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Co-Rumination im Kontext des sozio-interpersonellen Modells der PTBS


Krutolewitsch, Anna; Horn, Andrea B; Maercker, Andreas (2016). Co-Rumination im Kontext des sozio-interpersonellen Modells der PTBS. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 45(2):121-131.

Abstract

Theoretischer Hintergrund: Die Arbeit der Einsatzkräfte verschiedener Berufsgruppen (Feuerwehrleute, Polizei und Rettungspersonal) kann zu einer sekundären Traumatisierung führen. Das sozio-interpersonelle Model der PTBS von Maercker und Horn (2013) unterstreicht die Wichtigkeit des sozio-interpersonellen Kontexts für Traumafolgephänomene. In der vorliegenden Studie wurden entsprechend die Zusammenhänge zwischen sekundärer PTBS und erlebter gesellschaftlicher Wertschätzung, dysfunktionalen Mustern beim Offenlegen von traumatischen Inhalten (Disclosure) sowie Co-Rumination in einer russischsprachigen Population untersucht. Co-Rumination, das parallel zum intrapsychischen Ruminieren für das Wiederholen negativer Inhalte im Dialog mit anderen steht, wurde bisher noch nicht im Kontext von Traumaverarbeitung erforscht.

Fragestellung: Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob Co-Rumination als interpersoneller Prozess zusätzlich zu den bekannten sozio-interpersonellen Variablen Disclosure und gesellschaftlicher Wertschätzung mit erhöhter post-traumatische Symptomatik assoziiert ist. Methode: Es wurden N = 168 Einsatzkräften in Weißrussland mit Hilfe von Fragebögen zu ihrer Symptomatik sowie den interessierenden sozio-interpersonellen Variablen befragt.

Ergebnisse: Die in die Regressionsanalyse einbezogenen Prädiktorvariablen klärten insgesamt bis zu 50.4 % Varianz der sekundären Traumatisierung auf. Die Variable Co-Rumination klärte zusätzlich 2 % der Gesamtvarianz auf.

Schlussfolgerung: Extensiver und wiederkehrender sozialer Austausch von negativen Inhalten, sogenannte Co-Rumination, ist in der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen mit erhöhter Symptomatik assoziiert und erweist sich dabei als von Disclosure und erlebter gesellschaftlicher Wertschätzung empirisch unterscheidbar.

Abstract

Theoretischer Hintergrund: Die Arbeit der Einsatzkräfte verschiedener Berufsgruppen (Feuerwehrleute, Polizei und Rettungspersonal) kann zu einer sekundären Traumatisierung führen. Das sozio-interpersonelle Model der PTBS von Maercker und Horn (2013) unterstreicht die Wichtigkeit des sozio-interpersonellen Kontexts für Traumafolgephänomene. In der vorliegenden Studie wurden entsprechend die Zusammenhänge zwischen sekundärer PTBS und erlebter gesellschaftlicher Wertschätzung, dysfunktionalen Mustern beim Offenlegen von traumatischen Inhalten (Disclosure) sowie Co-Rumination in einer russischsprachigen Population untersucht. Co-Rumination, das parallel zum intrapsychischen Ruminieren für das Wiederholen negativer Inhalte im Dialog mit anderen steht, wurde bisher noch nicht im Kontext von Traumaverarbeitung erforscht.

Fragestellung: Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob Co-Rumination als interpersoneller Prozess zusätzlich zu den bekannten sozio-interpersonellen Variablen Disclosure und gesellschaftlicher Wertschätzung mit erhöhter post-traumatische Symptomatik assoziiert ist. Methode: Es wurden N = 168 Einsatzkräften in Weißrussland mit Hilfe von Fragebögen zu ihrer Symptomatik sowie den interessierenden sozio-interpersonellen Variablen befragt.

Ergebnisse: Die in die Regressionsanalyse einbezogenen Prädiktorvariablen klärten insgesamt bis zu 50.4 % Varianz der sekundären Traumatisierung auf. Die Variable Co-Rumination klärte zusätzlich 2 % der Gesamtvarianz auf.

Schlussfolgerung: Extensiver und wiederkehrender sozialer Austausch von negativen Inhalten, sogenannte Co-Rumination, ist in der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen mit erhöhter Symptomatik assoziiert und erweist sich dabei als von Disclosure und erlebter gesellschaftlicher Wertschätzung empirisch unterscheidbar.

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Other titles:Corumination in the Context of the Socio-Interpersonal Model of PTSD: A Study With Rescue Workers
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Date:2016
Deposited On:15 Mar 2017 13:52
Last Modified:15 Mar 2017 13:52
Publisher:Hogrefe & Huber
ISSN:1616-3443
Publisher DOI:https://doi.org/10.1026/1616-3443/a000359

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