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Die Wirtschaft im Bann der Öffentlichkeit. Ursachen und empirische Evidenzen für die erhöhte öffentliche Exponiertheit ökonomischer Organisationen seit den 1990er Jahren.


Eisenegger, Mark; Vonwil, Matthias (2004). Die Wirtschaft im Bann der Öffentlichkeit. Ursachen und empirische Evidenzen für die erhöhte öffentliche Exponiertheit ökonomischer Organisationen seit den 1990er Jahren. Medienwissenschaft Schweiz, (2):80-89.

Abstract

Im Zentrum dieser Ausführungen steht die Beobachtung einer markant vergrösserten öffentlichen Exponiertheit ökonomischer Or­ganisationen seit den 90er Jahren. Die Zunahme dieser Exponierung wird an der intensivierten Aufmerksamkeitskonzentration der medienvermittelten Kommunikation auf das Teilsystem Wirtschaft einerseits, und an gesteigerten Reputationsrisiken der Unterneh­men andererseits festgemacht. Die Folgen dieses Prozesses für die Wirtschaft sind fatal: Die Unternehmen geraten unter verstärkten Legitimationsdruck und sehen sich zu vielfältigen und kostspieligen Anpassungsleistungen gezwungen. Es stellt sich die Frage nach den Ursachen dieses Medialisierungsdruckes. Im Beitrag werden zwei Erklärungsmuster kombiniert: Das eine bezieht sich auf die intensivierte kommunikative Bewirtschaftung ökonomischer Vorgänge durch das moderne Mediensystem im Zuge seiner eigenen Ökonomisierung. Das andere führt die gewachsene Exponierung der Wirtschaft auf Effekte des sozialen Wandels zurück. Es wird die These vertreten, dass die neoliberale Ära der 90er Jahre des letzten Jahrtausends den gesellschaftlichen Erwartungsfluss prominent auf das Teilsystem Wirtschaft kanalisiert hat, wodurch in der Medienberichterstattung vielfältige Möglichkeiten für Ökonomie-zen­trierte Anschlusskommunikation geschaffen wurden.

Abstract

Im Zentrum dieser Ausführungen steht die Beobachtung einer markant vergrösserten öffentlichen Exponiertheit ökonomischer Or­ganisationen seit den 90er Jahren. Die Zunahme dieser Exponierung wird an der intensivierten Aufmerksamkeitskonzentration der medienvermittelten Kommunikation auf das Teilsystem Wirtschaft einerseits, und an gesteigerten Reputationsrisiken der Unterneh­men andererseits festgemacht. Die Folgen dieses Prozesses für die Wirtschaft sind fatal: Die Unternehmen geraten unter verstärkten Legitimationsdruck und sehen sich zu vielfältigen und kostspieligen Anpassungsleistungen gezwungen. Es stellt sich die Frage nach den Ursachen dieses Medialisierungsdruckes. Im Beitrag werden zwei Erklärungsmuster kombiniert: Das eine bezieht sich auf die intensivierte kommunikative Bewirtschaftung ökonomischer Vorgänge durch das moderne Mediensystem im Zuge seiner eigenen Ökonomisierung. Das andere führt die gewachsene Exponierung der Wirtschaft auf Effekte des sozialen Wandels zurück. Es wird die These vertreten, dass die neoliberale Ära der 90er Jahre des letzten Jahrtausends den gesellschaftlichen Erwartungsfluss prominent auf das Teilsystem Wirtschaft kanalisiert hat, wodurch in der Medienberichterstattung vielfältige Möglichkeiten für Ökonomie-zen­trierte Anschlusskommunikation geschaffen wurden.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
06 Faculty of Arts > Department of Communication and Media Research
06 Faculty of Arts > Institute for Research on the Public Sphere and Society
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:February 2004
Deposited On:15 Feb 2018 10:48
Last Modified:13 Apr 2018 11:28
Publisher:Schweizerische Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft
ISSN:1420-505X
OA Status:Closed

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