Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Das Tao des langen Lebens


Trüeb, R M (2008). Das Tao des langen Lebens. Aktuelle Dermatologie, 34(08/09):342-349.

Abstract

Die Medizin zählt zu den ältesten Errungenschaften menschlicher Kultur. Über Jahrtausende hinweg hat sie die Menschheit durch alle Kulturen begleitet, denn sie ist die Antwort auf eine elementare Seinsweise, die Abwehr der unverhofften Unterbrechung des Wohlbefindens, der Peinigung durch körperlichen Schmerz und der Furcht vor dem Tode. Insbesondere das Alter als letzter Lebensabschnitt, seine Gebrechen und der Tod haben Philosophen, Naturwissenschaftler und Ärzte auf den Plan gerufen, nach Zusammenhängen zu forschen, den Alterungserscheinungen, den Alterskrankheiten und dem Tod vorzubeugen. Der Gang durch die Geschichte der europäischen Gesundheitslehre zeigt eine Verflechtung mit Kultur, Religion und Philosophie, bis sich im 19. Jh. die Diätetik auf Diät, die Hygiene auf Technik und der Gesundheitsbegriff auf messbare Größen reduzierte, während Grundsätze wie Regelmäßigkeit der Lebensgestaltung, Maßhalten, Entspannung und Harmoniestreben in den Hintergrund gerieten. Meditation, Entspannungsübungen, der Wechsel von Ruhe und Bewegung, ästhetische Erholung und religiöse Entrückung sind demgegenüber bis heute Bestandteile der asiatischen Heilkunde geblieben, des Ayurweda und der traditionellen chinesischen Medizin. Die den asiatischen Heilmethoden zugeschriebenen Effekte erklären sich durch außergewöhnliche psychophysiologische Auswirkungen, die die moderne medizinische Forschung und Anti-Aging-Medizin erst wieder zu achten lernen.

Abstract

Die Medizin zählt zu den ältesten Errungenschaften menschlicher Kultur. Über Jahrtausende hinweg hat sie die Menschheit durch alle Kulturen begleitet, denn sie ist die Antwort auf eine elementare Seinsweise, die Abwehr der unverhofften Unterbrechung des Wohlbefindens, der Peinigung durch körperlichen Schmerz und der Furcht vor dem Tode. Insbesondere das Alter als letzter Lebensabschnitt, seine Gebrechen und der Tod haben Philosophen, Naturwissenschaftler und Ärzte auf den Plan gerufen, nach Zusammenhängen zu forschen, den Alterungserscheinungen, den Alterskrankheiten und dem Tod vorzubeugen. Der Gang durch die Geschichte der europäischen Gesundheitslehre zeigt eine Verflechtung mit Kultur, Religion und Philosophie, bis sich im 19. Jh. die Diätetik auf Diät, die Hygiene auf Technik und der Gesundheitsbegriff auf messbare Größen reduzierte, während Grundsätze wie Regelmäßigkeit der Lebensgestaltung, Maßhalten, Entspannung und Harmoniestreben in den Hintergrund gerieten. Meditation, Entspannungsübungen, der Wechsel von Ruhe und Bewegung, ästhetische Erholung und religiöse Entrückung sind demgegenüber bis heute Bestandteile der asiatischen Heilkunde geblieben, des Ayurweda und der traditionellen chinesischen Medizin. Die den asiatischen Heilmethoden zugeschriebenen Effekte erklären sich durch außergewöhnliche psychophysiologische Auswirkungen, die die moderne medizinische Forschung und Anti-Aging-Medizin erst wieder zu achten lernen.

Statistics

Altmetrics

Downloads

5 downloads since deposited on 18 Feb 2009
0 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Dermatology Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:18 Feb 2009 13:43
Last Modified:05 Apr 2016 13:01
Publisher:Thieme
ISSN:0340-2541
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/s-2008-1077552

Download

Preview Icon on Download
Filetype: PDF - Registered users only
Size: 291kB
View at publisher