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Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen in Gorkha: Soziale und ökonomische Ursachen


Müller-Böker, Ulrike (1986). Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen in Gorkha: Soziale und ökonomische Ursachen. In: Kölver, Bernhard. Formen kulturellen Wandels und andere Beiträge zur Erforschung des Himalaya. Colloqium des Schwerpunktes Nepal, Heidelberg, 1.-4. Februar 1984. Sankt Augustin: VGH-Wissenschaftsverlag GmbH, 393-414.

Abstract

Die Anpassung der Menschen an die begrenzte Eignung eines vorgegebenen Lebensraumes ist das aktuelle Kernproblem der "Ökologie des Menschen" (Schmithüsen, 1976,287). Die in der natürlichen Struktur der Geosphäre begründeten Grenzen der Eignung für die anthropogene Umgestaltung zeigen sich besonders deutlich im Bergland von Nepal (vgl. Haffner, 1982; Kienholz et al., 1982). Waldzerstörung und Erosion, Probleme im Wasserhaushalt bis hin zu Naturkatastrophen sind Folgen der Übernutzung der natürlichen Ressourcen. Immer mehr Menschen belasten die an sich schon - durch die klimatischen, edaphischen und morphographischen Verhältnisse - labilen Ökosysteme. Geht man davon aus, daß sich seit 1940 die Bevölkerung Nepals verdoppelt hat (HMG, 1958; Preliminary Report, 1982), dann bedeutet dies für das Untersuchungsgebiet Gorkha, daß 1940 nur etwa 450, heute (1983) hingegen etwa 900 Haushalte dort leben. Mit der Bevölkerungszahl steigt der Viehbesatz, der Brennholz- und Wasserbedarf und die Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln. Die humanökologische Tragfähigkeit wird überschritten. Was sind nun in Gorkha die aktuellen sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen, wie reagieren die Bewohner auf die Folgen der Übernutzung? Als ein Aspekt ökologisch-geographischer Unrersuchungen (vgl. Haffner, 1985 und Kohle, 1985) soll hier der Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Struktur und dem daraus resultierenden Druck auf die natürlichen Ressourcen analysiert werden.

Abstract

Die Anpassung der Menschen an die begrenzte Eignung eines vorgegebenen Lebensraumes ist das aktuelle Kernproblem der "Ökologie des Menschen" (Schmithüsen, 1976,287). Die in der natürlichen Struktur der Geosphäre begründeten Grenzen der Eignung für die anthropogene Umgestaltung zeigen sich besonders deutlich im Bergland von Nepal (vgl. Haffner, 1982; Kienholz et al., 1982). Waldzerstörung und Erosion, Probleme im Wasserhaushalt bis hin zu Naturkatastrophen sind Folgen der Übernutzung der natürlichen Ressourcen. Immer mehr Menschen belasten die an sich schon - durch die klimatischen, edaphischen und morphographischen Verhältnisse - labilen Ökosysteme. Geht man davon aus, daß sich seit 1940 die Bevölkerung Nepals verdoppelt hat (HMG, 1958; Preliminary Report, 1982), dann bedeutet dies für das Untersuchungsgebiet Gorkha, daß 1940 nur etwa 450, heute (1983) hingegen etwa 900 Haushalte dort leben. Mit der Bevölkerungszahl steigt der Viehbesatz, der Brennholz- und Wasserbedarf und die Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln. Die humanökologische Tragfähigkeit wird überschritten. Was sind nun in Gorkha die aktuellen sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen, wie reagieren die Bewohner auf die Folgen der Übernutzung? Als ein Aspekt ökologisch-geographischer Unrersuchungen (vgl. Haffner, 1985 und Kohle, 1985) soll hier der Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Struktur und dem daraus resultierenden Druck auf die natürlichen Ressourcen analysiert werden.

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Item Type:Book Section, not refereed, original work
Communities & Collections:07 Faculty of Science > Institute of Geography
Dewey Decimal Classification:910 Geography & travel
Language:German
Date:1986
Deposited On:09 May 2017 09:03
Last Modified:09 Dec 2017 00:53
Publisher:VGH-Wissenschaftsverlag GmbH
Series Name:Nepalica
Number:2
ISBN:978-3-03809-024-3
Related URLs:http://www.tibetinstitut.de/himalaya-wandel.html

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Language: German
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