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Armutsgrenzen in der Stadt Zürich während des Ersten Weltkriegs


Floris, Joël; Kuster, Marius; Woitek, Ulrich (2017). Armutsgrenzen in der Stadt Zürich während des Ersten Weltkriegs. Traverse: Zeitschrift für Geschichte, Zürich, 2017(3):97-112.

Abstract

Die Lebensmittelknappheit und die daraus resultierende Teuerung während des Ersten Weltkriegs verursachten Not und Hunger in breiten Bevölkerungsschichten. Mittels Höchstpreisen, Rationierungen und Unterstützungsmassnahmen versuchten die Behörden dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Um solche Massnahmen auf die Bedürfnisse der notleidenden Bevölkerung abstimmen zu können, wurde das Bestreben verstärkt, ein anwendbares Existenzminimum zu definieren. Ähnlich wie die Berechnung von absoluten Armutsgrenzen basierte dessen Herleitung auf der Festlegung von Grundbedürfnissen, die mittels Haushaltsrechnungen erfasst wurden.

In diesem Beitrag zeigen wir mithilfe von absoluten Armutsgrenzen, woran sich die Berechnungen von Existenzminima orientierten. Zudem kann unter Einbezug von Lohndaten ersichtlich gemacht werden, wie sich die Unterstützungsmassnahmen auf den Lebensstandard verschiedener Einkommensschichten auswirkten. Die Unterstützungsmassnahmen garantierten die Grundbedürfnisse und beugten so einer Hungersnot vor, sie zielten aber nur auf die Bevölkerung mit niedrigem Einkommen. Besserverdienende Bevölkerungsschichten, die auch stark unter der Teuerung litten, waren von der Unterstützung ausgeschlossen. Der Lebensstandard glich sich an. Selbst gut verdienende Arbeiter und Arbeiterinnen und Angestellte mussten ihren Konsum stark einschränken, um über der Armutsgrenze zu bleiben.

Abstract

Die Lebensmittelknappheit und die daraus resultierende Teuerung während des Ersten Weltkriegs verursachten Not und Hunger in breiten Bevölkerungsschichten. Mittels Höchstpreisen, Rationierungen und Unterstützungsmassnahmen versuchten die Behörden dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Um solche Massnahmen auf die Bedürfnisse der notleidenden Bevölkerung abstimmen zu können, wurde das Bestreben verstärkt, ein anwendbares Existenzminimum zu definieren. Ähnlich wie die Berechnung von absoluten Armutsgrenzen basierte dessen Herleitung auf der Festlegung von Grundbedürfnissen, die mittels Haushaltsrechnungen erfasst wurden.

In diesem Beitrag zeigen wir mithilfe von absoluten Armutsgrenzen, woran sich die Berechnungen von Existenzminima orientierten. Zudem kann unter Einbezug von Lohndaten ersichtlich gemacht werden, wie sich die Unterstützungsmassnahmen auf den Lebensstandard verschiedener Einkommensschichten auswirkten. Die Unterstützungsmassnahmen garantierten die Grundbedürfnisse und beugten so einer Hungersnot vor, sie zielten aber nur auf die Bevölkerung mit niedrigem Einkommen. Besserverdienende Bevölkerungsschichten, die auch stark unter der Teuerung litten, waren von der Unterstützung ausgeschlossen. Der Lebensstandard glich sich an. Selbst gut verdienende Arbeiter und Arbeiterinnen und Angestellte mussten ihren Konsum stark einschränken, um über der Armutsgrenze zu bleiben.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:03 Faculty of Economics > Department of Economics
04 Faculty of Medicine > Institute of Evolutionary Medicine
Dewey Decimal Classification:330 Economics
Language:German
Date:15 December 2017
Deposited On:13 Dec 2017 15:10
Last Modified:17 Jan 2018 15:49
Publisher:Chronos
ISSN:1420-4355
Additional Information:Zeitschrift ist nach 18 Monaten über e-periodica frei zugänglich (https://www.e-periodica.ch/digbib/volumes?UID=tra-001)
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Official URL:https://www.revue-traverse.ch/artikel/1401/armutsgrenzen-in-der-stadt-zuerich-waehrend-des-ersten-weltkriegs
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Language: German
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