilepsien die Möglichkeit eines epilepsiechirurgischen Eingriffes erwogen und die entsprechende prächirurgische Diagnostik in einem Epilepsiezentrum mit pädiatrischer Expertise eingeleitet werden. Die Epilepsiechirurgie in den ersten Lebensjahren profitiert von der Plastizität des kindlichen Gehirns, um potenzielle neurologische Defizite auszugleichen. Die postoperative Anfallsfreiheit hängt vom Epilepsiesyndrom, den zugrunde liegenden Ursachen und der Abgrenzbarkeit des epileptogenen Areals ab. Zwei Drittel der Kinder bleiben im Langzeitverlauf nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff in den ersten Lebensjahren anfallsfrei. Mit der Anfallskontrolle sind oftmals wesentliche Verbesserungen der Entwicklungsverläufe zu beobachten. Insgesamt sollte man bei Säuglingen mit einer schweren fokalen Epilepsie frühzeitig die Chance überprüfen, durch einen operativen Eingriff Anfallsfreiheit sowie die optimale Nutzung des Entwicklungspotenzials zu erreichen.

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Item Type:Journal Article, not refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Medical Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2016
Deposited On:16 Feb 2017 09:54
Last Modified:16 Feb 2017 10:03
Publisher:Schweizerische Liga gegen Epilepsie
ISSN:1660-3656
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://www.epi.ch/_files/Artikel_Epileptologie/123-129_G._Ramantani.pdf
Related URLs:http://www.epi.ch/page.php?pages_id=1196&language=de (Publisher)

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