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Ergänzende Dokumentation: Umfrage bei Stimmberechtigten der Zürcher Gemeinden Bertschikon, Bülach und Schlieren anlässlich des Pilot-versuchs zum Vote électronique vom 27. November 2005


Serdült, Uwe; Trechsel, Alexander H. (2006). Ergänzende Dokumentation: Umfrage bei Stimmberechtigten der Zürcher Gemeinden Bertschikon, Bülach und Schlieren anlässlich des Pilot-versuchs zum Vote électronique vom 27. November 2005. Bern: Bundeskanzlei.

Abstract

E-Voter sind gemäss unserer Umfrage bei 300 Stimmenden aus den drei Versuchsgemeinden Bertschikon, Bülach und Schlieren besonders oft im jüngeren bis mittleren Alter und männlichen Geschlechts. Überdurchschnittlich viele E-Voter finden wir in Schichten der erwerbstätigen Bevölkerung, die sich beruflich oder universitär weitergebildet haben. Die sogenannten ‚selektiven Urnengänger’ sind offener für die elektronische Stimmabgabe als die ‚regelmässigen Urnengänger’. Befragte mit höheren Einkommen, hohem Vertrauen in das Internet sowie mit häufiger und kompetenter Nutzung der neuen Kommunikationstechnologien haben für die Abstimmung besonders oft den elektronischen Weg gewählt.
Können wir damit rechnen, dass bedingt durch die neuen Abstimmungskanäle die Beteiligung an Abstimmungen steigt? Die Frage ist schwierig zu beantworten. Wir können jedoch erkennen, dass sowohl traditionelle Urnengänger als auch briefliche Stimmende bereit sind, auf die elektronischen Abstimmungsmöglichkeiten umzusteigen. Von den befragten E-Votern haben 5 Prozent erklärt, dass sie ohne die elektronische Möglichkeit nicht abgestimmt hätten. Die meisten Stimmenden sind bei ihrem gewohnten Abstimmungskanal geblieben. Es gibt jedoch eine beträchtliche Zahl Umsteiger auf die elektronische Variante sowohl von traditionellerweise an der Urne als auch per Korrespondenz Stimmenden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus Hinweise darauf gibt, dass einige Nicht-Stimmende dank dem neuen Kanal zur Stimmabgabe bewegt werden können.
Stimmen E-Voter anders ab als an der Urne und per Korrespondez Stimmende? E-Voter können sich je nach Vorlage durchaus von den Benützern der anderen Abstimmungskanäle unterscheiden. Was allerdings noch nie in der Begleitforschung zu E-Voting beobachtet werden konnte, ist, dass E-Voter diametral anders stimmen, also eine Vorlage annehmen, wenn der Rest der Stimmenden sie ablehnt.
Wie schätzen E-Voter, Stimmende und die gesamte Stimmbevölkerung die neuen Abstimmungskanäle ein? Die befragten E-Voter sind mit der Benutzerfreundlichkeit in hohem Masse zufrieden. An der Urne und per Korrespondenz Stimmende schätzen das Abstimmen per Internet oder SMS als weniger benutzerfreundlich ein. Die grosse Mehrheit aller befragten Stimmberechtigen spricht sich mit über 80 Prozent für die Einführung von E-Voting per Internet aus. Gegenüber den traditionellen Abstimmungskanälen wird die elektronische Stimmabgabe als angenehm, schnell und effizient für die Auszählung empfunden. Sicherheitsaspekte und Datenschutz werden als die hauptsächlichen Gefahren gesehen.

Abstract

E-Voter sind gemäss unserer Umfrage bei 300 Stimmenden aus den drei Versuchsgemeinden Bertschikon, Bülach und Schlieren besonders oft im jüngeren bis mittleren Alter und männlichen Geschlechts. Überdurchschnittlich viele E-Voter finden wir in Schichten der erwerbstätigen Bevölkerung, die sich beruflich oder universitär weitergebildet haben. Die sogenannten ‚selektiven Urnengänger’ sind offener für die elektronische Stimmabgabe als die ‚regelmässigen Urnengänger’. Befragte mit höheren Einkommen, hohem Vertrauen in das Internet sowie mit häufiger und kompetenter Nutzung der neuen Kommunikationstechnologien haben für die Abstimmung besonders oft den elektronischen Weg gewählt.
Können wir damit rechnen, dass bedingt durch die neuen Abstimmungskanäle die Beteiligung an Abstimmungen steigt? Die Frage ist schwierig zu beantworten. Wir können jedoch erkennen, dass sowohl traditionelle Urnengänger als auch briefliche Stimmende bereit sind, auf die elektronischen Abstimmungsmöglichkeiten umzusteigen. Von den befragten E-Votern haben 5 Prozent erklärt, dass sie ohne die elektronische Möglichkeit nicht abgestimmt hätten. Die meisten Stimmenden sind bei ihrem gewohnten Abstimmungskanal geblieben. Es gibt jedoch eine beträchtliche Zahl Umsteiger auf die elektronische Variante sowohl von traditionellerweise an der Urne als auch per Korrespondenz Stimmenden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus Hinweise darauf gibt, dass einige Nicht-Stimmende dank dem neuen Kanal zur Stimmabgabe bewegt werden können.
Stimmen E-Voter anders ab als an der Urne und per Korrespondez Stimmende? E-Voter können sich je nach Vorlage durchaus von den Benützern der anderen Abstimmungskanäle unterscheiden. Was allerdings noch nie in der Begleitforschung zu E-Voting beobachtet werden konnte, ist, dass E-Voter diametral anders stimmen, also eine Vorlage annehmen, wenn der Rest der Stimmenden sie ablehnt.
Wie schätzen E-Voter, Stimmende und die gesamte Stimmbevölkerung die neuen Abstimmungskanäle ein? Die befragten E-Voter sind mit der Benutzerfreundlichkeit in hohem Masse zufrieden. An der Urne und per Korrespondenz Stimmende schätzen das Abstimmen per Internet oder SMS als weniger benutzerfreundlich ein. Die grosse Mehrheit aller befragten Stimmberechtigen spricht sich mit über 80 Prozent für die Einführung von E-Voting per Internet aus. Gegenüber den traditionellen Abstimmungskanälen wird die elektronische Stimmabgabe als angenehm, schnell und effizient für die Auszählung empfunden. Sicherheitsaspekte und Datenschutz werden als die hauptsächlichen Gefahren gesehen.

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Item Type:Published Research Report
Communities & Collections:02 Faculty of Law > Centre for Democracy Studies Aarau (C2D)
Dewey Decimal Classification:340 Law
Language:German
Date:2006
Deposited On:22 Feb 2017 12:34
Last Modified:22 Feb 2017 12:34
Publisher:Bundeskanzlei
Number of Pages:52
Additional Information:Die vollständige Dokumentation oder Teile davon können bei der Sektion Politische Rechte der Bundeskanzlei angefordert werden oder über das Internet unter der Adresse www.admin.ch (Rubrik "Bundeskanzlei/Sektion Politische Rechte/Vote électronique") eingesehen und heruntergeladen werden.
Official URL:https://www.bk.admin.ch/themen/pore/evoting/07977/index.html?lang=de

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