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Einstellungen zur Methadon-Substitutionsbehandlung der Heroinabhängigkeit: typische Einstellungen der Patienten, typische Patientengruppen und Unterschiede zu den Einstellungen der Behandelnden


Hunziker, H; Boesch, L. Einstellungen zur Methadon-Substitutionsbehandlung der Heroinabhängigkeit: typische Einstellungen der Patienten, typische Patientengruppen und Unterschiede zu den Einstellungen der Behandelnden. 2008, University of Zurich, Faculty of Science.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit sind die Einstellungen zum Methadon und zur Substitutionsbehandlung mit Methadon bei heroinabhängigen Patienten in Methadon-Substitutionsbehandlung und ihren behandelnden Ärzten und Therapeuten untersucht worden. 125 Patienten in Methadon-Substitutionsbehandlung in der Stadt Zürich haben einen Fragebogen ausgefüllt, der auf einer qualitativen Vorstudie mit 30 Patienten basiert, und Fragen eines strukturierten Interviews beantwortet. 34 diese Patienten behandelnde Ärzte und Therapeuten haben einen vergleichbaren Fragebogen ausgefüllt. Im Rahmen eines hierarchischen Faktorenmodells haben folgende typische Patienteneinstellungen identifiziert werden können: Aus dem Bereich des Sekundärfaktors Methadon-Entzugs-Orientierung sind dies die Primärfaktoren Methadon-Abbau-Orientierung, Methadon-Tiefdosis-Orientierung und Methadon-Substitutions-Angst. Aus dem Bereich des Sekundärfaktors Rehabilitation-mit-Methadon-Orientierung sind dies die Primärfaktoren Methadon-Substitutions-Orientierung und Flexibilisierung-des-Heroinkonsums-Orientierung. Dieses hierarchische Faktorenmodell der Patienteneinstellungen zeigt befriedigende bis sehr gute Werte für die Reliabilität und eine genügende Generalisierbarkeit. Es haben drei verschiedene typischen Patientengruppen unterschieden werden können: Methadonablehner, Methadonbenutzer und Methadonintegrierer. Die Generalisierbarkeit dieser drei typischen Patientengruppen kann aufgrund einer Kreuzvalidierung als befriedigend beurteilt werden. Es hat eine sehr gute Übereinstimmung der Resultate der Faktorenanalyse und der Clusteranalyse gezeigt werden können. Der Vergleich mit den Einstellungen der Behandelnden hat gezeigt, dass die Patienten in Bezug auf das Methadon im Mittel deutlich entzugs-orientierter sind, als ihre behandelnden Ärzte oder Therapeuten. Patienten und Behandelnde unterscheiden sich hingegen nicht bezüglich der Methadon-Substitutions-Orientierung. Zur Förderung von stabilen Behandlungsverläufen sollte deshalb die Diskrepanz zwischen Patienten und Behandelnden bezüglich der Methadon-Entzug-Orientierung im Verlauf der Methadon-Substitutionsbehandlung je nach Einstellungs-Profil des Patienten speziell beachtet werden.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit sind die Einstellungen zum Methadon und zur Substitutionsbehandlung mit Methadon bei heroinabhängigen Patienten in Methadon-Substitutionsbehandlung und ihren behandelnden Ärzten und Therapeuten untersucht worden. 125 Patienten in Methadon-Substitutionsbehandlung in der Stadt Zürich haben einen Fragebogen ausgefüllt, der auf einer qualitativen Vorstudie mit 30 Patienten basiert, und Fragen eines strukturierten Interviews beantwortet. 34 diese Patienten behandelnde Ärzte und Therapeuten haben einen vergleichbaren Fragebogen ausgefüllt. Im Rahmen eines hierarchischen Faktorenmodells haben folgende typische Patienteneinstellungen identifiziert werden können: Aus dem Bereich des Sekundärfaktors Methadon-Entzugs-Orientierung sind dies die Primärfaktoren Methadon-Abbau-Orientierung, Methadon-Tiefdosis-Orientierung und Methadon-Substitutions-Angst. Aus dem Bereich des Sekundärfaktors Rehabilitation-mit-Methadon-Orientierung sind dies die Primärfaktoren Methadon-Substitutions-Orientierung und Flexibilisierung-des-Heroinkonsums-Orientierung. Dieses hierarchische Faktorenmodell der Patienteneinstellungen zeigt befriedigende bis sehr gute Werte für die Reliabilität und eine genügende Generalisierbarkeit. Es haben drei verschiedene typischen Patientengruppen unterschieden werden können: Methadonablehner, Methadonbenutzer und Methadonintegrierer. Die Generalisierbarkeit dieser drei typischen Patientengruppen kann aufgrund einer Kreuzvalidierung als befriedigend beurteilt werden. Es hat eine sehr gute Übereinstimmung der Resultate der Faktorenanalyse und der Clusteranalyse gezeigt werden können. Der Vergleich mit den Einstellungen der Behandelnden hat gezeigt, dass die Patienten in Bezug auf das Methadon im Mittel deutlich entzugs-orientierter sind, als ihre behandelnden Ärzte oder Therapeuten. Patienten und Behandelnde unterscheiden sich hingegen nicht bezüglich der Methadon-Substitutions-Orientierung. Zur Förderung von stabilen Behandlungsverläufen sollte deshalb die Diskrepanz zwischen Patienten und Behandelnden bezüglich der Methadon-Entzug-Orientierung im Verlauf der Methadon-Substitutionsbehandlung je nach Einstellungs-Profil des Patienten speziell beachtet werden.

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Item Type:Dissertation
Referees:Rössler W, Stohler R
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Psychiatric University Hospital Zurich > Clinic for Clinical and Social Psychiatry Zurich West (former)
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2008
Deposited On:19 Feb 2009 10:25
Last Modified:06 Dec 2017 18:30
Number of Pages:337
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